Die verborgene Last der Einsamkeit: Wie sozialer Rückzug das jugendliche Gehirn prägt
Eine neue Studie des Boston Children’s Hospital zeigt, dass sozialer Rückzug und die Präferenz für Einsamkeit bei Jugendlichen messbare Veränderungen in der Gehirnstruktur und -funktion verursachen können. Die Ergebnisse, veröffentlicht am 2. Oktober 2025 in der Zeitschrift Cerebral Cortex (DOI: 10.1093/cercor/bhaf260), unterstreichen die Bedeutung sozialer Interaktionen für die gesunde Entwicklung des Gehirns in der Adoleszenz und bieten neue Ansätze für frühzeitige Interventionen. Soziale Isolation und ihre Auswirkungen auf das Gehirn Die Adoleszenz ist eine entscheidende Phase der sozialen Neuorientierung, in der Jugendliche ihren Fokus von der Familie hin zu Gleichaltrigen und größeren sozialen Netzwerken verlagern. Diese Umstellung ist essenziell für die Entwicklung, macht Jugendliche jedoch anfällig für soziale Stressfaktoren. Dr. Caterina Stamoulis und ihr Team am Boston Children’s Hospital fanden heraus, dass Jugendliche, die sich sozial zurückziehen oder häufig die Einsamkeit bevorzugen, strukturelle und funktionelle Veränderungen in mehreren Gehirnregionen aufweisen.…
