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Bundesberufungsgericht lehnt Klage von Novartis gegen Medicare-Preisverhandlungen ab

Am 11. September 2025 wies das US-Bundesberufungsgericht für den dritten Bezirk die Klage von Novartis gegen die Preisverhandlungen für Medikamente im Rahmen des Medicare-Programms zurück. Diese Entscheidung folgt nur eine Woche, nachdem ähnliche Klagen von Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb ebenfalls abgelehnt wurden. Damit erleidet die Pharmaindustrie einen weiteren Rückschlag in ihrem Versuch, die Preisverhandlungsbestimmungen des Inflation Reduction Act (IRA) von 2022 gerichtlich zu kippen. Hintergrund der KlageNovartis hatte argumentiert, dass das Medicare-Preisverhandlungsprogramm, das durch den IRA eingeführt wurde, gegen mehrere Verfassungsbestimmungen verstößt, darunter die Erste (Redefreiheit), die Fünfte (Eigentumsrechte) und die Achte Zusatzartikel (übermäßige Strafen). Insbesondere wurde behauptet, dass das Programm Pharmaunternehmen zwinge, ihre Medikamente zu von der Regierung festgelegten Preisen zu verkaufen, was einer unrechtmäßigen Enteignung gleichkomme. Das Medikament Entresto von Novartis, das zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt wird, gehört zu den ersten zehn Arzneimitteln, die… 

Kritik an Ted Cruz’ KI-Gesetzesvorschlag: Befürchtungen um „Sondervereinbarungen“ mit der Trump-Administration

Ein neuer Gesetzesvorschlag von Senator Ted Cruz (Republikaner, Texas), bekannt als SANDBOX Act, sorgt für heftige Kontroversen. Kritiker warnen, dass die vorgeschlagene KI-Politik dem Weißen Haus unter der Trump-Administration weitreichende Befugnisse einräumen könnte, um Technologieunternehmen durch „Sondervereinbarungen“ die Umgehung von Sicherheitsgesetzen zu ermöglichen. Diese Gesetze sollen die Öffentlichkeit vor den Risiken unregulierter KI-Experimente schützen. Details des SANDBOX ActDer Strengthening Artificial Intelligence Normalization and Diffusion By Oversight and eXperimentation (SANDBOX) Act sieht vor, dass KI-Unternehmen für bis zu zwei Jahre (verlängerbar auf maximal zehn Jahre) von bestimmten föderalen Vorschriften befreit werden können, um Innovationen zu fördern. Antragsteller müssen die Vorteile ihrer Projekte darlegen, potenzielle Risiken wie Betrug oder Sicherheitsgefahren beschreiben und Maßnahmen zur Risikominimierung vorschlagen. Die Verwaltung der Ausnahmegenehmigungen würde dem Office of Science and Technology Policy (OSTP) obliegen, das jährlich dem Kongress Bericht erstatten müsste. Laut Cruz soll der Ansatz… 

Oracle Health führt KI-gestützte Lösungen für Kostenträger und Anbieter ein

Oracle Health hat auf dem Oracle Health and Life Sciences Summit am 11. September 2025 eine neue Strategie vorgestellt, um die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdienstleistern und Kostenträgern zu verbessern. Das Unternehmen plant die Einführung einer umfassenden Suite von KI-gestützten Anwendungen und Agenten, die darauf abzielen, administrative Prozesse wie Genehmigungsverfahren, die Reduzierung von Anspruchsablehnungen und die Verbesserung der Pflegekoordination zu automatisieren. Ziel ist es, die jährlichen Verwaltungskosten, die in den USA auf etwa 200 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, signifikant zu senken und die Umsetzung wertbasierter Versorgungsmodelle zu fördern. Reibungspunkte durch KI-Agenten reduzierenDie neuen, klinisch integrierten KI-Anwendungen zielen auf zentrale Reibungspunkte zwischen Kostenträgern und Anbietern ab, darunter Genehmigungsverfahren, Berechtigungsprüfungen, medizinische Kodierung und Anspruchsbearbeitung. Durch die Integration von KI-Agenten, die mit den spezifischen Regeln der Kostenträger vertraut sind, können Anbieter diese Regeln direkt in ihre Arbeitsabläufe einbinden, was zu präziseren Einreichungen und schnellerer Bearbeitung… 

Schlaflosigkeit deutet beschleunigte Gehirnalterung an

Bei Menschen mit chronischer Schlaflosigkeit kann es mit zunehmendem Alter zu einem schnelleren Nachlassen der Gedächtnis- und Denkfähigkeit kommen – und es treten auch Veränderungen im Gehirn auf, die auf bildgebenden Verfahren sichtbar sind – als bei Menschen ohne chronische Schlaflosigkeit. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Ausgabe vom 10. September 2025 von Neurology® , der medizinischen Fachzeitschrift der American Academy of Neurology , veröffentlicht wurde . Die Studie ergab, dass Menschen mit chronischer Schlaflosigkeit – also Schlafstörungen an mindestens drei Tagen pro Woche über mindestens drei Monate – ein um 40 Prozent höheres Risiko haben, leichte kognitive Beeinträchtigungen oder Demenz zu entwickeln als Menschen ohne Schlaflosigkeit. Dies entspricht einer Alterung von 3,5 Jahren. Die Studie beweist nicht, dass Schlaflosigkeit die Alterung des Gehirns verursacht, sie zeigt lediglich einen Zusammenhang auf. „Schlaflosigkeit beeinflusst nicht nur, wie Sie… 

Gene Solutions sichert sich Patent für bahnbrechende mitochondriale Therapieplattform

Das Biotechnologieunternehmen Gene Solutions, ein führender Akteur in der Erforschung mitochondrialer Dysfunktion und der Entwicklung von Therapeutika für das zentrale Nervensystem (ZNS), hat die Veröffentlichung seines Plattformtechnologie-Patents bekanntgegeben. Das am 11. September 2025 veröffentlichte Patent (WO 2025 168944 A1) sowie die darauf folgende PCT-Anmeldung markieren einen bedeutenden Meilenstein in der Forschung und Entwicklung (R&D) von fortschrittlichen Neurotherapeutika für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und verwandte Störungen. Das Patent deckt neuartige Technologien ab, die die Grundlage für die Identifizierung und Entwicklung von Therapeutika gegen mitochondriale Dysfunktion bilden. Zudem umfasst es eine Vielzahl neuartiger Wirkstoffkandidaten, von denen mehrere eine hohe Selektivität für krankheitsassoziierte DNA-Sequenzen zeigen. Diese Innovationen stärken die Position von Gene Solutions als Vorreiter in der Entwicklung präziser Therapien für mitochondriale Erkrankungen. Mitochondriale Dysfunktion und ihre BedeutungMitochondrien liefern etwa 90 % der Energie, die die Zellen des Körpers benötigen, und regulieren… 

Herzsterblichkeit leicht gesunken – Klinikaufnahmen nehmen zu: Herzbericht 2025 empfiehlt mehr Prävention

Die Zahl der Todesfälle infolge von Herzkrankheiten in Deutschland ist 2023 laut dem aktuellen Deutschen Herzbericht leicht zurückgegangen: 211.152 Menschen starben an Herzleiden, 5.800 weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) – entscheidend für Herzinfarkte –, mit 119.795 Sterbefällen (2022: 125.984), entsprechend 125,3 Gestorbenen pro 100.000 Einwohner (Vorjahr: 133,3). Auch die Sterberaten bei Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen gingen leicht zurück, während Herzklappenerkrankungen einen Anstieg um 2,6 Prozent verzeichneten.[5][6][7][9] Trotz eines positiven Trends bleibt die KHK-Sterblichkeit im europäischen Vergleich hoch; andere Nationen wie Frankreich oder Dänemark stehen deutlich besser da. Zudem stieg mit der älter werdenden Bevölkerung die Zahl der stationären Krankenhausaufnahmen erneut an: Im Jahr 2023 gab es bundesweit 1.635.903 Klinikaufenthalte aufgrund von Herzkrankheiten (2022: 1.574.352). Die Deutsche Herzstiftung fordert daher, die Identifikation und Behandlung von Risikopatienten weiter zu verbessern und Präventionsprogramme massiv auszubauen,… 

Kollaps der Schmerzversorgung droht: Krankenhausreform gefährdet Therapie für Millionen Schmerzpatienten

Im Ringen um die Krankenhausreform schlagen Fach- und Patientenverbände Alarm: Im aktuellen Gesetzentwurf (KHAG) ist die spezielle Schmerzmedizin nicht als eigene Leistungsgruppe vorgesehen – mit weitreichenden Folgen für Millionen Betroffene in Deutschland. Bereits jetzt müssen spezialisierte Schmerzkliniken schließen oder stellen Neuinvestitionen ein. Fachgesellschaften warnen, dass bis zu 40 Prozent der Behandlungsfälle wegfallen könnten; viele Patienten stehen vor längeren Wartezeiten und einer weiteren Verschlechterung der Versorgung. In einer Online-Pressekonferenz forderten Verbände um die Deutsche Schmerzgesellschaft rasche Nachbesserungen: Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie, aktuell in etwa 400 Kliniken etabliert, droht ohne eigene finanzielle und rechtliche Basis weitgehend zu verschwinden. Die Verbände pochen auf eine eigenständige Leistungsgruppe, um Therapieangebote, Fachpersonal und Investitionen abzusichern. Andernfalls drohe „ein Kollaps der stationären Schmerzversorgung“, so die Experten. Sollte das Gesetz unverändert bleiben, würden spezialisierte Einrichtungen in fachfremde Kategorien eingruppiert – mit Anforderungen, die schmerzmedizinische Strukturen meist nicht erfüllen… 

Neues Alzheimer-Medikament in Deutschland: Fortschritt ohne Heilung in Sicht

Ein neues Kapitel in der Alzheimer-Therapie hat begonnen: Erstmals ist in Deutschland ein Antikörper-Medikament gegen die neurodegenerative Erkrankung verfügbar, das Hoffnung auf eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs gibt. Dennoch bleibt eine Heilung in weiter Ferne, wie die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) anlässlich des Welt-Alzheimertags 2025 betont. Die gemeinnützige Organisation gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der internationalen Alzheimer-Forschung und unterstreicht die Bedeutung von Früherkennung, Prävention und neuen Therapieansätzen. Das neue Medikament Leqembi (Wirkstoff Lecanemab) zielt auf eine zentrale Ursache der Alzheimer-Krankheit ab: Es fördert den Abbau von krankhaften Proteinablagerungen im Gehirn, die als Amyloid-Plaques bekannt sind. In Kombination mit den seit etwa zwei Jahrzehnten verfügbaren Antidementiva markiert Leqembi den Beginn einer Kombinationstherapie, die erstmals verschiedene Ansätze vereint. Seit September 2025 ist das Medikament in Deutschland zugelassen und wird von Krankenkassen übernommen, allerdings nur für Patienten im sehr frühen Stadium… 

Prostatakrebs-Vorsorge: Tastuntersuchung vor dem Aus? Urologen warnen vor Risiken

Die Tastuntersuchung der Prostata, ein langjähriger Standard in der Krebsvorsorge für Männer, steht vor einer möglichen Abschaffung. Stattdessen soll die Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut an Bedeutung gewinnen. Namhafte Urologen kritisieren diesen Wandel und warnen vor den Folgen für Patienten, da aggressive Tumore unentdeckt bleiben könnten. Die digitale rektale Untersuchung (DRU) ist derzeit ein zentraler Bestandteil der Prostatakrebs-Früherkennung und wird von gesetzlichen Krankenkassen für Männer ab 45 Jahren übernommen. Doch laut dem Barmer-Arzt-Report 2021 nutzen nur etwa 12 Prozent aller Männer diese Vorsorge, bei Männern ab 45 Jahren sind es lediglich 10,3 Prozent. Der Anteil steigt erst in höherem Alter auf maximal 36,8 Prozent. Die geringe Teilnahme wird oft auf die Unannehmlichkeit der Untersuchung zurückgeführt. Dennoch bleibt die Früherkennung entscheidend, da frühe Diagnosen die Heilungschancen deutlich verbessern. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat ihre S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom… 

Oxford-Harrington Rare Disease Centre präsentiert Lord Cameron als Gastredner auf Morgan Stanley Exchange 2025

Das Oxford-Harrington Rare Disease Centre, eine Kooperation zwischen der University of Oxford im Vereinigten Königreich und dem Harrington Discovery Institute an den University Hospitals in Cleveland, Ohio, hat Lord David Cameron, den ehemaligen britischen Premierminister und Vorsitzenden seines Beirats, als prominenten Gastredner auf der Morgan Stanley Exchange 2025 präsentiert. Das Zentrum, das sich der Entwicklung neuer Medikamente für seltene Krankheiten widmet, nutzte die Plattform, um seine ambitionierten Ziele zu beleuchten und die Rolle von Philanthropie und Investitionen in der Forschung zu betonen. Die Veranstaltung fand am 9. September 2025 in New York City statt, wo Lord Cameron in einer Session mit dem Titel „A Conversation on Courage“ mit Andy Saperstein, Co-Präsident von Morgan Stanley, ins Gespräch kam. Die Diskussion drehte sich um Führungsstärke, philanthropische Engagements und den gemeinsamen Einsatz für Fortschritte in der Erforschung und Behandlung seltener Erkrankungen. Lord Cameron,…