Leipziger Verfahren revolutioniert Test auf neurotoxische Chemikalien
Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben ein bahnbrechendes Screening-Verfahren entwickelt, das die Prüfung von Chemikalien auf neurotoxische Wirkungen deutlich beschleunigt und vereinfacht. Mit dem Zebrafischmodell können potenziell schädliche Substanzen, die das Gehirn oder dessen Entwicklung beeinträchtigen, schnell, kostengünstig und ohne herkömmliche Tierversuche identifiziert werden. Die Studie, veröffentlicht im Fachmagazin Environmental Health Perspectives, zeigt nicht nur die Effizienz des neuen Verfahrens, sondern deckt auch die neurotoxische Wirkung der Chemikalie Chlorophen auf. Weltweit sind etwa 350.000 Chemikalien im kommerziellen Gebrauch, doch nur ein Bruchteil – rund 200 Substanzen – wurde bisher auf neurotoxische Eigenschaften untersucht. Herkömmliche Testmethoden sind zeitaufwendig, kostspielig und setzen meist Ratten oder Mäuse ein, was ethische Bedenken aufwirft. Das UFZ-Team setzt hier an und nutzt Embryonen des Zebrabärblings (Danio rerio), dessen Gene zu etwa 70 Prozent mit denen des Menschen übereinstimmen. Dies macht das Modell nicht nur für…

