Krebsmedikamente: Arme Länder, schneller Tod
Trotz erheblicher Fortschritte bei der Entdeckung und Entwicklung neuer Krebsmedikamente gibt es weltweit erhebliche Unterschiede bei der Verfügbarkeit und Aktualität dieser Medikamente. Ärmere Länder kommen dabei leer aus. Dies geht aus einer globalen Analyse der Markteinführung neuer Medikamente zwischen 1990 und 2022 hervor, die im Open-Access-Journal BMJ Global Health veröffentlicht wurde. In Ländern mit unterem mittlerem oder niedrigem Einkommen wurden nur wenige neue Krebsmedikamente auf den Markt gebracht, und die Kluft zwischen armen und reichen Ländern hat sich im Laufe der drei Jahrzehnte vergrößert, wie die Analyse zeigt. Solche Ungleichgewichte könnten laut den Forschern dazu beitragen, die schlechten Krebsergebnisse in vielen Ländern zu erklären, insbesondere in Ländern mit niedrigerem Einkommen. Die bisherigen Erkenntnisse zu länderspezifischen Unterschieden bei der Verfügbarkeit neuer Krebsmedikamente konzentrierten sich in der Regel auf eine Region der Welt und umfassten nur eine kleine Stichprobe von Medikamenten, betonen…

