Blutuntersuchungen bei Alzheimer – die aktuelle Übersicht
Die medizinische Diagnostik von Alzheimer hat in den letzten Jahren durch neuartige Blutuntersuchungen bedeutende Fortschritte gemacht. Während die Diagnose traditionell auf bildgebenden Verfahren (wie PET) oder der Untersuchung von Nervenwasser (Liquor) beruhte, ermöglichen neue Bluttests eine weniger invasive, kostengünstigere und zunehmend präzise Früherkennung der Erkrankung. Aktuell verfügbare Blutuntersuchungen bei Alzheimer 1. Nachweis von phosphorylierten Tau-Proteinen (p-Tau)Im Zentrum der modernen Blutdiagnostik stehen verschiedene Formen des Tau-Proteins, insbesondere phosphoryliertes Tau (p-Tau). Vor allem die Varianten p-Tau217, p-Tau181 und p-Tau231 haben sich als vielversprechende Biomarker etabliert. Diese Proteine sind im Blut von Alzheimer-Patienten erhöht und korrelieren mit der Amyloid-Pathologie sowie dem kognitiven Status. Besonders p-Tau217 zeigt eine hohe Spezifität und Sensitivität für die Alzheimer-Diagnose und eignet sich auch zur Risikostratifizierung bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI)[5][7][2]. Die Messung kann automatisiert erfolgen und ermöglicht ein Therapiemonitoring, da sich die Werte unter bestimmten Therapien…
