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Politik bringt HIV/Aids-Prävention in Gefahr

Kürzungen öffentlicher Mittel bedrohen an immer mehr Orten die erfolgreiche HIV- und Aids-Prävention in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen und Berlin sind drastische Einschnitte angekündigt. Auch in anderen Bundesländern sowie in vielen Kommunen gehen die Mittel faktisch stark zurück, weil steigende Lohnkosten und Inflation erneut nicht ausgeglichen werden. In Sachsen und Thüringen besteht für Aidshilfen durch die politische Übergangssituation eine völlige Ungewissheit bezüglich des kommenden Jahres. In Nordrhein-Westfalen sind im Aidshilfe-Bereich Kürzungen von 1,5 Millionen Euro geplant, das ist mehr als ein Drittel der bisherigen Mittel. Bedroht ist zum Beispiel Aufklärungsarbeit für Jugendliche. Geplante Kürzungen in Berlin betreffen auch Aidshilfe- und Drogenhilfe-Organisationen. Auch Hilfsangebote für diskriminierte Minderheiten wie queere Menschen sind von den Einsparungen bedroht, queere Jugendzentren müssten schließen – was fatale Folgen für die Prävention haben würde. Von den Kürzungen des Berliner Senats wären auch die Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung… 

Blockierung von ESRRG tötet Retinoblastomzellen

Trotz jahrzehntelanger medizinischer Fortschritte verlieren Kinder, die an dem kindlichen Augenkrebs Retinoblastom erkranken, oft ihr Augenlicht oder ein Auge, da es an spezifischen, gezielten Therapien mangelt und die molekularen Grundlagen des Krebses unzureichend verstanden werden. Nun haben Forscher der UT Southwestern und der University of Miami entdeckt, dass ein Molekül – der Östrogen-verwandte Rezeptor Gamma oder ESRRG – hyperaktiv wird und das Überleben von Tumorzellen bei Retinoblastomen fördert. Die Blockierung von ESRRG, so berichtete das Team in  Science Advances , tötet Retinoblastomzellen. „Unsere Entdeckung könnte zu innovativen neuen Behandlungsmethoden für diese Krebsart führen, die sich die Abhängigkeit des Retinoblastoms von ESRRG zunutze machen“, sagte Studienleiter  J. William Harbour, MD , Lehrstuhlinhaber und Professor für Augenheilkunde an der UT Southwestern. Bevor er letztes Jahr an die UTSW kam, war Dr. Harbour stellvertretender Lehrstuhlinhaber für translationale Forschung am Bascom Palmer Eye Institute… 


First Patient Dosed in Phase III ZIRCON-CP Trial of TLX250-CDx for Kidney Cancer Imaging in Chinese Patients

Telix Pharmaceuticals Limited (ASX: TLX; Nasdaq: TLX, Telix, the Company) and Grand Pharmaceutical Group Limited (00512.HK, Grand Pharma) today announce that a first patient has been dosed in the Phase III ZIRCON-CP trial of TLX250-CDx positron emission tomography (PET) imaging of clear cell renal cell carcinoma (ccRCC). The patient was successfully dosed and imaged at Beijing Cancer Hospital in Beijing, China. ZIRCON-CP is a multi-centre Phase III registration trial in China intended to bridge to Telix’s global Phase III ZIRCON trial, which met all co-primary and secondary endpoints, including showing 86% sensitivity and 87% specificity, and a mean positive-predictive value (PPV) of 93% for ccRCC[1]. The trial, which will enrol up to 82 patients, is being conducted in collaboration with the Company’s strategic partner for the Greater China region, Grand Pharma, to demonstrate that the diagnostic utility of TLX250-CDx is… 

Knochenaufbau während der Stillzeit

Aktuelle Forschungsergebnisse einer kalifornischen Arbeitsgruppe (1) haben anhand von Mausmodellen einen erstaunlichen Mechanismus entdeckt, der es der Mutter ermöglicht, den Knochenverlust während der Laktation schnell zu kompensieren. Spezielle Nervenzellen (ARCKiss1-Neurone) im Hypothalamus, einer Region im Zwischenhirn, setzen ein neu entdecktes osteoanaboles Hormon namens CCN3 frei, das die Knochenbildung stark fördert. Während der Laktation steigt die Produktion von CCN3, was zu einer Steigerung der Knochendichte und einer Verbesserung der Knochenheilung führt. Diese verbesserte Knochenregeneration konnte im Rahmen der Studie auf eine vermehrte Zahl und Aktivität von Skelettstammzellen zurückgeführt werden. In der Rubrik Clinical Implications of Basic Research im New England Journal of Medicine (2) ordnet Prof. Lorenz Hofbauer, Professor für Endokrinologie und Altersmedizin von der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, die klinische Translation und das therapeutische Potenzial ein. „Diese Entdeckung bietet einen faszinierenden neuen Ansatz, um die Regulation… 

Test zum Nachweis von Bakterien in Flüssigkeiten von Wasser bis Urin

Ein neuartiger Test zum Nachweis von Bakterien in Flüssigkeiten ermöglicht die einfache Feststellung der Anwesenheit krankheitserregender Erreger durch die Beobachtung einer Farbänderung und verspricht damit wesentlich einfachere Diagnosetests und eine höhere Lebensmittelsicherheit. Ingenieure und Biochemiker der McMaster University haben ihre Fähigkeiten gebündelt, um es ungeschulten Anwendern zu ermöglichen, Verunreinigungen in Flüssigkeiten mithilfe eines Biogeltests zu bestätigen, der bei Vorhandensein von Bakterien wie E. coli, Listerien und anderen häufigen Testzielen seine Farbe ändert. Der Test verwendet in das Gel eingebettete harmlose Bakteriophagen, um Zielbakterien in einer Flüssigkeitsprobe wie Seewasser, Urin oder einem Behälter mit Milch selbst in geringen Konzentrationen zu lokalisieren. Bakteriophagen sind die häufigste Lebensform auf der Erde. Jede Bakteriophagenform ist darauf spezialisiert, eine bestimmte Bakterienform zu zerstören. Bei dem Test finden und attackieren Phagen – wie sie umgangssprachlich genannt werden – die Zielbakterien in einer Probe, wodurch die Bakterien… 

Bericht: Lauterbach verhinderte Herabstufung des Corona-Risikos

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) soll einem Medienbericht zufolge im Frühjahr 2022 dem Robert-Koch-Institut (RKI) monatelang verwehrt haben, die Corona-Risikoeinschätzung herabzustufen. Wie WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung interne E-Mails ab Februar 2022 zwischen ihm und dem damaligen RKI-Chef Lothar Wieler schreiben, gab es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Minister und dem Institut zum Risiko. So […] Bericht: Lauterbach verhinderte Herabstufung des Corona-Risikos

Neuralink: The Promise and Perils of Brain-Computer Interfaces

In a groundbreaking development, Neuralink, Elon Musk’s neurotechnology venture, has successfully implanted its first brain chip in a human subject. The recipient, a 29-year-old paralyzed man, marks a significant milestone in the company’s mission to merge human cognition with artificial intelligence[2] Medical Applications and Potential Benefits The primary focus of Neuralink’s technology lies in helping individuals with paralysis control external devices through thought alone. The company’s latest implant, dubbed „Telepathy,“ features 3,072 electrodes and is significantly more advanced than traditional devices like the Utah array, which contains only 100 electrodes[2]. This technology could potentially restore mobility and communication abilities for people with disabilities, allowing them to control computers, send emails, and manage daily tasks independently[4]. Technical Innovations and Challenges Neuralink’s device is implanted using a specialized robot that inserts polymer threads containing multiple electrodes. While this represents a technological leap… 

Klagewelle wegen Corona-Impfschäden nimmt weltweit Fahrt auf

Die Klagewelle wegen Corona-Impfschäden nimmt weltweit Fahrt auf. In den USA wurden bis November 2024 über 13.500 Klagen im Rahmen des COVID-19 Countermeasures Injury Claims Program (CICP) eingereicht, davon betrafen 10.449 Fälle direkte Impfschäden[2]. Das CICP hat sich dabei als wenig effektiv erwiesen – von den fast 13.000 eingereichten Anträgen wurden in 15 Jahren nur 34 positiv beschieden[12]. In Großbritannien haben bis August 2024 knapp 14.000 Menschen Entschädigungsanträge wegen mutmaßlicher Impfschäden gestellt[4]. Die britische Regierung hat bereits in 175 Fällen Zahlungen geleistet, wobei 97% der erfolgreichen Anträge den AstraZeneca-Impfstoff betrafen[4]. Die Einmalzahlung beträgt dabei 120.000 Pfund. Allerdings wurden über 5.500 Anträge abgelehnt und nur 12 erfolgreiche Widersprüche eingelegt[4]. Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting erwägt nun die Einrichtung eines speziellen Entschädigungsprogramms für AstraZeneca-Geschädigte, ähnlich dem Programm für Opfer des Blutskandals[11]. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass AstraZeneca in Gerichtsdokumenten erstmals eingeräumt… 

Novartis schafft Länderpräsidenten ab

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis setzt einen weiteren markanten Schritt in seiner Unternehmensreorganisation. Die traditionelle Position des Schweizer Länderpräsidenten wird abgeschafft, und der bisherige Amtsinhaber Marc-André Mächler verlässt das Unternehmen nach mehr als zwei Jahrzehnten Betriebszugehörigkeit. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Konzerns. Die Verantwortlichkeiten des Länderpräsidenten werden künftig auf verschiedene Führungskräfte verteilt, wobei die einzelnen Geschäftsbereiche direkt an ihre jeweiligen globalen Vorgesetzten berichten werden. Die Umstrukturierung betrifft auch die Kommunikationsabteilung. Während die externe Kommunikation weiterhin von der Schweiz aus gesteuert wird, werden andere Kommunikationsfunktionen neu in die globale Organisation eingegliedert. Novartis betont, dass die Schweiz als Hauptsitz und Innovationsstandort weiterhin von zentraler Bedeutung bleibt. Das Unternehmen beschäftigt hierzulande rund 11’600 Mitarbeiter und hat erst kürzlich bedeutende Investitionen in den Standort Basel angekündigt. Diese organisatorische Veränderung folgt dem Trend zur Verschlankung der Konzernstruktur, den CEO Vas Narasimhan seit seinem… 

Labormedizin in Deutschland. Credits: LabNews Media LLC

RiliBÄK revolutioniert die Qualitätssicherung in der Labormedizin

Die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK) erfährt aktuell eine bedeutende Erweiterung. Die bisher auf Laboruntersuchungen fokussierte Richtlinie soll nun auch die Pathologie einschließen, wie am 15. April 2024 vom Beirat der RiliBÄK gemeinsam mit Vertretern der Pathologie beschlossen wurde[1]. Diese Entwicklung markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der RiliBÄK, die seit ihrer ersten Einführung 1971 die Qualitätsstandards in der Labormedizin maßgeblich geprägt hat. Die letzte große Aktualisierung erfolgte am 30. Mai 2023 und brachte signifikante Verschärfungen der Qualitätsanforderungen mit sich[1]. Besonders bemerkenswert sind die neuen Präzisionsanforderungen bei der Glukosemessung. Die maximal zulässige Abweichung wurde von 11% auf 5% reduziert[1]. Diese Verschärfung ist von großer klinischer Relevanz, da präzise Glukosemessungen für die Diabetesdiagnostik und -therapie essentiell sind. Die RiliBÄK gliedert sich in einen allgemeinen Teil A mit grundlegenden Qualitätsanforderungen sowie fünf spezielle B-Teile, die verschiedene Bereiche der…