NIH-Studie: Opioid-Behandlung in Gefängnissen senkt Risiken nach der Entlassung erheblich
Eine neue Studie, finanziert vom US-Gesundheitsministerium, unterstreicht die entscheidende Rolle von Haftanstalten bei der Bekämpfung der Opioidkrise. Personen mit Opioidabhängigkeit, die während ihrer Inhaftierung Medikamente zur Behandlung der Störung erhalten, weisen nach der Entlassung eine deutlich höhere Fortsetzung der Therapie auf und haben ein geringeres Risiko für tödliche Überdosierungen sowie Rückfälle in die Kriminalität. Die Ergebnisse, die aus einer Analyse von Daten aus Massachusetts stammen, könnten als Vorbild für bundesweite Reformen dienen und betonen die Notwendigkeit, Behandlungsangebote in Justizvollzugsanstalten auszubauen. Die Untersuchung, die in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine erschienen ist, basiert auf den Erfahrungen von 6.400 Insassen mit vermuteter Opioidabhängigkeit. Diese Personen waren zwischen September 2019 und Dezember 2020 in sieben Bezirksgefängnissen des Bundesstaates Massachusetts untergebracht. Etwa 42 Prozent der Betroffenen erhielten während ihrer Haft Medikamente gegen die Opioidstörung, während 58 Prozent auf eine solche Behandlung…

