Laborbefund und Diagnose: Blutwerte der Sepsis
Die Diagnose einer Sepsis stützt sich auf verschiedene Laborwerte, die eine entscheidende Rolle bei der Früherkennung und Verlaufskontrolle spielen. Zentrale Laborparameter Procalcitonin (PCT) ist der empfindlichste Marker für die Sepsis-Diagnostik. PCT-Werte unter 0,5 ng/mL schließen eine schwere Sepsis weitgehend aus, während Werte über 2 ng/mL stark auf eine schwere Sepsis oder einen septischen Schock hindeuten[1][4]. Das Blutbild zeigt charakteristische Veränderungen: Eine Leukozytose über 12.000/µl oder eine Leukopenie unter 4.000/µl sind typische Befunde. Auch eine Thrombozytopenie und Anämie können auftreten[7]. Entzündungsmarker Das C-reaktive Protein (CRP) dient als wichtiger Entzündungsmarker. In Kombination mit PCT ermöglicht es die Unterscheidung zwischen einer systemischen Entzündung und einer Sepsis[14]. Interleukin-6 (IL-6) gewinnt besonders in der Neonatologie an Bedeutung. Im Vergleich zu PCT zeigt IL-6 einen schnelleren Anstieg und Abfall, weist jedoch eine geringere Spezifität auf[10]. Organfunktionsparameter Die Beurteilung der Organdysfunktion erfolgt anhand des SOFA-Scores, der verschiedene…
