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KI-Revolution in der Genforschung: Neuer Ansatz am PSI

Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) und Partnerinstitute haben eine künstliche Intelligenz namens Image2Reg entwickelt, die genetische Störungsmuster in Zellbildern erkennt. Die in Cell Systems veröffentlichte Studie unter Leitung von G.V. Shivashankar (PSI/ETH Zürich) und Caroline Uhler (MIT/Broad Institute) zeigt einen kostengünstigen Ansatz, der die Medikamentenentwicklung für Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer vorantreiben könnte.Image2Reg analysiert mikroskopische Zellkernbilder nach Hoechst-Färbung, um Veränderungen in der Chromatinstruktur – der DNA-Verpackung – zu erkennen. Ein Convolutional Neural Network (CNN) wurde mit fast einer Million Einzelzellbildern trainiert, um subtile Muster zu identifizieren, die auf Genaktivitäten hinweisen. Parallel erstellt die KI ein zelltypspezifisches Netzwerk aus Proteininteraktionen und Genexpressionsdaten, das die Beziehungen zwischen Genen beschreibt. Beide Ebenen werden mittels eines Neural Tangent Kernel (NTK) verknüpft, um Genveränderungen sichtbar zu machen.Im Test erkannte die KI mit 26 Prozent Genauigkeit, welches von 41 Genen verändert war – weit über… 

Hybride Nachsorge für junge Krebspatienten: INSPIRE-App startet 2025

Ein Forschungsteam der Universitäten Duisburg-Essen und Münster hat ein innovatives Nachsorgeprogramm für junge Erwachsene nach einer Krebserkrankung entwickelt. Das Projekt, geleitet von Prof. Dr. Eva-Maria Skoda, PD Dr. Miriam Götte, Prof. Dr. Uta Dirksen (Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Annalen Bleckmann (Münster), kombiniert die Smartphone-App „INSPIRE“ mit Online-Gruppenangeboten, um psychische und körperliche Folgen wie Fatigue oder Depressionen zu lindern. Seit Januar 2025 läuft das Vorhaben, gefördert von der Deutschen Krebshilfe mit 433.369 Euro für drei Jahre.Die App richtet sich an 18- bis 39-Jährige nach einer Krebsbehandlung und bietet zwölf Haupt- und vier Zusatzmodule mit psychoedukativen Inhalten, Achtsamkeitstraining und individuellen Bewegungsplänen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik entwickelt. Wöchentliche Online-Gruppensitzungen ergänzen das Programm mit Sport- und psychoonkologischer Unterstützung.Eine begleitende Studie evaluiert Akzeptanz und Zufriedenheit der Teilnehmenden, deren Rekrutierung im Sommer 2025 beginnt. Das multizentrische Projekt entstand im… 

Niedrigerer IQ erhöht Krankheitsrisiko um 22 Prozent

Eine Meta-Analyse der Universität Wien zeigt, dass ein niedrigerer Intelligenzquotient (IQ) im Jugendalter das Risiko für spätere körperliche und psychische Erkrankungen erhöht. Die Studie, veröffentlicht in Communications Psychology, analysierte 49 Studien mit über 2,9 Millionen Teilnehmern aus acht Ländern. Sie verknüpfte IQ-Daten aus Kindheit und Jugend mit Gesundheitsdaten im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein um 15 Punkte niedrigerer IQ das Krankheitsrisiko im späteren Leben um 22 Prozent steigert. Der Zusammenhang ist in Ländern mit besserer medizinischer Versorgung weniger ausgeprägt, und ein höherer Bildungsgrad mildert das Risiko. Dies legt nahe, dass gezielte Bildungs- und Gesundheitsmaßnahmen, insbesondere im jungen Alter, gesundheitliche Ungleichheiten reduzieren könnten. Die Studie unterstreicht, dass ein niedrigerer IQ als eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit betrachtet werden sollte. Frühe Förderung der kognitiven Entwicklung könnte langfristig positive Effekte auf die Gesundheit haben.

129. Deutscher Ärztetag 2025 in Leipzig: Gesundheitspolitik und KI im Fokus

Vom 27. bis 30. Mai 2025 findet der 129. Deutsche Ärztetag im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Das „Parlament der Ärzteschaft“, organisiert von der Bundesärztekammer, bringt rund 250 ärztliche Delegierte zusammen, um zentrale Themen der Gesundheits- und Berufspolitik zu beraten. Die Eröffnungsveranstaltung in der Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai erfordert eine Anmeldung bis 2. Mai 2025, für Pressevertreter mit Sicherheitsüberprüfung bis 15. Mai 2025. Plenarsitzungen sind vor Ort oder per Livestream zugänglich, Anmeldungen erfolgen über den Stand der Bundesärztekammer im CCL. Ein Schwerpunkt ist die Prüfung der gesundheitspolitischen Vorhaben der neuen Bundesregierung, mit Impulsen für deren Umsetzung. Ein weiteres zentrales Thema ist der Einsatz künstlicher Intelligenz in Medizin und Forschung, beleuchtet aus medizinischen, wissenschaftlichen und ethischen Perspektiven. Hochkarätige Referenten wie Prof. Dr. Aldo Faisal (Universität Bayreuth) und Univ.-Prof. Dr. Ulrike Attenberger (Medizinische Universität Wien) werden dazu sprechen. Weitere Themen umfassen… 

Biomay führt CRISPR/Cas9-Nuklease in Standardportfolio ein

Die Biomay AG, ein führender Hersteller rekombinanter Proteine mit Sitz in Wien, hat die kommerzielle Verfügbarkeit ihrer CRISPR/Cas9-Nuklease bekanntgegeben. Diese ergänzt das Standardportfolio des Unternehmens für Genom-Editing-Anwendungen und stärkt seine Position als Schlüssellieferant für Gen- und Zelltherapien. Die Cas9-Nuklease (BMC9) basiert auf der Wildtyp-Variante aus Streptococcus pyogenes und wird durch Fermentation in E. coli sowie chromatographische Aufreinigung hergestellt. Der von Biomay entwickelte Herstellungsprozess entspricht GMP-Richtlinien und ist PPQ-validiert. Umfassende Qualitätskontrollen gewährleisten Reinheit, Integrität und Aktivität des Produkts. Biomay ist von der FDA als GMP-Hersteller zugelassen und produziert Cas9 als Bestandteil von CASGEVY®, dem ersten CRISPR-basierten Therapeutikum auf dem Markt. Die Aufnahme der Nuklease ins Portfolio unterstreicht Biomays Engagement für hochwertige, skalierbare Lösungen in der Biotechnologie. Kunden profitieren von der Expertise des Unternehmens sowie der GMP-Konformität über den gesamten Produktlebenszyklus. Das CRISPR/Cas-System, 2020 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet, ermöglicht präzise… 

Klimawandel: Augenärzte warnen vor UV- und Blaulichtschäden auf DOC-Kongress

Auf dem internationalen DOC-Augenchirurgen-Kongress, der am 15. Mai 2025 in Nürnberg startet, stehen die gesundheitlichen Risiken durch UV-Strahlung und blaues Licht im Fokus. Die zunehmende Belastung durch UV-A- und UV-B-Strahlen, die durch den Klimawandel in den letzten 30 Jahren um bis zu 20 Prozent gestiegen ist, kann die Augenlinse schädigen und Netzhautzellen angreifen. Dies erhöht das Risiko für Erkrankungen wie Grauen Star oder altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Auch der hohe Blauanteil in Tageslicht sowie in LED-Lampen und Bildschirmen wird als möglicher Risikofaktor für Linsentrübung und AMD diskutiert. Rund 6.500 Augenärzte aus aller Welt tauschen sich auf dem Kongress über neue Behandlungsmethoden aus. Empfohlen werden präventive Maßnahmen wie das Tragen von Sonnenbrillen mit CE-Kennzeichnung oder UV-400-Schutz bei Sonneneinstrahlung sowie Brillen und Kontaktlinsen mit Blaulichtfiltern. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen helfen, individuelle Schutzmaßnahmen festzulegen. Zudem werden innovative OP-Techniken und neue Linsen vorgestellt, die bei Grauem… 

LAB-SUPPLY Innsbruck 2025: Innovationen der Labortechnik im Fokus

Die regionale Fachmesse LAB-SUPPLY findet am 25. Juni 2025 im Congress Innsbruck statt und präsentiert aktuelle Entwicklungen in instrumenteller Analytik, Labortechnik, Laborchemikalien und Life Sciences. Die Veranstaltung, organisiert von der Vogel Communications Group, bietet Fachbesuchern aus Bereichen wie Biotechnologie, Umweltanalytik, Pharma und Molekularbiologie eine Plattform, um innovative Produkte und Dienstleistungen von Herstellern, Händlern und Dienstleistern zu entdecken. Kostenfreie Fachvorträge von 9:30 bis 15:20 Uhr vermitteln Expertenwissen zu Themen wie Analysetechniken und Laborlösungen. Zudem können Besucher an einer Verlosung teilnehmen, bei der ein 1.000-Euro-Einkaufsgutschein für Produkte der ausstellenden Firmen winkt. Die Auslosung erfolgt um 15:30 Uhr unter allen anwesenden Teilnehmern. Die Messe ist von 9:30 bis 15:30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostenfrei. Eine Vorabregistrierung wird empfohlen, um Wartezeiten zu verkürzen. Verpflegung ist vor Ort erhältlich, das Mitbringen von Speisen und Getränken jedoch gestattet. Das Congress Innsbruck ist zentral gelegen und gut… 

Koks, Klischees und Kontinente: Die wahre Geschichte hinter dem weißen Pulver

Die Bilder aus dem Nachtzug nach Kiew gingen um die Welt:Drei Staatschefs, darunter der neue deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt, um ein Zeichen für Frieden und europäische Solidarität zu setzen. Doch kaum waren die Fotos veröffentlicht, überschlugen sich im Netz die Spekulationen. Russische Propagandakanäle und Verschwörungsideologen behaupteten, Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer hätten im Zug Kokain konsumiert. Ein zerknülltes Taschentuch und ein Rührstäbchen für Getränke wurden kurzerhand zu Drogenutensilien umgedeutet. Die vermeintliche Sensation verbreitete sich viral, befeuert von gezielter Desinformation und dem Reiz des Skandals[1][4][7][10][12][15][18]. Im Kern dieser Episode steckt eine absurde, aber aufschlussreiche Dynamik: Die Faszination und der Mythos um Kokain sind ungebrochen. Das weiße Pulver steht wie kaum eine andere Substanz für Macht, Exzess und Skandal – und ist zugleich ein Symbol für die dunkle Seite… 

KI-Modelle zeigen Fortschritte bei medizinischen Prüfungsfragen

Ein Benchmark-Bericht von Vals AI vom 9. Mai 2025 zeigt die Leistungsfähigkeit von über 15 führenden Sprachmodellen (LLMs) bei der Beantwortung von 2000 medizinischen Fragen auf USMLE-Niveau aus dem MedQA-Datensatz. Das Modell „o1“ erreichte mit 96,9 % die höchste Genauigkeit bei unvoreingenommenen Fragen, gefolgt von Grok 2 und Deepseek R1, die bei geringeren Kosten ebenfalls stark abschnitten. Grok 2 zeichnete sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Die Studie untersuchte auch die Robustheit der Modelle gegenüber rassistischen Vorurteilen, indem Fragen mit gezielt eingefügten Bias-Vorlagen (z. B. Stereotype über Schwarze, Hispanoamerikaner oder Asiaten) getestet wurden. Die meisten Modelle zeigten stabile Leistungen, wobei Grok 2 jedoch bei voreingenommenen Fragen leicht nachließ. Einige Modelle, wie Llama 3.1, wiesen bei Bias-Fragen signifikante Leistungseinbußen auf. In einem Beispiel führten rassistische Voreingenommenheiten in den Erklärungen einiger Modelle zu falschen Diagnosen, etwa durch die Berufung auf stereotype Ernährungsgewohnheiten.… 

GLP-1-Medikamente senken Krebsrisiko bei Typ-2-Diabetes über Gewichtsverlust hinaus

Eine Studie mit über 1,5 Millionen Typ-2-Diabetes-Patienten zeigt, dass Glucagon-ähnliche Peptid-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1RAs) das Risiko für zehn von 13 mit Fettleibigkeit assoziierten Krebsarten (OACs) im Vergleich zu Insulin signifikant senken. Laut einem Bericht von Inside Precision Medicine vom 10. Juli 2024, basierend auf einer Veröffentlichung in JAMA Network Open, wurden die elektronischen Gesundheitsdaten von 1.651.452 Patienten analysiert, die zwischen 2005 und 2018 GLP-1RAs, Insulin oder Metformin verschrieben bekamen. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten, die GLP-1RAs ohne Insulin erhielten, ein um 65 % geringeres Risiko für Gallenblasenkrebs, 63 % für Meningeom und 59 % für Pankreaskrebs hatten als Insulinbehandelte. Auch für Leber-, Eierstock-, Darm-, Multiple-Myelom-, Speiseröhren-, Endometrium- und Nierenkrebs wurden Risikoreduktionen zwischen 24 % und 53 % festgestellt. Im Vergleich zu Metformin war das Krebsrisiko ähnlich, mit Ausnahme eines nicht signifikant um 63 % und 46 % geringeren Risikos für Gallenblasenkrebs und…