Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen überproportional häufig Länder mit mittlerem Einkommen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind nach wie vor die häufigste Todesursache in ganz Europa, doch während die CVD-Mortalitätsraten generell zurückgehen, ist der Rückgang in Ländern mit mittlerem Einkommen deutlich geringer als in Ländern mit hohem Einkommen. Dies geht aus neuen Daten des Atlas der Kardiologie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hervor, die im European Heart Journal veröffentlicht wurden.1 Die vierte Ausgabe der ESC-Atlas-Statistiken zeigt erneut, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in den 55 untersuchten ESC-Mitgliedsländern sind. Jährlich sterben mehr als 3 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das entspricht 8 500 Todesfällen pro Tag -, was 37,4 % aller jährlichen Todesfälle ausmacht. Bemerkenswert ist, dass die altersstandardisierte Sterblichkeitsrate (ASMR) in Ländern mit mittlerem Einkommen mindestens 2,5-mal so hoch ist wie in Ländern mit hohem Einkommen. Zwischen 1990 und 2021 sank die mittlere Sterblichkeitsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in allen Ländern mit hohem Einkommen um…


