Subretinales Implantat stellt Sehkraft bei AMD-Patienten teilweise wieder her
Ein neuartiges Neurostimulationssystem namens Prima hat in einer klinischen Studie bei über 80 Prozent der Patienten mit atrophischer altersbedingter Makuladegeneration (AMD) die zentrale Sehfähigkeit verbessert. Betroffene, die zuvor kaum Buchstaben erkennen konnten, lasen nach Implantation eines subretinalen Chips und mit speziellen Augmented-Reality-Brillen wieder Wörter und Sätze. Die Ergebnisse, veröffentlicht im New England Journal of Medicine, stammen von einem internationalen Team um Inserm, Sorbonne Université, CNRS, das Institut de la Vision, die Hôpital Fondation Adolphe de Rothschild und das Hôpital national des 15-20 sowie Partner aus Stanford und der Science Corporation. AMD ist weltweit die häufigste Ursache für Erblindung ab dem 60. Lebensjahr und zerstört die Makula, den Bereich scharfen Sehens, während das periphere Gesichtsfeld erhalten bleibt. Bei der atrophischen Form sterben Photorezeptoren ab, ohne bisherige Therapieoptionen. Das Prima-System umgeht diese defekten Zellen: Eine Miniaturkamera in der Brille erfasst Bilder, ein…
