Wenn schützende Lipide abnehmen, steigen die Gesundheitsrisiken
Neue Forschungsergebnisse von Weill Cornell Medicine haben einen überraschenden Grund für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Adipositas und Diabetes entdeckt: nicht das Vorhandensein bestimmter Fette, sondern deren Unterdrückung. Die am 25. Februar in Nature Communications veröffentlichte Studie widerlegt die gängige Annahme, dass sich Ceramide, eine Fettart, in den Blutgefäßen anreichert und dort Entzündungen und Gesundheitsrisiken verursacht. Stattdessen zeigen die Ergebnisse, dass ein Rückgang der Ceramide in den Endothelzellen der Blutgefäße schädlich sein und chronische Erkrankungen verursachen kann. Ironischerweise könnten diese Erkenntnisse letztlich zu Therapien führen, die einen hohen Spiegel dieser schützenden Lipide bei Adipositas-Patienten aufrechterhalten. Ceramide kommen im gesamten Körper und im Endothel, der dünnen Auskleidung der Blutgefäße, vor. Diese wachsartigen Lipide regulieren den Gefäßtonus, indem sie die Gefäße erweitern oder verengen und so den Blutdruck regulieren. Sie tragen außerdem zur Vorbeugung von Blutgerinnseln bei und sorgen dafür, dass das Blut ungehindert durch das weitverzweigte System der…
