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Was Pharma und Biotech von Merz erwarten können

Die Erwartungen der Pharmaindustrie an die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz sind hoch und vielschichtig. Nach Jahren politischer Unsicherheit, stockender Reformen und wachsender Herausforderungen im Gesundheitswesen steht die Branche vor einem potenziellen Wendepunkt. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, vorgestellt im April 2025, sowie erste Äußerungen und Personalentscheidungen der Regierung Merz geben einen klaren Rahmen vor, was die Pharmaindustrie in den kommenden Jahren erwarten kann – und wo weiterhin Unsicherheiten bestehen. Standortförderung und Innovationspolitik Die neue Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Deutschland zum weltweit innovativsten Standort für Pharma, Chemie und Biotechnologie zu machen. Dies soll durch eine „Chemieagenda 2045“ erreicht werden, die gemeinsam mit Ländern, Unternehmen und Gewerkschaften entwickelt wird. Zentrale Elemente sind die Weiterentwicklung der Nationalen Pharmastrategie, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Arzneimittelentwicklung, Wirkstoffproduktion und die Herstellung von Medizinprodukten[1]. Die Innovationsförderung steht dabei im Vordergrund. Die… 

Mobiles, kostengünstiges Arsen-Nachweisgerät für sauberes Wasser

Forscher am Indian Institute of Technology (IIT) Jodhpur haben ein neues, kostengünstiges mobiles Gerät zur Erkennung von Arsenkontaminationen in Wasserquellen entwickelt und begegnen damit einer kritischen Bedrohung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Das neue Gerät wurde in der Fachzeitschrift Nanotechnology von IOP Publishing veröffentlicht und bietet eine kostengünstige Lösung zur Überwachung der Wasserqualität vor Ort. Dies ist besonders nützlich in einkommensschwachen Regionen, in denen der Zugang zu sauberem Trinkwasser eine große Herausforderung darstellt. Der Sensor ist der erste, der vor Ort präzise und wiederholbare Ergebnisse liefert, ohne dass komplexe Laborgeräte oder Fachkräfte erforderlich sind. Arsenverunreinigungen im Wasser stellen eine ernste Gesundheitsgefahr dar und verursachen selbst in sehr geringen Konzentrationen Krankheiten wie Hautkrebs und andere gesundheitliche Probleme. Schätzungsweise? sind jährlich fast 43.000 Todesfälle 1 ?auf chronische Arsenbelastung zurückzuführen. Herkömmliche Methoden zum Nachweis von Arsen im Wasser, wie spektroskopische und… 

AAAS-CEO sagt in Senatsanhörung zu biomedizinischen Innovationen aus

Sudip S. Parikh sagte am Mittwoch, dem 30. April, als überparteilicher Zeuge vor dem Haushaltsausschuss des Senats zu einer Anhörung zur biomedizinischen Forschung in den USA aus. Dr. Parikh wurde von drei weiteren Führungskräften und einem Patientenvertreter begleitet, um die Bedeutung der amerikanischen Unterstützung und Finanzierung der biomedizinischen Forschung zu betonen. In seiner schriftlichen Aussage bezeichnet Dr. Parikh das in den USA entwickelte Ökosystem der biomedizinischen Forschung als den „größten Motor für Entdeckungen im Dienste der Gesundheit, den die Welt je gesehen hat“, räumte jedoch einige Mängel in der Umsetzung ein. Trotz aller Verbesserungspotenziale machte er jedoch – auch in Antworten auf Fragen von Abgeordneten – deutlich, dass die jüngsten Budgetkürzungen und die Gerüchte über die Haushaltsvorschläge der aktuellen Regierung für 2026 erhebliche Bedenken aufwerfen, die das Innovationsökosystem des Landes und damit die Gesundheit des Landes irreparabel schädigen könnten. „Das… 

Graphic Novel zur Entscheidung bei der Organ- und Gewebespende

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Katholische Krankenhausverband Deutschland e. V. (KKVD) starten heute die gemeinsame Aktion zur Graphic Novel „Ein neues Herz für Hubert K. – Organspende: Verstehen. Entscheiden. Dokumentieren“ im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis in Köln. Die Graphic Novel erzählt Hubert Knickers wahre Geschichte. Nach einem Mückenstich erkrankt er schwer, lebt mit einem Kunstherz und wartet schließlich auf ein Spenderorgan. Die Geschichte zeigt, was es bedeutet, in dieser Situation zu sein – und wie existenziell eine getroffene Entscheidung zur Organspende sein kann. Das Comic-Format spricht Menschen direkt an, regt Gespräche mit Familie, dem Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen an und bietet einen leicht verständlichen Einstieg in ein komplexes Thema.

Desaster Kanzlerwahl: Merz ohne Mehrheit im Bundestag – was folgt

Friedrich Merz hat im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit im Bundestag auf sich vereinigen können . Die Frage ist daher: Muss der Kanzler mit absoluter Mehrheit der Stimmen im Bundestag gewählt werden? Ja, der Bundeskanzler muss im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Bundestages gewählt werden. Das bedeutet, der Kandidat benötigt mehr als die Hälfte aller Bundestagsabgeordnetenstimmen – bei derzeit 630 Abgeordneten also mindestens 316 Stimmen. Diese Mehrheit wird auch als „Kanzlermehrheit“ bezeichnet[1][2][8][13]. Kommt diese absolute Mehrheit im ersten Wahlgang nicht zustande, hat der Bundestag 14 Tage Zeit, in beliebig vielen Wahlgängen erneut eine Person mit absoluter Mehrheit zu wählen. Erst wenn auch in dieser Frist niemand die absolute Mehrheit erreicht, genügt im dritten Wahlgang die relative Mehrheit, also die meisten Stimmen. In diesem Fall kann der Bundespräsident entscheiden, ob er die Person mit relativer Mehrheit… 

Elsevier adds half a million records from ClinicalTrials.gov to Embase

Elsevier, a global leader in information and analytics, is announcing the addition of half a million records from ClinicalTrials.gov to its leading biomedical literature database, Embase. The integration will enable researchers to seamlessly view high-quality information on clinical research studies and their results alongside the peer-reviewed literature, in-press publications and conference abstracts already available in Embase. Researchers will be able to conduct more comprehensive evidence and literature searches while having the confidence they will never miss important updates relevant to their drug, therapy, or medical device. Clinical trials data is a vital component of biomedical literature search, helping pharmaceutical and medical device companies stay informed about the latest scientific advancements, regulatory requirements, and competitive insights to support evidence-based decision-making. However, gathering data from multiple sources is currently prone to errors and is time-consuming, such as the duplication of search results,… 

Fraunhofer-Projekt entwickelt DNA-basierte Speicherlösung für Datenflut

Im Projekt BIOSYNTH arbeiten drei Fraunhofer-Institute an einer Mikrochip-Plattform für künftige Massendatenspeicher auf Basis synthetischer DNA. Angesichts der weltweit wachsenden Datenmenge, die bis 2027 voraussichtlich 284 Zettabyte erreichen wird, stoßen traditionelle Speicherlösungen an ihre Grenzen. DNA bietet eine platzsparende, ressourcenschonende und energieeffiziente Alternative für die Langzeitarchivierung von Daten, auf die selten zugegriffen wird. Die Plattform ermöglicht die Hochdurchsatz-Synthese von DNA, RNA und Peptiden. Binäre Daten werden in Sequenzen der Nukleotide Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin übersetzt und in synthetische DNA-Stränge kodiert. Um Fehler im Syntheseprozess zu minimieren, nutzen die Forschenden On-Chip-Monitoring und spezielle Algorithmen, die eine fehlerfreie Datenabbildung gewährleisten. Die Mikrochip-Plattform kombiniert CMOS-integrierte Steuerelektronik, miniaturisierte Reaktionszellen, Mikroheizungen, organische Leuchtdioden und Photodioden. Jede Reaktionszelle fungiert als thermisch gesteuerter Mini-Bioreaktor, dessen Syntheseprozess optisch überwacht wird, um die Reaktionsqualität sicherzustellen. Neben der Datenspeicherung soll die Plattform Anwendungen in der Biologie, Biochemie, Umwelttechnologie und… 

Neue Erkenntnisse zur Wirkungsweise eines Parkinson-Wirkstoffs ebnen Weg für gezielte Therapien

Die Forschungsgruppe um Malte Gersch am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund hat die Wirkungsweise eines vielversprechenden Wirkstoffs gegen Parkinson und chronische Niereninsuffizienz entschlüsselt. Durch innovative Protein-Ingenieurskunst konnte das Team die Interaktion eines Hemmstoffs mit dem mitochondrialen Protein USP30 aufklären, das eine zentrale Rolle bei der Parkinson-Erkrankung spielt. Diese Erkenntnisse legen den Grundstein für die Entwicklung gezielter Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen und andere Krankheitsbilder. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer und führt durch den Verlust von Nervenzellen im Hirnstamm zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin. Typische Symptome sind zitternde Bewegungen und verminderte Muskelkraft. Eine ursächliche Behandlung gibt es bisher nicht, lediglich symptomatische Therapien sind verfügbar. Die Forschung setzt daher auf neue Wirkstoffe, die geschädigte Nervenzellen regenerieren und den Zellverlust stoppen könnten. Ein vielversprechender Ansatzpunkt ist die Qualitätskontrolle der Mitochondrien, der zellulären Kraftwerke, die besonders für die energieintensiven Nervenzellen… 

Long COVID Symposium erforscht Langzeitfolgen der Multisystemerkrankung

Am 9. Mai 2025 findet das 2. Long COVID Symposium der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) im Senckenberg Museum in Frankfurt am Main statt. Unter dem Motto „Organ- und krankheitsübergreifend denken“ vernetzen die DZG ihre fachspezifische Forschung, um Long COVID als Multisystemerkrankung besser zu verstehen und neue Ansätze für Diagnostik, Therapie und Vorsorge zu entwickeln. Das Symposium beleuchtet die Auswirkungen von Long COVID auf verschiedene Organsysteme und das Leben der Betroffenen. Themen umfassen Herz-Kreislauf-Probleme durch endotheliales Versagen und Thromboinflammation, metabolische Störungen, chronische Entzündungen, neurologische Beeinträchtigungen wie kognitive Defizite, psychische Belastungen, Schlafstörungen, Lungen- und Atemwegserkrankungen sowie immunologische Langzeitfolgen. Besondere Aufmerksamkeit gilt Kindern und Jugendlichen mit multisystemischen Entzündungssyndromen nach COVID-19. Zudem werden vom Bund geförderte Long-COVID-Forschungsprojekte vorgestellt. Die Veranstaltung fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit, um die komplexen Krankheitsmechanismen zu entschlüsseln und individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln. Eine abschließende Podiumsdiskussion mit Vertretern der DZG, der… 

Neue Methode identifiziert Bakterien in Minuten

Forschende der Technischen Universität München und des Imperial College London haben eine Methode entwickelt, die Bakterien in Gewebe- und Stuhlproben innerhalb weniger Minuten nachweist. Mit Massenspektrometrie werden spezifische Stoffwechselprodukte von Bakterien direkt identifiziert, wodurch die bisherige Diagnosezeit von Tagen auf Minuten verkürzt wird. Traditionelle Verfahren erfordern zeitaufwendige Bakterienkulturen, bevor eine Behandlung beginnen kann. Die Methode basiert auf einer Datenbank mit 232 medizinisch relevanten Bakterienspezies, darunter Erreger von Magenkrebs, Lungen- und Hirnhautentzündungen, Frühgeburten, Gonorrhö oder Blutvergiftungen. Aus den Stoffwechselprodukten dieser Bakterien werden Biomarker abgeleitet, die eine schnelle Detektion ermöglichen. Der Ansatz sucht nicht direkt nach den Bakterien, sondern nach ihren Stoffwechselprodukten, was den Nachweis erheblich beschleunigt. Die Methode verspricht Fortschritte in der personalisierten Medizin, da sie präzise, individuell abgestimmte Therapien ermöglicht und die Erfolgschancen von Behandlungen steigert. Um die Technologie in der klinischen Praxis etablieren zu können, muss die Datenbank weiter…