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TU Clausthal/UMG: Patientenversorgung durch 5G-Technologie

Im Verbundprojekt „Health5G.net“ arbeiten Forschende der TU Clausthal, der Universitätsmedizin Göttingen und weitere Partnerinnen und Partner daran, Schlaganfallpatientinnen und -patienten mithilfe der Digitalisierung zu versorgen. Der demografische Wandel führt zu einer steigenden Anzahl älterer Menschen, die pflegebedürftig sind. Gleichzeitig erschwert der Fachkräftemangel die medizinische Versorgung. Angesichts dieser Ausgangskonstellation arbeiten Forschende aus Südniedersachsen im Verbundprojekt „Health5G.net“ an verschiedenen Anwendungsfällen innovativer Patient:innenversorgung mithilfe der als 5G bezeichneten fünften Mobilfunkgeneration. Unterstützt werden sie dabei vom Landkreis Göttingen und der Firma ably medical. Koordiniert wird das Projekt von der Dr. Kuhl Unternehmensberatung. Am Anwendungsfall „Datenbrille“ sind die Stroke Unit der Universitätsmedizin Göttingen und der Lehrstuhl Human-Centered Information Systems (HCIS) der TU Clausthal federführend beteiligt. Ziel des Teilprojektes ist, die zeitnahe Mobilisation von Patient:innen nach einem Schlaganfall zu verbessern, die Handlungskompetenz von Nachsorgeakteuren zu erhöhen und eine Krankenhaus-Rückkehr zu vermeiden. „Wir haben einerseits die Situation… 

Multiples Myelom: Genoms und Proteom untersucht

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der Immunzellen des Knochenmarks, sogenannte Plasmazellen, entarten. Plasmazellen sind für die Produktion von Antikörpern verantwortlich. Jeder Mensch verfügt über eine Vielzahl unterschiedlicher Plasmazellen, die unterschiedliche Antikörper in großer Zahl bilden. So kann der Körper verschiedene Krankheitserreger erkennen und bekämpfen. Im Fall des Multiplen Myeloms entwickelt sich eine einzelne Plasmazelle zur Tumorzelle. Sie vermehrt sich ungehemmt und bildet eine monoklonale Zellpopulation, das heißt, es entstehen viele Zellen, die alle exakt gleich und zunächst genetisch identisch sind. Auch sie produzieren oft Antikörper in großer Zahl oder Bruchstücke von ihnen – jedoch sind diese funktionslos. Im Verlauf der Krankheit entstehen meist mehrere Tumorherde an vielen Stellen des Knochenmarks, daher der Name: Multiples, also vielfaches, Myelom. Immunschwäche, Nierenversagen, Knochenabbau und Knochenbrüche sind nur einige der Folgen des unkontrollierten Zellwachstums. Trotz therapeutischer Fortschritte und der Einführung neuer zellulärer… 

BMG kassiert Unstatistik des Monats

Die Unstatistik des Monats Juni ist der Referentenentwurf für ein „Gesundes-Herz-Gesetz (GHG)“ des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Laut GHG werden „bis zu 70 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ihrer kardiometabolischen Risikoerkrankungen durch modifizierbare lebensstilbezogene Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsarmut, Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verursacht“. Dass es sich nicht in allen Fällen um kausal begründbare Zusammenhänge handelt, haben wir in der „Unstatistik des Monats“ bereits oft erklärt. Der Gesetzesentwurf sieht u. a. neue Beratungsangebote, Screenings (Massenuntersuchungen zur Früherkennung) und die präventive Gabe von Statinen (Medikamenten zur Senkung von Cholesterin) vor. Dass solche Maßnahmen nicht ausschließlich nützen und man Nutzen und Risiken gut gegeneinander abwägen muss, insbesondere wenn es zu Fehldiagnosen kommt, haben wir ebenfalls in mehreren Unstatistiken bereits ausgeführt. Speziell zu Statinen klärt eine Faktenbox des Harding-Zentrums darüber auf, dass diese Medikamente bei Personen mit erhöhtem Risiko zwar die Anzahl an Herz-Kreislauf-Vorfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt)… 

Neue Prädiktoren für Metastasen bei Patienten mit frühem Bauchspeicheldrüsenkrebs

Forscher am Weill Cornell Medicine haben zusammen mit einem internationalen Team Leberbiopsien verwendet, um zelluläre und molekulare Marker zu identifizieren, mit deren Hilfe sich möglicherweise vorhersagen lässt, ob und wann sich Bauchspeicheldrüsenkrebs auf die Leber oder andere Stellen, beispielsweise die Lunge, einer Person ausbreitet. Die am 28. Juni in Nature Medicine veröffentlichte Studie geht davon aus, dass Informationen aus einer Leberbiopsie – einer kleinen Gewebeprobe, die für Laboranalysen entnommen wird – bei der Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs den Ärzten dabei helfen können, die Behandlung, wie etwa lebergerichtete Immuntherapien, individuell anzupassen, bevor die Krebszellen die Möglichkeit haben, Metastasen zu bilden. Nur 10 Prozent der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs überleben mehr als zwei Jahre nach der Diagnose. „Wenn wir den Zeitpunkt und den Ort der Metastasen vorhersagen können, könnte das einen echten Wendepunkt in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs bedeuten, insbesondere bei Patienten mit hohem… 

Zitiert: „Abda am Abgrund“

„Die Abda versucht die Reihen geschlossen zu halten, doch ausgerechnet in dieser für die Apotheken entscheidenden Phase verbaut man sich mit ungeschickten Manövern die eigene politische Arbeit. Und zwar nach innen wie nach außen. Das könnte an der offenbar extrem schwachen Aufstellung liegen. Es lodert im Apothekerhaus. Seit der Referententwurf veröffentlicht wurde, stolpert die Abda maximal ungeschickt durch diese für die Apotheken extrem heikle Phase. Während man eine Provokation durch Proteste vermeiden will und sämtliche kritische Stimmen mit Verweis auf die erforderliche Geschlossenheit abwürgt, wird die eigene politische Kommunikation intern wie extern als fragwürdig wahrgenommen“. https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/abda-am-abgrund/

Hirschhausen drängt auf klare Richtlinien gegen Desinformation

Der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen hat klare Richtlinien gegen Desinformation gefordert. „Wir brauchen im deutschen Justizsystem, aber auch auf europäischer Ebene, klare Richtlinien, wie wir dafür sorgen können, dass solche Fakes gelöscht werden, dass es einfacher wird, die Absenderschaft kenntlich zu machen“, sagte von Hirschhausen den TV-Sendern RTL und ntv am Donnerstag. „Wir […] Hirschhausen drängt auf klare Richtlinien gegen Desinformation

Die Innovationsgeheimnisse der intelligenten Medizin

Um den Innovations- und Entwicklungsbedarf der Smart-Healthcare-Branche zu decken, verwendet diese Studie die ERGM-Methode, die netzwerkspezifische Effekte identifizieren kann, um die Bildungsmechanismen von Innovationsnetzwerken in diesem Sektor umfassend zu analysieren. Diese Analyse soll der Branche helfen, das Layout von Innovationsnetzwerken zu optimieren und die Innovationseffizienz zu verbessern. Smart Medical ist das Produkt der tiefen Integration der Gesundheitsdienstleistungsbranche und der Informationstechnologie. Mit dem Aufkommen von Informationstechnologien der neuen Generation wie künstlicher Intelligenz, Big Data und Cloud Computing sowie der Unterstützung durch staatliche Richtlinien erweitert sich der Anwendungsbereich von Smart Healthcare weiter. In einem Artikel (doi: 10.1016/j.jdec.2023.06.001) , der im Journal of Digital Economy veröffentlicht wurde , untersuchte ein Wissenschaftlerduo der School of Management der Universität Shanghai anhand kooperativer Patentdaten aus der Smart-Medical-Branche die Faktoren und Mechanismen der Bildung von Innovationsnetzwerken und ergänzte damit die Forschung zu den endogenen Faktoren, die Netzwerkinnovationen… 

Digitale Wasserzeichen zur Betrugsprävention: von medizinischen Bildern bis hin zu Fake News

Eine aktuelle Studie unter der Leitung der Forscherin Tanya Koohpayeh Araghi vom Interdisziplinären Internetinstitut ( IN3 ) der Universitat Oberta de Catalunya ( UOC ) hat ein neues Tool entwickelt, mit dem digitale Daten sicher und kostengünstig geschützt werden können . Die Studie konzentriert sich auf medizinische Bilder und bietet bedeutende Fortschritte beim Schutz durch eine innovative Technik mit digitalen Wasserzeichen, einer Art nicht wahrnehmbarem digitalen Wasserzeichen und einer in diese Dateien eingebetteten digitalen Signatur. Die Anwendungsbereiche reichen von medizinischen Bildern – Röntgenaufnahmen, CT-Scans, MRT-Scans – und telemedizinischen Berichten bis hin zum Schutz von Multimedia-Inhalten, um die Verbreitung von Fake News zu verhindern . Die neue Methode, die im Open Access in Multimedia Tools and Applications veröffentlicht wurde , kombiniert zwei mathematische Techniken, die üblicherweise zum Erstellen digitaler Wasserzeichen verwendet werden: die diskrete Wavelet-Transformation (DWT) und die Singulärwertzerlegung (SVD). Sie… 

Gewebebrücken sind zuverlässige Prädiktoren zur Gene-sung bei Halswirbelsäulenverletzungen

Die Prognose zur Genesung nach einer Rückenmarksverletzung (SCI) ist für die direkt Betroffenen und ihr Umfeld von grosser Bedeutung. Bisher blieb sie aber ungenau. Forschern aus drei internationalen Rehabilitationszentren in Zürich, Murnau und Denver ist es nun gelungen, den Wert von Neuroimaging-Messungen für die Vorhersage der sensorischen und motorischen Genesung bei Menschen mit Tetraplegie aufzuzeigen. Die aus klinischen Magnetresonanztomographien (MRT) abgeleiteten Neuroimaging-Messungen erfassen das Ausmass des unverletzten Nervengewebes neben der Rückenmarksläsion, die sogenannten «spinalen Gewebebrücken». Die Ergebnisse der Längsschnittstudie «Prognostic value of tissue bridges in cervical spinal cord injury[MM1] » haben das Potenzial, die klinische Praxis zu verändern. Sie wurden soeben in «The Lancet Neurology», der weltweit führenden Zeitschrift für klinische Neurologie, veröffentlicht. Das Team um Erstautor Dr. Dario Pfyffer und Seniorautor Prof. Dr. med. Patrick Freund von der Universitätsklinik Balgrist und der Universität Zürich, dem SCI-Experten aus der ganzen… 

TMF begrüßt einheitliches Ver­fahren für Ethikvoten in multi­zen­trischen Studien

In Zukunft soll ein Verfahren zur bundesweiten Vereinheitlichung der berufs­rechtlichen Beratung von Forschungsvorhaben gelten. Die TMF – Technologie- und Methoden­plattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. begrüßt die Einrichtung eines einheitlichen Verfahrens für Ethikvoten in multizentrischen medizinischen Studien. Wie die Bundesärztekammer (BÄK) und der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (AKEK) am 20. Juni 2024 in einer gemeinsamen Pressemeldung berichten, soll zukünftig ein Verfahren zur bundesweiten Vereinheitlichung der berufsrechtlichen Beratung von Forschungsvorhaben gelten. Demnach wird für multizentrische medizinische Studien ein einziges Votum einer nach Landesrecht eingerichteten Ethik-Kommission ausreichen. Die BÄK und der AKEK greifen damit ein dringendes Anliegen aus Wissenschaft und Industrie auf und schaffen die Voraussetzungen für eine Verfahrensanpassung. Mit der Harmonisierung der gemäß ärztlichem Berufsrecht beratenen Studien wird aus Sicht der TMF ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Forschungsstandort Deutschland geleistet. Der…