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Klage gegen Dexcom: Defekte im G7-Glukose-Sensor gefährden Diabetiker

Der Medizintechnik-Hersteller Dexcom steht vor einer Sammelklage wegen angeblicher Mängel in seinem Flaggschiff-Produkt, dem G7 Continuous Glucose Monitoring (CGM)-System. Die Klage, die am 17. Oktober 2025 vor dem U.S. District Court for the Central District of California eingereicht wurde, wirft dem Unternehmen vor, die Sensoren als „defekt, anfällig für gefährliche Alert-Ausfälle und rückrufpflichtig“ vermarktet zu haben. Die Klägerin, Kelly Grisoli, Mutter eines Kindes mit Typ-1-Diabetes, berichtet von wiederholten Fehlalarmen und ungenauen Glukose-Werten, die im Vergleich zu Fingerstich-Messungen abwichen. Die Klage fordert die Zertifizierung als Class Action sowie unbestimmte Schadensersatzforderungen. Dexcom hat bisher nicht auf Anfragen reagiert. Hintergrund: Ein System im Fokus der Diabetiker-Welt Das G7-System, das 2022 von der FDA freigegeben wurde, soll Glukosewerte in Echtzeit ohne Fingerstiche messen und bei kritischen Werten (zu hoch oder zu niedrig) warnen. Es ist ein Eckpfeiler in der Diabetes-Management-Landschaft: Über 40 Millionen Menschen… 

Paläogenomik: Hitzewelle und Krankheiten verschärften Napoleons Russland-Niederlage

Eine neue Studie des Institut Pasteur wirft Licht auf die verheerenden Bedingungen während Napoleons Rückzug aus Russland 1812. Durch genetische Analysen von Soldatenresten aus Vilnius, Litauen, wurden zwei unerwartete Krankheitserreger identifiziert: Salmonella enterica (Paratyphi C), verantwortlich für Paratyphus, und Borrelia recurrentis, die Rückfallfieber auslöst. Diese Erkenntnisse, veröffentlicht in Current Biology am 24. Oktober 2025, bestätigen historische Berichte über Krankheitsausbrüche, die die Grande Armée neben Kälte, Hunger und mangelnder Hygiene dezimierten. Hintergrund: Der katastrophale Rückzug von 1812 Napoleons Russlandfeldzug, auch „Patriotischer Krieg von 1812“, endete mit einer desaströsen Niederlage. Von den etwa 600.000 Soldaten der Grande Armée starben rund 300.000 während des Rückzugs, bedingt durch extreme Kälte, Unterernährung und Krankheiten. Historische Berichte beschreiben Symptome wie hohes Fieber, Erschöpfung und Verdauungsprobleme, die auf Infektionskrankheiten hinweisen. Bereits frühere Studien wiesen Rickettsia prowazekii (Fleckfieber) und Bartonella quintana (Grabenfieber) nach, doch die Rolle anderer Erreger… 

Winterzeit Umstellung verändert Blutwerte

Warum die Zeitumstellung Blutwerte beeinflussen kann Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, beginnt für den menschlichen Organismus wieder eine kurze Phase der Anpassung. Der Wechsel von der Sommer- zur Normalzeit mag auf den ersten Blick banal erscheinen, tatsächlich aber reagiert der Körper auf die künstliche Veränderung der inneren Uhr mit messbaren physiologischen Anpassungen – insbesondere im Hormon- und Stoffwechselhaushalt. Für Laborärztinnen und -ärzte, die in der Woche nach der Umstellung Blutproben bewerten, ist das relevant: Eine Verschiebung im zirkadianen Rhythmus kann kurzfristig Laborwerte verändern – von Glukose und Cortisol über Lipide bis hin zu Schilddrüsenparametern [1][2][3]. Was die Zeitumstellung im Körper bewirkt Der menschliche Organismus folgt einer zirkadianen Rhythmik, einer rund 24-stündigen „inneren Uhr“, die über Licht und Dunkelheit gesteuert wird. Sie beeinflusst hormonelle Sekretion, Körpertemperatur, Leberstoffwechsel und Kreislaufregulation [4][5]. Wird dieser Takt abrupt… 

Diese Blutwerte verraten Pestizide

Die Bestimmung von Pestizidwerten im Blut ist eine anspruchsvolle Untersuchung, die in umweltmedizinischen oder toxikologischen Fachlaboren erfolgt. Sie dient dem Nachweis akuter oder chronischer Belastungen durch Pflanzenschutzmittel wie Organophosphate, Carbamate, Pyrethroide oder Chlorverbindungen [1][2][3]. Indikationen und Vorbereitung Ein Pestizid-Screening ist sinnvoll, wenn Anzeichen einer Vergiftung (z.?B. Krämpfe, Atemnot, Sehstörungen) bestehen oder der Verdacht auf berufliche Exposition vorliegt. Die Blutentnahme erfolgt morgens nüchtern, üblicherweise werden 10?ml Vollblut in EDTA-Röhrchen sowie 30?ml Urin für eine Vergleichsanalyse benötigt [4][5]. Messverfahren Zur Analyse werden hochauflösende Gaschromatographie (GC), Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS/MS) oder Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) eingesetzt. Diese Verfahren ermöglichen die Erkennung von über 600–700 Pestiziden und Metaboliten, darunter Glyphosat, Parathion, DDT, Heptachlor, Lindan oder Chlorpyrifos [2][3][6].LC-MS/MS gilt als „Goldstandard“, weil es extrem empfindlich arbeitet (Nachweisgrenzen im Bereich 0,1–1?µg/L Blut) [7]. Zentrale Laborparameter Bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Organophosphaten oder Carbamaten ist die Cholinesterase-Aktivität der wichtigste biochemische… 

Analyse: IT-Sicherheitsschwächen der elektronischen Patientenakte (ePA) und potenzielle Hacking-Methoden

Stand: Oktober 2025 Die elektronische Patientenakte (ePA), seit Januar 2025 für rund 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland automatisch eingeführt (sofern kein Widerspruch erfolgt), ist ein zentraler Baustein der Gesundheitsdigitalisierung. Sie speichert Diagnosen, Befunde und Medikationspläne zentralisiert, um Behandlungen effizienter zu gestalten. Seit Oktober 2025 sind Ärzte, Apotheken und Kliniken verpflichtet, die ePA zu nutzen, was die Vernetzung intensiviert. Trotz hoher Sicherheitsversprechen der Gematik, die das System betreibt, zeigen unabhängige Gutachten und Expertenanalysen erhebliche Schwachstellen. Diese Analyse beleuchtet die zentralen Sicherheitslücken, potenzielle Angriffsvektoren und deren Implikationen. Überblick über die ePA-Architektur und Sicherheitskonzeption Die ePA basiert auf der Telematikinfrastruktur (TI), einem Netzwerk für sicheren Datentransfer im Gesundheitswesen. Daten werden verschlüsselt in zertifizierten deutschen Rechenzentren gespeichert, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Kommunikation. Patienten steuern Zugriffsrechte über Krankenkassen-Apps, und Zugriffe werden protokolliert. Die Gematik betont strenge Standards, einschließlich Virenscans und rollenbasierten Zugriffen. Dennoch fehlt… 

FDA: Notfallzulassung für neues Medikament gegen Neuwelt-Schraubenwurm bei Hunden

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat heute eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) für Credelio (Lotilaner), ein Kautabletten-Medikament, erteilt. Die FDA stuft es auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse als plausibel ein, dass Credelio wirksam gegen Infektionen mit dem Neuwelt-Schraubenwurm (NWS) bei Hunden und Welpen sein könnte. Die bekannten und potenziellen Vorteile des Produkts überwiegen laut Behörde die bekannten und potenziellen Risiken. Dies ist die erste Notfallzulassung für ein Tierarzneimittel in der Geschichte der FDA. Hintergrund und Bedeutung „Die FDA hat schnell gehandelt, um eine Behandlung gegen Schraubenwurm für Hunde in den USA verfügbar zu machen“, erklärte FDA-Kommissar Marty Makary, M.D., M.P.H. „Angesichts neuer Bedrohungen für die Tiergesundheit müssen wir proaktiv handeln, nicht nur reagieren.“ Timothy Schell, Ph.D., Direktor des FDA-Zentrums für Veterinärmedizin, ergänzte: „Die FDA nutzt Notfallzulassungen, um die Bereitschaft der USA gegen den Neuwelt-Schraubenwurm zu stärken. Wir prüfen… 

Vogelgrippe – Mediale Panikmache ignoriert wissenschaftliche Fakten

In den letzten Monaten haben Schlagzeilen über die Vogelgrippe (avian influenza, insbesondere H5N1) wiederholt Wellen der Besorgnis geschlagen. Sensationslustige Berichte warnen vor einer drohenden Pandemie, die an die Schrecken von 1918 oder 2020 erinnere. Doch wie realistisch ist die Gefahr einer für den Menschen tödlichen Mutation der Vogelgrippe? Dieses Editorial beleuchtet die medizinischen und virologischen Fakten und zeigt evidenzbasiert, warum die Wahrscheinlichkeit einer solchen Mutation extrem gering ist – vergleichbar mit der eines katastrophalen Asteroideneinschlags. Mediale Panikmache: Ein bekanntes Muster Die Berichterstattung über die Vogelgrippe folgt einem vertrauten Muster: Alarmierende Schlagzeilen, spekulative Szenarien und selektive Darstellung von Einzelfällen dominieren die Medienlandschaft. Seit dem ersten Auftreten von H5N1 im Jahr 1997 in Hongkong werden immer wieder Worst-Case-Szenarien beschworen, obwohl die tatsächlichen Fallzahlen beim Menschen gering bleiben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden von 2003 bis Oktober 2025 weltweit 888 menschliche H5N1-Fälle registriert,… 

Frauenpower: DGKL wählt erste Präsidentin und setzt neue Impulse in der Labormedizin

Leipzig, 24. Oktober 2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) hat auf ihrer Jahrestagung im Rahmen des Deutschen Kongresses für Laboratoriumsmedizin (DKLM) in Leipzig einen historischen Meilenstein erreicht: Prof. Dr. med. Mariam Klouche wurde zur ersten Präsidentin der Gesellschaft gewählt. An ihrer Seite übernimmt Prof. Dr. med. Thomas Streichert von der Uniklinik Köln das Amt des Vizepräsidenten. Diese Wahlen markieren einen bedeutenden Schritt für die DGKL, die mit über 1.100 Mitgliedern die führende Fachgesellschaft für Laboratoriumsmedizin in Deutschland ist. Erste Präsidentin: Prof. Mariam Klouche bringt Diversität und Expertise Prof. Mariam Klouche, Geschäftsführerin des LADR Laborzentrums Bremen, bringt als Fachärztin für Laboratoriumsmedizin und Expertin für medizinische Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie und Transfusionsmedizin eine beeindruckende Expertise mit. Bereits seit 2021 war sie Vizepräsidentin der DGKL und ist international in Gremien wie der International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory… 

Warum kann die Vogelgrippe Hunde anstecken? Ein medizinisch-virologischer Erklärartikel

Die Vogelgrippe, insbesondere der hochpathogene Stamm H5N1, ist eine zoonotische Infektion, die vorwiegend Vögel befällt, aber auch Säugetiere wie Hunde infizieren kann. Dieser Artikel erklärt aus virologischer und medizinischer Sicht, warum Hunde empfänglich sind, wie die Übertragung erfolgt, welche Symptome auftreten und welche Präventionsmaßnahmen möglich sind. Der Fokus liegt auf präzisen, wissenschaftlich fundierten Informationen, ohne Spekulationen, gestützt auf aktuelle Daten (Stand Oktober 2025). Virologische Grundlagen: Der Influenza-A-Virus-Stamm H5N1 Die Vogelgrippe wird durch Influenza-A-Viren verursacht, die zur Familie der Orthomyxoviridae gehören. Diese RNA-Viren besitzen ein segmentiertes Genom und zwei Schlüsselmoleküle auf ihrer Oberfläche: Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N). H5N1 ist ein hochpathogener Stamm, der sich durch hohe Virulenz und die Fähigkeit auszeichnet, multiple Wirtsspezies zu infizieren. Das Virus bindet an Sialinsäure-Rezeptoren auf Wirtszellen, wobei es eine Präferenz für ?-2,3-verknüpfte Sialinsäuren zeigt, die in den Atemwegen und im Verdauungstrakt von Vögeln vorherrschen.… 

Nr. 218: Der entscheidende Schub für die Epstein-Akten und Trumps politische Achillesferse

Von LabNews Media LLC, basierend auf verifizierten Quellen aus US-Medien und Kongressberichten Am 24. Oktober 2025 eskaliert der Kampf um die vollständige Freigabe der Jeffrey-Epstein-Akten im US-Kongress zu einem Höhepunkt. Die „Nr. 218“ – die magische Grenze einer Discharge Petition – steht im Zentrum eines parteiübergreifenden Manövers, das die Trump-Administration unter enormen Druck setzt. Diese Petition, initiiert von Republikaner Thomas Massie (KY) und Demokrat Ro Khanna (CA), zielt auf den Epstein Files Transparency Act ab, der das Justizministerium (DOJ) verpflichten würde, alle verbleibenden Dokumente innerhalb von 30 Tagen öffentlich zugänglich zu machen. Mit 217 Unterschriften gesichert, wartet die Petition nun auf die Vereidigung der neu gewählten Abgeordneten Adelita Grijalva (D-AZ), deren Signatur als Nr. 218 die Abstimmung erzwingen würde. Speaker Mike Johnson (R-LA) blockt dies derzeit aus, was zu Vorwürfen führt, er schütze sensible Inhalte – darunter Trumps langjährige Verbindung…