Datenschutzlücken in Gesundheits-Apps: Bremer Forscher enthüllen Widersprüche zwischen Versprechen und Praxis
Bremen/Toulouse, 22. Oktober 2025 – Forscher der Universität Bremen haben in einer umfassenden Untersuchung erhebliche Abweichungen zwischen den Datenschutzversprechen und dem realen Verhalten mobiler Gesundheitsanwendungen festgestellt. Viele dieser Apps übermitteln personenbezogene Daten bereits, bevor die Nutzer ihre Einwilligung erteilt haben. Die Studie, die auf der renommierten internationalen Konferenz für Computersicherheit ESORICS 2025 in Toulouse präsentiert wurde, unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Regulierungen und transparenterer Designs in diesem sensiblen Bereich. Die Arbeit mit dem Titel „Transparency and Consent Challenges in mHealth Apps: An Interdisciplinary Study of Privacy Policies, Data Sharing, and Dark Patterns“ wurde von Dr. Mehrdad Bahrini und fünf weiteren Wissenschaftlern des Digital Media Lab der Universität Bremen veröffentlicht. Sie kombiniert Methoden aus Informationssicherheit, Mensch-Computer-Interaktion und Datenschutzrecht, um die Praktiken von 20 populären mHealth-Apps zu analysieren, die in Deutschland verfügbar sind. Diese Anwendungen unterstützen Nutzer bei Aktivitäten wie Fitnesstraining, Zyklusüberwachung oder…
