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Herzkrebs / Herztumor:  Seltene, aber ernste Erkrankung

Was ist Herzkrebs? Herzkrebs, medizinisch als Herztumor bezeichnet, ist eine relativ seltene Erkrankung. Primäre Herztumoren werden bei weniger als 1 von 5000 Menschen bei Autopsien gefunden[8]. Diese Tumoren können sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) sein, wobei gutartige Tumoren deutlich häufiger vorkommen. Etwa zwei Drittel aller Herztumoren sind gutartig und ein Drittel ist bösartig[1]. Bei Herztumoren unterscheidet man zwischen primären und sekundären Tumoren: Symptome und Diagnose Herzkrebs kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, die je nach Lage und Größe des Tumors variieren können: Die Diagnose erfolgt meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie)[5]. Weitere bildgebende Verfahren wie MRT, CT oder PET können zur genaueren Diagnose eingesetzt werden[8]. Wichtig ist auch, ein Blutgerinnsel als Ursache der Beschwerden auszuschließen, bevor die Diagnose eines Herztumors gestellt wird[5]. Behandlungsmöglichkeiten Die Behandlung von Herztumoren hängt maßgeblich davon ab, ob es sich um… 

Harnleiterkrebs: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Harnleiterkrebs, auch als Harnleiterkarzinom oder Urothelkarzinom des Harnleiters bezeichnet, ist eine seltene, aber ernsthafte Erkrankung, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über diese Krebsart, ihre Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Was ist Harnleiterkrebs? Harnleiterkrebs ist das abnormale Wachstum von Zellen auf der Innenauskleidung der Harnleiter. Die Harnleiter sind zwei röhrenförmige Muskelschläuche, die die Nieren mit der Blase verbinden und den Urin transportieren[6]. Diese Krebsart ist relativ selten – pro Jahr erkranken etwa 2 von 100.000 Menschen in Deutschland neu daran[1]. Interessanterweise erhöht Harnleiterkrebs das Risiko für Blasenkrebs, da in beiden Organen die gleiche Art von Krebszellen wachsen kann[6]. Die Erkrankung betrifft vorwiegend ältere Menschen. Ursachen und Risikofaktoren Die genaue Ursache von Harnleiterkrebs ist noch nicht vollständig geklärt. Die Erkrankung beginnt, wenn Zellen in den Harnleitern Veränderungen in ihrer DNA erfahren und sich unkontrolliert vermehren[6]. Als Hauptrisikofaktor… 

Blut im Urin – Die wichtigsten Fakten

Blut im Urin, medizinisch als Hämaturie bezeichnet, bedeutet das Vorhandensein vermehrter roter Blutkörperchen (Erythrozyten) in der Ausscheidungsflüssigkeit. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen zwei Formen: Bei der Makrohämaturie ist die Rotfärbung mit bloßem Auge sichtbar und kann von rosa über rot bis zu dunkelrot oder braun reichen. Bei der Mikrohämaturie hingegen lässt sich das Blut nur unter dem Mikroskop oder mittels Schnelltests nachweisen[5][6]. Grundsätzlich können geringe Mengen roter Blutkörperchen (maximal 5 Erythrozyten pro Mikroliter) auch bei gesunden Menschen im Urin vorkommen. Wird dieser Wert überschritten, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen[5]. Mögliche Ursachen Die Ursachen für Blut im Urin sind vielfältig und können auf verschiedene Erkrankungen im Urogenitalsystem hindeuten. Zu den häufigsten Auslösern zählen: Erkrankungen der Harnwege Nierenerkrankungen Geschlechtsspezifische Ursachen Bei Männern können zusätzlich folgende Erkrankungen zu Blut im Urin führen: Bei Frauen können spezifische Ursachen sein: Weitere Ursachen Wann zum Arzt? Bei… 

Blutwerte bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung (Zystitis) gehört zu den häufigsten Infektionen des Harntrakts. Während die Diagnose oft anhand typischer Symptome und einer Urinuntersuchung gestellt wird, können auch Blutwerte wichtige Hinweise liefern. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von Blutwerten bei der Diagnose und Behandlung einer Blasenentzündung. Leukozyten im Blut – der Entzündungsmarker Bei einer Blasenentzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut häufig erhöht[3][10]. Diese Leukozytose ist ein typisches Zeichen für eine Infektion im Körper. Allerdings zeigen die Blutwerte allein nicht die genaue Lokalisierung der Entzündung an, weshalb weitere Untersuchungen für eine präzise Diagnose notwendig sind[2]. Ein erhöhter Leukozytenwert im Blut kann verschiedene Ursachen haben: Weitere relevante Blutwerte Neben den Leukozyten können auch andere Entzündungsparameter im Blut untersucht werden: Wann sind Blutuntersuchungen sinnvoll? Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung ist eine Blutuntersuchung nicht immer erforderlich. Ärzte greifen in folgenden Situationen auf Bluttests zurück: Urinuntersuchung… 

Zunahme der Krebsraten bei Kindern in Europa seit 2021

Key Points Einführung Dieser Bericht untersucht die zunehmenden Krebsraten bei Kindern in Europa seit 2021 und basiert auf verfügbaren Daten von der Europäischen Krebsinformationssystem (ECIS), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Studien. Wir analysieren die Anzahl der neuen Fälle und die Bevölkerungstrends, um Veränderungen in den Inzidenzraten zu verstehen. Schätzungen und Trends Im Jahr 2022 wurden nach ECIS-Schätzungen über 9.000 neue Krebsfälle bei Kindern im Alter von 0-14 Jahren in Europa registriert. Historische Trends zeigen, dass die Inzidenz von Kinderkrebs leicht zugenommen hat, insbesondere in den letzten Jahrzehnten. Da die Kinderbevölkerung in Europa stabil oder leicht rückläufig ist, deutet dies auf eine Zunahme der Inzidenzraten hin. Herausforderungen und Unsicherheiten Es gibt keine spezifischen Daten für 2021, was die Analyse erschwert. Die Schätzungen für 2022 basieren auf Projektionen, und vergleichbare Daten für vorherige Jahre sind begrenzt. Dennoch legt die Forschung nahe, dass… 

FDA Approves Novel Treatment for Hemophilia A or B

The U.S. Food and Drug Administration approved Qfitlia (fitusiran) for routine prophylaxis to prevent or reduce the frequency of bleeding episodes in adult and pediatric patients 12 years of age and older with hemophilia A or hemophilia B, with or without factor VIII or IX inhibitors (neutralizing antibodies).

Rekordschaden durch Betrug im Gesundheitswesen: Krankenkassen verlieren über 200 Millionen Euro

Berlin, 28. März 2025 – Der Betrug im deutschen Gesundheitswesen hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut einem aktuellen Bericht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, entstand den Kassen in den Jahren 2022 und 2023 ein finanzieller Schaden von über 200 Millionen Euro durch kriminelle Machenschaften. Dies ist die höchste Summe, seit die Erfassung solcher Fälle im Jahr 2008 begann. Gefälschte Rezepte als Haupttreiber Besonders alarmierend ist die Entwicklung im Bereich der Arznei- und Verbandsmittel: Hier summierten sich die Schäden auf fast 86 Millionen Euro. Der Hauptgrund sind gefälschte Papierrezepte, mit denen Kriminelle teure Medikamente wie die Abnehmspritze Ozempic oder Schmerzmittel wie Tilidin und Fentanyl abgreifen. Diese werden oft kostenlos über Apotheken bezogen und anschließend auf dem illegalen Markt weiterverkauft – ein lukratives Geschäft für die Täter. So kostet beispielsweise das Krebsmedikament Lonsurf in Online-Apotheken… 

Internationaler Austausch in Aachen: DGU begrüßt Militärchirurgen und ukrainische Delegation auf dem ECTES

Aachen, 28. März 2025 – Vom 13. bis 15. April 2025 öffnet der 24. Europäische Kongress für Trauma- und Notfallchirurgie (ECTES) in Aachen seine Tore. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erwartet internationale Militärchirurgen sowie eine große ukrainische Delegation. Unter der Schirmherrschaft der European Society for Trauma and Emergency Surgery (ESTES) steht die Veranstaltung im Zeichen globaler Zusammenarbeit und aktueller Herausforderungen. „Die veränderte Sicherheitslage in Europa und ihre Auswirkungen auf die medizinische Versorgung sind zentrale Themen“, erklärt ECTES-Präsident Prof. Dr. Frank Hildebrand, zugleich 2. Vizepräsident der DGU. In Sitzungen mit der Bundeswehr, europäischen Militärpartnern, den BG Kliniken und dem TraumaNetzwerk DGU werden Lösungen diskutiert. Ukraine im Fokus: Erfahrungsaustausch für ein modernes Traumamanagement Besonders im Blickpunkt steht die ukrainische Delegation. Seit Beginn des Krieges unterstützt die DGU die Versorgung ukrainischer Schwerverletzter in Deutschland, gestützt auf das TraumaNetzwerk DGU®. Prof. Mykola Ankin,… 

Terahertz-Bildgebung: Ein Durchbruch in der nicht-invasiven Cochlea-Visualisierung

Forscher haben eine bahnbrechende Anwendung der Terahertz-Bildgebung (THz) zur Visualisierung von Cochlea-Strukturen in Mäusen entdeckt, die eine nicht-invasive, hochauflösende Diagnose ermöglicht. Durch die Erstellung von 3D-Rekonstruktionen eröffnet diese Technologie neue Möglichkeiten für die Diagnose von Hörverlust und anderen Erkrankungen. Die THz-Bildgebung könnte zu miniaturisierten Geräten wie THz-Endoskopen und Otoskopen führen, die die Diagnose von Hörverlust, Krebs und mehr revolutionieren. Mit dem Potenzial, die Diagnosegeschwindigkeit, die Genauigkeit und die Ergebnisse für den Patienten zu verbessern, könnte die THz-Bildgebung die medizinische Praxis verändern. Um das Potenzial der Terahertz-Bildgebung (THz) für die Visualisierung von Cochlea-Strukturen zu untersuchen, haben Forscher um Associate Professor Kazunori Serita von der Waseda University, zusammen mit den Professoren Takeshi Fujita und Akinobu Kakigi von der Universität Kobe sowie den Professoren Masayoshi Tonouchi und Luwei Zheng von der Universität Osaka eine mikrometergroße THz-Punktquelle, um die innere Struktur der Cochlea der… 

Digitale PCR kann zuverlässig bestimmen, ob Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie in Remission die medikamentöse Behandlung erfolgreich absetzen können

Philadelphia, 27. März 2025 – Forscher haben herausgefunden, dass die klinische Anwendung von BCR::ABL1 digitaler PCR eine stabile tiefe molekulare Remission der chronischen myeloischen Leukämie (CML) zuverlässig quantifizieren kann, was dabei helfen wird, zu bestimmen, bei welchen Patienten die chronische medikamentöse Behandlung möglicherweise eingestellt werden kann. Dieses für die CML einzigartige Transkript ist empfindlicher und genauer als der derzeitige Standard, die quantitative Echtzeit-PCR (RT-qPCR), um ultraniedrige Werte der leukämischen Restkrankheit zu erkennen. Die Ergebnisse werden in einer Studie in The Journal of Molecular Diagnostics, veröffentlicht von Elsevier, vorgestellt. Studienleiter Peter E. Westerweel, MD, PhD, Abteilung für Innere Medizin, Albert-Schweitzer-Krankenhaus, Dordrecht, Niederlande, sagt: „In unserer Forschung zeigen wir, dass die digitale PCR für BCR::ABL eine ausreichend hohe Sensitivität bei fast allen (97 %) Proben von Patienten in tiefer molekularer Remission erreicht. Das molekulare Ziel wurde bei zwei Dritteln der Patienten nachgewiesen, die unterhalb der Nachweisgrenze der Standard-RT-qPCR-Technik…