Alaska-Gipfeltreffen: Fatale Folgen für die deutsche Forschung
Das Alaska-Gipfeltreffen und die neue Nähe zwischen den USA und Russland haben für die deutsche Forschungslandschaft weitreichende und teils tiefgreifende Folgen. Gerade deutsche Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen geraten zunehmend zwischen die Fronten geopolitischer Machtinteressen, mit empfindlichen Konsequenzen für Kooperation, Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit. 1. Einbruch der deutsch-russischen ForschungskooperationSeit Beginn der umfassenden EU-Sanktionen und Gegensanktionen sind die Wissenschaftsbeziehungen zu russischen Universitäten, Instituten und Innovationszentren fast vollständig zum Erliegen gekommen. Projekte in Bereichen wie Chemie, Bio- und Lebenswissenschaften, Umwelt- und Klima- sowie Materialforschung waren über Jahrzehnte zentral für wissenschaftlichen Fortschritt, nun jedoch wurden zahlreiche Gemeinschaftslabore, Stipendienprogramme und bilaterale Forschungsnetzwerke eingestellt oder auf Eis gelegt. Der gegenseitige Austausch von Studierenden und Forschenden, ebenso wie die gemeinsame Nutzung von Großanlagen (z.B. Teilchenbeschleuniger, Synchrotrons), stockt oder findet nicht mehr statt. 2. Verlust strategischer Partner und ZugängeRussland war nicht nur Absatzmarkt und Kooperationspartner, sondern verfügte…
