Zum Inhalt springen

Trump-Regierung schaut zu: Russland und China vertiefen wissenschaftliche Zusammenarbeit am SKIF-Zentrum

Während China und Russland ihre wissenschaftliche Partnerschaft durch Projekte wie eine potenzielle chinesische Versuchsstation am Siberian Ring Photon Source (SKIF Collective Use Center) ausbauen, bleibt die Trump-Regierung in den USA auffallend passiv. Die Ankündigung von Russlands Wissenschaftsminister Valery Falkov am 26. August 2025, während eines Besuchs in China, unterstreicht die Ambitionen beider Länder, ihre wissenschaftlichen Kapazitäten durch Megawissenschaftsprojekte zu stärken. Unterdessen vernachlässigt die Trump-Administration Investitionen in zukunftsweisende Forschung und internationale Kooperationen, wodurch die USA Gefahr laufen, den Anschluss in der globalen Wissenschaftslandschaft zu verlieren. Das SKIF-Zentrum in Koltsovo, Russland, ist ein ehrgeiziges Megawissenschaftsprojekt, das Synchrotronstrahlung für Forschung in Bereichen wie Materialwissenschaften, Biologie und Physik nutzt. Falkov betonte in einem TASS-Interview, dass eine chinesische Versuchsstation am SKIF die wissenschaftlichen Fähigkeiten beider Nationen bereichern würde. Diese Kooperation ist Teil einer breiteren strategischen Partnerschaft, die durch ein im Mai 2023 unterzeichnetes Vierparteienprotokoll gefestigt… 

Probiotika steigern Lovastatin-Wirkung, hohe Dosen jedoch riskant

Eine Studie der Inner Mongolia Agricultural University, veröffentlicht in Engineering, untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Probiotikum Lacticaseibacillus paracasei Zhang (LCZ) und dem Cholesterinsenker Lovastatin. Die Ergebnisse zeigen, dass niedrige Dosen von LCZ die Wirksamkeit von Lovastatin erheblich verbessern, während höhere Dosen die Toxizität des Medikaments erhöhen können. In-vitro-Experimente ergaben, dass LCZ Lovastatin in seine aktive Form, Lovastatinhydroxysäure, umwandelt, was auf eine potenzielle Steigerung der Medikamentenwirkung hindeutet. In-vivo-Tests an hyperlipidämischen syrischen Goldhamstern bestätigten, dass eine Kombination von niedrig dosiertem Lovastatin (2,5 mg/kg) mit LCZ das Körpergewicht und die Blutfettwerte signifikant senkt, ohne Leber-, Nieren- oder Muskelschäden zu verursachen. Diese Kombination war wirksamer als Lovastatin allein, was auf eine verbesserte Absorption durch das Probiotikum hindeutet. Höhere Lovastatin-Dosen (10 und 20 mg/kg) in Kombination mit LCZ führten jedoch zu erhöhten Sterblichkeitsraten, was auf toxische Blutspiegel hinweist. Alle Tierversuche entsprachen den ethischen Richtlinien der… 

Hoffnung für Bauchspeicheldrüsenkrebs Patienten: Fortschritte in der KRAS-Therapie

Eine Übersichtsarbeit der Xinjiang Medical University und der Shenzhen University, veröffentlicht am 7. Juli 2025 in Cancer Biology & Medicine, beleuchtet bedeutende Fortschritte in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs, insbesondere des duktalen Adenokarzinoms (PDAC), das etwa 90 % der Fälle ausmacht. Mit einer Fünfjahresüberlebensrate von nur 13 % bleibt PDAC eine der tödlichsten Krebsarten, geprägt durch späte Diagnosen, begrenzte chirurgische Optionen und toxische Chemotherapien. Über 90 % der PDAC-Fälle weisen Mutationen im KRAS-Gen auf, insbesondere die KRASG12D-Variante, die in 40 % der Fälle vorkommt und aggressive Tumore fördert. Diese Mutation galt lange als „nicht behandelbar“, doch neue Ansätze der Präzisionsonkologie bieten Hoffnung. Die Studie analysiert die Rolle von KRAS-Mutationen, die Tumorwachstum, metabolische Veränderungen und Immunsuppression antreiben. Neue Wirkstoffe wie MRTX1133 und RMC-9805 zeigen in präklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse: MRTX1133 führte zu einer Tumorschrumpfung von über 85 %, und RMC-9805 zeigte signifikante… 

Genetische Mutationen bei triple-negativem Brustkrebs bei afroamerikanischen Frauen kartiert

Eine neue Studie hat die bisher umfassendste Analyse des Mutationsprofils von triple-negativem Brustkrebs (TNBC) bei afroamerikanischen Frauen geliefert. Die Untersuchung, veröffentlicht in Nature Genetics, zeigt, dass die Krankheit bei dieser Bevölkerungsgruppe weitgehend ähnlich ist wie bei asiatisch-amerikanischen und nicht-hispanischen weißen Frauen. Besonders auffällig ist die nahezu universelle Präsenz von Mutationen im TP53-Gen bei afroamerikanischen TNBC-Patientinnen, was die bisherige Einschätzung seiner Häufigkeit übertrifft. Die Studie, geleitet von Song Yao vom Roswell Park Comprehensive Cancer Center in Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Keck School of Medicine der USC, dem City of Hope Comprehensive Cancer Center, dem Vanderbilt-Ingram Cancer Center und dem Slone Epidemiology Center der Boston University, nutzte Exom- und RNA-Sequenzen, um die genetischen Merkmale von TNBC zu analysieren. TNBC, definiert durch das Fehlen von Östrogen-, Progesteron- und ErbB2-Rezeptoren, ist die tödlichste Form von Brustkrebs und betrifft afroamerikanische Frauen überproportional stark. Statistisch… 

Akustische Biomarker verbessern gezielte Öffnung der Blut-Hirn-Schranke bei Gliomen

Eine neue Studie zeigt, dass die Messung akustischer Emissionen von Mikrobläschen bei der Anwendung von transkraniellem fokussiertem Ultraschall (MB-FUS) die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke (BBB) optimieren könnte, um die Behandlung von Gliomen zu verbessern. Die Forschung, veröffentlicht in der Zeitschrift Device, unterstreicht die Bedeutung standardisierter Dosierungsparameter für diese innovative Technologie. Die Blut-Hirn-Schranke stellt ein großes Hindernis für die Lieferung von Therapeutika ins Gehirn dar, insbesondere bei hochgradigen Gliomen, einer aggressiven Form von Hirntumoren. MB-FUS kombiniert niederfrequenten Ultraschall mit intravenös verabreichten Mikrobläschen (1–10 µm), die unter Ultraschall oszillieren und mechanische Kräfte erzeugen, um die BBB vorübergehend und sicher zu öffnen. Dadurch können Chemotherapeutika, Antikörper oder Gentherapien in das Hirngewebe gelangen. Die Behandlung erfolgt ambulant, umfasst eine MRT zur Planung und dauert etwa 30 bis 60 Minuten, wobei Kontrastmittel-MRT die erfolgreiche Öffnung der BBB bestätigt. Die Studie, geleitet von Graeme Woodworth (University of… 

Neue Erkenntnisse zur lokalen Proteinproduktion an Mitochondrien

Forschende des Whitehead Institute und des MIT haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Zellen durch lokale Proteinproduktion an Mitochondrien deren Funktion unterstützen. In einer Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Cell, beschreiben Jonathan Weissman, Professor für Biologie am MIT und Mitglied des Whitehead Institute, sowie Postdoktorand Jingchuan Luo die Entwicklung eines neuen Forschungswerkzeugs, LOCL-TL, und dessen Anwendung zur Untersuchung der lokalisierten Translation an Mitochondrien. Mitochondrien, die Energieproduzenten der Zelle, stammen evolutionär von Bakterien ab, die in frühen Zellen integriert wurden. Während die meisten ihrer Gene in den Zellkern verlagert wurden, erfordert die Produktion mitochondrialer Proteine eine präzise Koordination zwischen nuklearem und mitochondrialem Genom. Lokalisierte Translation, bei der Proteine direkt am Ort ihres Einsatzes hergestellt werden, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Studie zeigt, wie Zellen durch lokale Proteinproduktion die Effizienz und Reaktionsfähigkeit der Mitochondrien sicherstellen. Die Forschenden entwickelten LOCL-TL, ein Werkzeug, das… 

CDC kürzt Lebensmittelüberwachung drastisch: Nur noch zwei von acht Krankheitserregern im Fokus

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat im Juli 2025 ihr Programm zur Überwachung lebensmittelbedingter Krankheiten massiv zurückgefahren. Die Foodborne Diseases Active Surveillance Network (FoodNet), die seit 1995 Infektionen in zehn Bundesstaaten mit etwa 54 Millionen Menschen (16 Prozent der US-Bevölkerung) aktiv überwacht, beschränkt sich nun auf die Verfolgung von nur zwei Krankheitserregern: Salmonella und Shiga-Toxin-produzierendem E. coli (STEC). Zuvor umfasste das Programm die aktive Überwachung von acht Erregern, darunter Campylobacter, Cyclospora, Listeria, Shigella, Vibrio und Yersinia. Die Kürzung, die ohne große öffentliche Ankündigung erfolgte, wird von Experten als Rückschlag für die Lebensmittelsicherheit in den USA betrachtet. FoodNet, ein Kooperationsprogramm zwischen der CDC, dem US-Landwirtschaftsministerium, der FDA und zehn Bundesstaaten, war darauf ausgelegt, Infektionen durch labordiagnostische Tests aktiv zu identifizieren und Trends zu analysieren. Im Gegensatz zu passiven Überwachungssystemen, die auf Meldungen von Gesundheitsbehörden angewiesen sind, sucht FoodNet gezielt nach Fällen durch… 

CDC-Direktorin Monarez nach nur einem Monat entlassen

Susan Monarez, Direktorin der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC, wurde nach weniger als einem Monat im Amt entlassen. Ihre Amtszeit, die am 31. Juli begann, war die kürzeste in der 79-jährigen Geschichte der Behörde. Die Entlassung erfolgte nach Berichten über Konflikte mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. bezüglich der Impfpolitik. Monarez, eine erfahrene Mikrobiologin mit Schwerpunkt auf Biosicherheit, wurde im Juli vom Senat mit knapper Mehrheit bestätigt. Sie war die erste CDC-Direktorin, die gemäß einem neuen Gesetz von 2023 eine Senatsbestätigung benötigte. Ihre Ernennung galt als Versuch, Stabilität in die Behörde zu bringen, die unter der Trump-Administration mit Personalabbau, Rücktritten und Kontroversen über Impfpolitiken zu kämpfen hatte. Insbesondere die von Kennedy vorangetriebenen Änderungen, darunter Kürzungen bei Impfprogrammen und die Abkehr von etablierten Gesundheitsinitiativen, sorgten für Spannungen. Hintergrund der Entlassung waren laut Insidern Meinungsverschiedenheiten zwischen Monarez und Kennedy. Während Monarez in ihrer Anhörung… 

Ravioli-Rainer’s Krisenküche: Wenn Dosen das Vaterland retten sollen

In einer Welt, die von Krisen geschüttelt wird wie ein Schneekugel-Schlachtfeld, hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) die ultimative Antwort auf drohende Katastrophen gefunden: die nationale Ravioli-Reserve. Ja, Sie haben richtig gelesen – während andere Länder in Bunker, Notfallpläne und moderne Logistik investieren, setzt Rainer auf die Macht der Teigtasche. Im Ernst, wer braucht schon funktionierende Infrastruktur oder medizinische Versorgung, wenn man eine Dose Ravioli aufwärmen kann? Deutschland, das Land der Dichter, Denker und jetzt auch der Dosenfutter-Hamsterer, soll laut Rainer im Krisenfall mit Fertiggerichten gewappnet sein. Denn nichts sagt „Wir sind vorbereitet“ so sehr wie ein Vorrat an Dosenravioli, die nach dem Erwärmen „gleich verzehrbar“ sind. Doch lassen Sie uns einen Moment innehalten und die Absurdität dieses Plans mit der gebotenen Ironie betrachten. Rainer, der Metzgermeister aus Niederbayern, scheint zu glauben, dass eine Armada von Dosenravioli die Deutschen vor Hungersnot,… 

Mikroben nutzen Eisenmineralien zur Entgiftung von Sulfid

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Mikrobiologen der Universität Wien hat einen neuartigen mikrobiellen Stoffwechselprozess entdeckt, der giftiges Sulfid in sauerstofffreien Umgebungen wie Meeressedimenten und Feuchtgebieten entfernt. Die sogenannten MISO-Bakterien „veratmen“ Eisenmineralien, um Schwefelwasserstoff zu oxidieren, und tragen damit zur Entgiftung und zur Verhinderung von sauerstofffreien „Todeszonen“ in Gewässern bei. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Biogeochemische Kreisläufe, die Elemente wie Schwefel, Eisen und Kohlenstoff umwandeln, sind entscheidend für das Klima und die Nährstoffverfügbarkeit der Erde. Mikroorganismen spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Redoxreaktionen nutzen, um Stoffe wie Schwefelverbindungen oder Eisenmineralien zu verstoffwechseln. In sauerstoffarmen Umgebungen wie dem Meeresboden oder Feuchtgebieten interagieren Schwefel- und Eisenkreisläufe eng miteinander, was die Produktion von Treibhausgasen wie Kohlendioxid oder Methan beeinflusst. Die Forscher fanden heraus, dass MISO-Bakterien die Reaktion zwischen toxischem Schwefelwasserstoff und Eisen(III)-Oxid-Mineralien nicht nur chemisch, sondern auch biologisch…