Studie enthüllt Mechanismen hinter Mikrozephalie
Ein internationales Forschungsteam hat mit menschlichen Hirn-Organoiden die Ursachen einer seltenen Form der Mikrozephalie untersucht. Beteiligt waren das Deutsche Primatenzentrum, die Medizinische Hochschule Hannover und das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik. Die Ergebnisse, veröffentlicht in EMBO Reports, zeigen, wie Mutationen in Aktin-Genen die Zellteilung im frühen Gehirn stören und zu einem zu kleinen Gehirn führen. Mikrozephalie tritt auf, wenn das Gehirn während der Entwicklung nicht ausreichend wächst, was zu reduzierter Kopfgröße und oft zu intellektuellen Beeinträchtigungen führt. Weltweit betrifft diese Störung etwa 2 bis 12 pro 10.000 Geburten, abhängig von Region und Ursachen. Häufige Auslöser umfassen genetische Faktoren wie Chromosomenanomalien, Infektionen während der Schwangerschaft wie Zika-Virus oder Toxoplasmose, Mangelernährung der Mutter oder Exposition gegenüber Teratogenen wie Alkohol und bestimmten Medikamenten. Assoziierte Syndrome sind Down-Syndrom, Cri-du-Chat-Syndrom oder Rubinstein-Taybi-Syndrom. Im Fokus der Studie steht das Baraitser-Winter-Syndrom, ein rares genetisches Syndrom mit…




