Oklahoma (LabNewsMedia LLC) – Eine fettreiche Ernährung mit hohem Ölsäureanteil, wie in Olivenöl, könnte Fettleibigkeit stärker fördern als andere Fette, zeigt eine Studie in Cell Reports (DOI: 10.1016/j.celrep.2025.115527). Ölsäure, ein einfach ungesättigtes Fett, regt die Bildung neuer Fettzellen an, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöht. Moderation und vielfältige Fettquellen werden empfohlen.
Das Team um Dr. Michael Rudolph (University of Oklahoma) fütterte Mäuse mit Futtermitteln, angereichert mit verschiedenen Fettsäuren aus Kokosnuss-, Erdnuss-, Milch-, Schmalz- und Sojabohnenöl. Nur Ölsäure führte zu einer verstärkten Vermehrung von Vorläuferzellen, die Fettzellen bilden, durch Aktivierung des Signalproteins AKT2 und Hemmung des regulierenden Proteins LXR. „Ölsäure erhöht die Zahl der Fettzellen, was die Speicherkapazität für überschüssige Nährstoffe steigert und bei Überlastung Fettleibigkeit fördern kann“, erklärt Rudolph.
Die Studie zeigt, dass die Fettsäurezusammensetzung in der Ernährung eine größere Rolle spielt als die reine Fettmenge. In modernen Diäten, insbesondere bei begrenztem Zugang zu vielfältigen Lebensmitteln, steigt der Ölsäureanteil durch Fast Food. „Ausgewogene Fettquellen sind entscheidend“, betont Rudolph. Hohe Ölsäuremengen könnten für Menschen mit Herzkrankheitsrisiko schädlich sein, während moderate Mengen Vorteile bieten.
Die Veröffentlichung „Dietary oleic acid drives obesogenic adipogenesis via modulation of LXRa signaling“ kann unter https://doi.org/10.1016/j.celrep.2025.115527 abgerufen werden.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Ernährungsgewohnheiten zu überdenken, um die Adipositas-Epidemie einzudämmen. Weitere Studien sollen klären, wie Ölsäure in menschlichen Diäten isoliert untersucht werden kann, da Nahrungsmittel oft komplexe Fettmischungen enthalten.
