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HIV: Gemeinschaftskampagne von BZgA, DAH und DAS tritt Diskriminierung entgegen.

In der gemeinsamen Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Aidshilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember steht dieses Jahr der Dialog im Vordergrund. Unter dem Motto „Leben mit HIV. Anders als du denkst?“ erzählen Menschen mit HIV von ihrem Leben und laden zu Diskussionen ein. Starke Persönlichkeiten mit HIV berichten in der Kampagne von ihrem Alltag mit HIV, ihrem HIV-positiven Coming-out und ihrem Einsatz gegen Vorurteile. Gemeinsam repräsentieren sie die Vielfalt von Menschen mit HIV in Deutschland. Einige von ihnen erzählen ihre Geschichten in diesem Jahr auch in Diskussionsveranstaltungen – und berichten von den Auswirkungen der Kampagne. Zum Kampagnenauftakt am 6.11. um 19 Uhr wird der italienische Wärmepumpenspezialist Giovanni aus Berlin („Mamma mia wegen HIV? Nicht mit meiner Mutter!“) gemeinsam mit dem Sozialarbeiter Thomas aus Essen („Diskriminierung online? Block dich doch selbst!“)… 

Newcomer cts stellt Abfüllautomat für Radiopharmaka auf EANM’24 vor

Die cts GmbH hat ihr cts OVD (Open Vial Dispensing System) vom 19. bis 23. Oktober 2024 auf dem EANM’24 Kongress in Hamburg erstmals einem Fachpublikum vorgestellt. Die Reaktionen der anwesenden Mitglieder der European Association of Nuclear Medicine zeigten, dass das äußerst kompakte Gerät zur Dosierung und Abfüllung radioaktiver Pharmaka in offene Injektionsampullen auf einen großen Bedarf in der klinischen Praxis trifft. Das Abfüllen von SPECT- und PET-Radiodiagnostika sowie Radiopharmaka für die Therapie in offene Vials stellt einen kritischen Prozess dar. Entsprechend gut wurde das cGMP-konforme System angenommen. Auf dem Nuklearmedizin-Kongress in Hamburg setzen die Automatisierungsspezialisten von cts mit der Präsentation ihres Open Vial Dispensing Systems ein Zeichen: Selbstbewusst demonstrierten sie, dass ihr System die spezifischen Anforderungen der Branche optimal erfüllt. Die Resonanz der Fachwelt bestärkt das innovative Unternehmen in den Expansionsplänen – mit einer neuen Fertigungsstätte und erweiterten Produktionskapazitäten… 

Nachweis von Lungenkrebs in der ausgeatmeten Luft

Die ausgeatmete Luft enthält chemische Hinweise auf Vorgänge im Körper, darunter auch auf Krankheiten wie Lungenkrebs. Und wenn man Methoden entwickelt, diese Verbindungen zu erkennen, könnte das Ärzten helfen, frühzeitige Diagnosen zu stellen – und die Aussichten der Patienten verbessern. In einer Studie in ACS Sensors berichten Forscher von der Entwicklung ultraempfindlicher Nanosensoren, die in Tests im kleinen Maßstab eine wichtige Veränderung in der Chemie der Atemluft von Menschen mit Lungenkrebs festgestellt haben. November ist der Lungenkrebs-Aufklärungsmonat. Die Forscher entwickelten eine Reihe von Nanoflockensensoren auf Basis von Indium(III)-oxid (In 2 O 3 ). In Experimenten stellten sie fest, dass ein Typ, den sie nach den darin enthaltenen Platin- (Pt), Indium- (In) und Nickel- (Ni)-Anteilen Pt@InNiO x nannten, die beste Leistung zeigte. Diese Pt@InNiO x -Sensoren: Erkannten Isoprenwerte von nur 2 ppb, eine Empfindlichkeit, die frühere Sensoren bei weitem übertraf. Reagierten… 

Im Projekt werden u.a. optisch aktive Nanopartikel untersucht, die z.B. in der medizinischen Diagnostik eingesetzt werden. | Copyright: BAM

BAM sucht neue Standards für die Oberflächenanalyse von Nanopartikeln

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt in einem neuen EU-Projekt standardisierte Messverfahren zur Untersuchung der Oberflächen von Nanopartikeln. Ziel ist es, die Funktionalität und Sicherheit von Nanopartikeln weiter zu verbessern. Aufgrund ihrer winzigen Größe von eins bis 100 Nanometern besitzen Nanopartikel einzigartige Eigenschaften, wie eine erhöhte chemische Reaktivität, oder spezielle optische und elektronische Merkmale. Diese Eigenschaften machen sie unverzichtbar in zahlreichen Technologien und Produkten – von Farben und Kosmetika bis zu Solarzellen, Batterien und medizinischer Diagnostik. Herausforderung bei der Oberflächenchemie von Nanopartikeln Obwohl es bereits standardisierte Verfahren zur Bestimmung der Partikelgröße gibt, fehlen bisher etablierte Methoden, um die Oberflächenchemie von Nanopartikeln zu messen. Die Oberfläche spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie Nanopartikel mit ihrer Umgebung interagieren. Sie beeinflusst ihre Löslichkeit, Stabilität und die Tendenz, größere Partikelverbunde zu bilden. Diese Faktoren sind entscheidend für die Funktionalität, Sicherheit und Regulierbarkeit… 

ABDA auf Kollisionskurs mit der Labormedizin

Die aktuelle Debatte um die Ausweitung diagnostischer Leistungen in Apotheken offenbart grundlegende Konflikte im deutschen Gesundheitssystem. Der Referentenentwurf zum Apothekenreformgesetz (ApoRG) sieht vor, dass Apotheken künftig patientennahe in-vitro-diagnostische Schnelltests für Erreger wie Adenoviren, Influenzaviren, Noroviren, RSV und Rotaviren durchführen dürfen[1]. Qualitätssicherung und Standards Die Labormediziner äußern massive Bedenken hinsichtlich der Qualitätssicherung. Point-of-Care-Testing (POCT) in Apotheken erreicht nicht die analytische Qualität medizinischer Labore[2]. Während für Arztpraxen strenge Qualitätskriterien durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gelten, existieren für Apotheken keine vergleichbaren verbindlichen Regelungen[2]. Wirtschaftliche Aspekte Die Kostenstruktur spricht gegen eine Verlagerung der Diagnostik in Apotheken. Eine Blutzuckerbestimmung unter POCT-Bedingungen würde von Apotheken für 4-5 Euro privat abgerechnet, während Labore dafür nur 0,25 Euro erhalten[2]. Die geplante Laborreform sieht zudem ab 2025 eine Kürzung der Kostenerstattung um etwa 9 Prozent vor[7]. Medizinische Grenzen Für eine fundierte Diagnostik sind folgende Parameter relevant: Blutwerte (Normwerte):– Nüchternblutzucker: ?… 

Exyte schließt Erwerb der TTP Group ab

Exyte, ein weltweit führendes Unternehmen im Design, Engineering und der Bereitstellung von High-Tech-Anlagen, hat die Übernahme der TTP Group („TTP“) erfolgreich abgeschlossen. Die im September 2024 angekündigte Transaktion wurde nach Erhalt aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen vollzogen. TTP ist ein spezialisierter und anerkannter Partner für Blue-Chip-Kunden in den Bereichen Biotechnologie, Pharma und Chemie in Europa. Das Unternehmen deckt mit den operativen Marken „Pharmaplan“ und „Triplan“ das gesamte Dienstleistungsspektrum ab, von Engineering über Beschaffung, Bauleitung bis hin zur Validierung. Exyte wird TTP mit seinen eigenen Aktivitäten im Bereich Biopharma und Life Sciences in Europa kombinieren, um eine noch engere Partnerschaft mit den schnell wachsenden europäischen Biotechnologie- und Pharmasektoren aufzubauen. Die Transaktion festigt Exytes Position als globaler Akteur im Pharmamarkt, und stärkt sowohl Präsenz als auch Leistungsfähigkeit des Unternehmens in Europa.

RKI meldet 2024 zweithöchsten Stand von FSME-Fällen

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist für 2024 bisher 588 Fälle der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus [1]. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde damit der zweithöchste Stand von FSME-Fällen seit Beginn der Aufzeichnungen gemeldet; nur im Jahr 2020 wurden mehr Infektionen übermittelt [1]. Das Risiko beschränkt sich längst nicht mehr auf den Süden Deutschlands: Inzwischen zählen auch einzelne Stadt- bzw. Landkreise im Norden und Osten zu den 180 Risikogebieten in Deutschland [2]. Gleichzeitig sorgen milde Durchschnittstemperaturen im Zuge des Klimawandels dafür, dass Zecken hierzulande häufiger auch in den Herbst- und Wintermonaten aktiv sind [3]. Die FSME-Vorsorge wird daher in Deutschland zunehmend wichtiger. Forscher prognostizierten bereits zu Jahresanfang neue FSME-Höchstwerte, da sie besonders viele Zecken erwarteten [4]. Bereits mit Ablauf des Septembers wurden dieses Jahr deutlich mehr FSME-Fälle als im gesamten Jahr 2023 verzeichnet [1]. „FSME ist zunehmend ein bundesweites… 

Jahrestagung 2024 der Deutschen Borreliose-Gesellschaft e.V.

Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft e.V. veranstaltet ihre Jahrestagung zum Thema „Borreliose und Co-Infektionen in der Post-Covid-Ära“. Dazu wurden nationale und internationale Experten eingeladen, die zu Themen rund um Borreliose und zusammenhängende Infektionen sprechen werden. Adressaten sind Allgemeinmediziner, Internisten, Orthopäden, Augenärzte, Zahnärzte, Neurologen und Psychologen und nicht zuletzt Infektiologen, aber auch alle Mediziner, die sich für Borreliose interessieren. Vorträge halten u.a. Prof. Garth Ehrlich, Mikrobiologe & Infektiologe von der Drexel University, Philadelphia, PA, USA sowie Prof. Dr. Heinz Mehlhorn, Zoologe & Biologe vom Lehrstuhl für Biologie der Universität Düsseldorf und viele weitere Experten und Mediziner. Die Veranstaltung ist von der LÄK Hessen mit 12FP bewertet und als ärztliche Fortbildung anerkannt. Die Tagung findet in Frankfurt/Höchst statt, Freitag & Samstag, 22. & 23.11.2024. Das Vortragsprogramm, Veranstaltungsort, Details und die Anmeldung finden Sie online unter https://jt.borreliose-gesellschaft.de

Mindestmengen wirken bei Versorgung von Brustkrebs und Lungenkrebs 

Die Anhebung der Mindestmengen für die Behandlung von Brust- und Lungenkrebs führt 2025 zu einer deutlichen Konzentration der Versorgung auf Krankenhaus-Standorte mit viel Routine bei den jeweiligen Eingriffen, die laut Studien auch bessere Behandlungsergebnisse vorweisen können. Nach der heute veröffentlichten Mindestmengen-Transparenzkarte der AOK wird die Zahl der an Lungenkrebs-Behandlung beteiligten Krankenhaus-Standorte von bundesweit 169 in diesem Jahr auf 144 im kommenden Jahr sinken (minus 15 Prozent). Die Zahl der Kliniken, die eine Erlaubnis zur Durchführung von Brustkrebs-Operationen erhalten, reduziert sich von 425 auf 393 (minus 8 Prozent). Auch bei komplexen Operationen an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein starker Konzentrationsprozess erkennbar. Die Mindestmengen für die Behandlung von Brustkrebs (50 Fälle pro Jahr) und Lungenkrebs (40 Fälle pro Jahr) waren erst in diesem Jahr neu eingeführt worden. Sie werden nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im kommenden Jahr auf 100 Fälle… 

Positionspapier der DGKL und der DIVI zu den Anforderungen an die Laboratoriumsmedizin in der Intensiv- und Notfallmedizin

Zusammenfassung Hintergrund und Ziele Die zeitgerechte Bestimmung und Bewertung von Laborparametern bei Patienten mit akuten lebens- oder organbedrohlichen Erkrankungen und Erkrankungszuständen in der Notaufnahme oder auf Intensivstationen kann für die Diagnosestellung, den Therapiebeginn und das Ergebnis essenziell sein. Ziel des Positionspapiers ist es, die zeitlichen Anforderungen an die Bereitstellung von labormedizinischen Ergebnissen in der Notfall- und Intensivmedizin zu definieren. Aus der Dringlichkeit lassen sich Anforderungen an Point-of-Care-Testung (POCT) und (zentrales) Labor ableiten. Methodik Expertengruppen aus der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) entwickelten unter Nutzung von nationalen und internationalen Leitlinien, Reviewartikeln und Originalarbeiten eine Einteilung zur Dringlichkeit von Laborbestimmungen sowie Empfehlungen zu den erforderlichen Rahmenbedingungen und zur Qualitätssicherung. Ergebnisse Es werden 3 Stufen der Dringlichkeit für die Bestimmung der gängigsten Laborparameter anhand der Turnaround Time definiert: Notfall 1,…