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Hohe Kosten für Laboranalysen in der Schweiz

Eine Untersuchung des SRF-Konsumentenmagazins «Kassensturz» vom 4. Februar 2025 zeigt, dass Laboranalysen in der Schweiz deutlich teurer sind als im Ausland. Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) verglich die Preise von 45 gängigen Tests mit denen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Ergebnis: In der Schweiz sind Labortests im Durchschnitt 67,5 Prozent teurer, selbst unter Berücksichtigung höherer Löhne, Mieten und Energiekosten. Ein Beispiel ist der CRP-Test zur Entzündungsdiagnose, der im Ausland 4,08 Franken kostet, in der Schweiz jedoch 9,00 Franken. Der Krankenkassenverband und der Preisüberwacher fordern eine Senkung der Labortarife, da die hohen Kosten die Krankenkassenprämien belasten. Der Preisüberwacher verweist auf eine frühere Untersuchung aus dem Jahr 2022, die ähnliche Ergebnisse zeigte, und sieht ein Sparpotenzial von über 100 Millionen Franken. Ein Nationalrat unterstreicht die Notwendigkeit, auf Basis internationaler Vergleiche zu handeln. Hingegen bestreitet der Laborverband, dass… 

Fahrplan für sichere „Living Labs“ in der Medizin vorgestellt

Forschende des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Digitale Gesundheit der TU Dresden, des Zentrums für Klinische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Dresden und der Ethikkommission der TUD haben in der Zeitschrift „Science Advances“ einen Fahrplan für die Umsetzung sicherer und regelkonformer „Living Labs“ in der Medizin veröffentlicht. Ziel ist es, flexible Rahmenbedingungen zu schaffen, um Innovationen in der KI-gestützten, digitalen Gesundheitsversorgung zu beschleunigen. Living Labs sind reale Testumgebungen, in denen neue Technologien wie KI, mobile Gesundheits-Apps oder tragbare Sensoren unter klinischen Bedingungen erprobt werden. Sie ermöglichen die frühzeitige Einbindung von Patient:innen und medizinischem Personal, um die Praxistauglichkeit und den Nutzen digitaler Anwendungen sicherzustellen. Die Flexibilität dieser Labs steht jedoch oft im Konflikt mit den starren EU-Regulierungen für Medizinprodukte, die nicht auf adaptive Technologien ausgelegt sind. Die Autor:innen betonen, dass Flexibilität und Sicherheit durch klare ethische und rechtliche Leitplanken vere, wie sie… 

BWA sieht Wegfall von über 100.000 Stellen in Deutschland

 „Das Jahr 2025 ist noch nicht einmal zur Hälfte vorüber und die deutsche Wirtschaft hat bereits mehr als 100.000 Stellenstreichungen angekündigt“, sorgt sich Harald Müller, Geschäftsführer der Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA), um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Allein bei Volkswagen seien ab Juli durch das Ende der Jobgarantie bis zu 35.000 Stellen gefährdet. „Nicht alle Entlassungen sind schon für dieses Jahr vorgesehen“, räumt er ein, „aber ist es wirklich tröstlich, wenn diese Streichungen erst im nächsten oder übernächsten Jahr stattfinden?“ Er weist darauf hin, dass 2024 schon bereits knapp 70.000 Industriearbeitsplätze in Deutschland verloren­gegangen seien. BWA-Chef Harald Müller benennt neben Volkswagen weitere angekündigte Massenentlassungen: Deutsche Bahn (Abbau von 30.000 Stellen), ZF Friedrichshafen (bis zu 14.000 Stellen), Thyssenkrupp (11.000 Stellen, davon 5.000 direkt und 6.000 durch Auslagerung), Audi (7.500 Stellen), Siemens (6.000 Stellen weltweit, davon 2.850 in Deutschland), Commerzbank (3.300 Stellen), Porsche (3.900 Stellen),… 

Eisai projects Leqembi® revenue to total JPY 76.5 billion for fiscal year 2025

BioArctic AB’s (publ) (Nasdaq Stockholm: BIOA B) partner Eisai today announced that Leqembi sales are expected to total JPY 76.5 billion (approximately SEK 5.1 billion) for their fiscal year (FY) 2025 (April 2025 through March 2026), corresponding to a 73 percent growth compared to the previous year. This would generate approximately SEK 510 M in royalty to BioArctic during the same period. Eisai serves as the lead of Leqembi development and regulatory submissions globally with both Eisai and Biogen co-commercializing and co-promoting the product and Eisai having final decision-making authority. BioArctic has the right to commercialize Leqembi in the Nordic region together with Eisai and the two companies are preparing for a joint commercialization in the region. BioArctic’s report for the first quarter 2025 will be published on May 21 at 08.00 a.m. CET.

Rezessive Gene unterliegen der darwinistischen Selektion

Forscher des Radboudumc, Abteilung für Humangenetik, zeigten in einer 2014 in Nature veröffentlichten Studie etwas Bemerkenswertes . Entgegen den Erwartungen waren vererbte Genvarianten selten für geistige Behinderung verantwortlich. In den allermeisten Fällen entstand die Behinderung durch eine spontane Mutation: eine Mutation, die keiner der Elternteile hat, die aber plötzlich beim Kind auftritt. Es ist eine biologische Tatsache, dass im Erbmaterial jedes Kindes etwa einhundert spontane Mutationen vorkommen. Mutationen, die also nicht von den Eltern stammen. Im Durchschnitt betrifft nur eine dieser einhundert Mutationen ein Gen. Und nur ein Bruchteil davon betrifft eines der Hunderten von Genen, die geistige Behinderung verursachen können. Aber seltene Fälle kommen trotzdem vor. Die meisten geistigen Behinderungen entstehen auf diese Weise. Von dominant zu rezessiv „Da war noch etwas anderes im Gange“, sagte Christian Gilissen, Professor für Genombioinformatik und Erstautor des Artikels aus dem Jahr 2014. „Kinder erhalten… 

Exklusiver Statusbericht  Labordiagnostik 2024 erschienen

Die Publikation „Medizinische Labordiagnostik in Deutschland – ein Statusbericht 2024“ von Vogeser, Schumacher und Bühling liefert eine aktuelle und umfassende Bestandsaufnahme der Labordiagnostik im deutschen Gesundheitswesen. Die Autoren heben hervor, dass die In-vitro-Diagnostik (IVD) eine zentrale Säule der evidenzbasierten Medizin darstellt und für praktisch alle medizinischen Fachrichtungen unverzichtbar ist. Die Mehrzahl der Diagnosen kann nur unter Berücksichtigung laborbasierter Befunde zuverlässig gestellt werden. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis öffentlich zugänglicher Daten die Versorgungsstrukturen, das Leistungsspektrum und die Entwicklungsperspektiven der Labordiagnostik in Deutschland zu analysieren und darzustellen[1]. Die Versorgung mit Laborleistungen ist in Deutschland sektorenübergreifend organisiert. Sie erfolgt durch niedergelassene Laborärzte, in stationären Einrichtungen sowie direkt in Praxen und medizinischen Versorgungszentren (MVZ) anderer Fachrichtungen. Ende 2023 waren laut Bundesärztekammer rund 1.200 Fachärzte für Labormedizin und 845 für Mikrobiologie tätig, was zusammen etwa 0,7 Prozent aller Fachärzte ausmacht. Zwei Drittel der… 

Vielversprechender Antibiotika-Kandidat entdeckt

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Wien und des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung des Saarlandes hat Saarvienin A entdeckt , ein neuartiges Glykopeptid-Antibiotikum. Ihre jetzt in der Angewandten Chemie International Edition veröffentlichten Ergebnisse stellen eine Verbindung mit starker Wirksamkeit gegen hochresistente Bakterienstämme vor. Antibiotikaresistente Infektionen nehmen zu und drohen, selbst weit verbreitete Krankheiten wieder tödlich zu machen. Ohne neue Antibiotika, warnen Experten, könnten bis 2050 jährlich bis zu 100 Millionen Menschenleben verloren gehen. Auf der Suche nach neuen Verbindungen haben sich Forscher mehrerer Institutionen, darunter der Universität Wien und des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung des Saarlandes (HIPS), der Untersuchung von Actinobakterien zugewandt – Mikroorganismen, die dafür bekannt sind, in ungewöhnlichen Umgebungen zu leben und Antibiotika wie Vancomycin, Rifamycin und Chelocardin zu produzieren. Jaime Felipe Guerrero Garzón von der Abteilung für Pharmakognosie am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Wien… 

Oktopus-Roboter kann sich an seine Umgebung anpassen

Inspiriert vom Nervensystem des Oktopus haben Wissenschaftler einen Roboter entwickelt, der durch die Wahrnehmung seiner Umgebung entscheiden kann, wie er sich bewegt oder Objekte greift. Das Team der Fakultät für Naturwissenschaften und Ingenieurwesen der Universität Bristol hat einen einfachen, aber intelligenten Roboter entwickelt, der mithilfe von Luft- oder Wasserströmen Saug- und Bewegungsvorgänge koordiniert, so wie es Kraken mit Hunderten von Saugnäpfen und mehreren Armen tun. Die heute in der Fachzeitschrift Science Robotics veröffentlichte Studie zeigt, wie ein Softroboter Saugkraft nicht nur zum Anhaften an Gegenständen nutzen kann, sondern auch seine Umgebung wahrnimmt und seine eigenen Aktionen steuert – genau wie ein Oktopus. Ein einziges Saugsystem ermöglicht es dem Roboter, empfindliche Gegenstände zu greifen, zu erkennen, ob sie Luft, Wasser oder eine raue Oberfläche berühren, und sogar vorherzusagen, wie stark etwas an ihm zieht – und das alles gleichzeitig und ohne einen zentralen… 

Ripple XRP: Blockchain-Innovation für die deutsche Krankenhaus-Immobilienbranche

Die deutsche Krankenhaus-Immobilienbranche steht vor massiven Herausforderungen: steigende Kosten, regulatorischer Druck, Fachkräftemangel und ein enormer Investitionsbedarf bei gleichzeitigem Zwang zu Effizienz und Transparenz. In diesem Kontext rückt die Blockchain-Technologie zunehmend in den Fokus, insbesondere Lösungen wie Ripple XRP, die bereits im globalen Finanzsystem für Geschwindigkeit, Effizienz und Transparenz sorgen. Die Anwendungsmöglichkeiten von Ripple XRP in der deutschen Krankenhaus-Immobilienbranche sind vielfältig und bieten das Potenzial, Prozesse grundlegend zu transformieren, Kosten zu senken und neue Finanzierungsmodelle zu ermöglichen. Ripple XRP ist weit mehr als eine Kryptowährung. Es handelt sich um ein umfassendes Netzwerk (RippleNet) und eine Distributed-Ledger-Technologie (XRP Ledger, XRPL), die speziell für schnelle, kostengünstige und transparente Transaktionen zwischen Institutionen entwickelt wurde. XRP dient dabei als Brückenwährung und ermöglicht es, Werte in Echtzeit und ohne Zwischenhändler zu transferieren. Im Zentrum steht ein Konsensalgorithmus, der Transaktionen innerhalb von Sekunden validiert und dokumentiert, was… 

Diagnostik Made in Kanada – eine Analyse

Die Diagnostik- und Labormedizinbranche in Kanada ist ein zentraler Pfeiler des Gesundheitssystems und zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft, starke Forschungskooperationen und eine konsequente Ausrichtung auf moderne Technologien aus. Im Folgenden wird die Branche anhand aktueller Statistiken, konkreter Beispiele, Peer-Review-Quellen und im internationalen Vergleich – insbesondere mit Deutschland und Europa – detailliert beleuchtet. Kanadas klinische Diagnostikbranche wächst stetig und erreichte 2022 ein Marktvolumen von 3,9 Milliarden US-Dollar. Prognosen zufolge wird bis 2030 ein Anstieg auf 4,9 Milliarden US-Dollar erwartet, was einer jährlichen Wachstumsrate von 3,1 Prozent entspricht[9]. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch die zunehmende Bedeutung der Früherkennung von Krankheiten, die alternde Bevölkerung und erhebliche Investitionen der Regierung in diagnostische Dienstleistungen getrieben. Die kanadische Bevölkerung altert rapide: Schon heute sind mehr als 18 Prozent der Kanadier über 65 Jahre alt, was die Nachfrage nach Labordiagnostik weiter steigen lässt. Ein konkretes Beispiel…