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NZFH-Studie: 25 Prozent der jungen Familien verstehen Deutsch unzureichend

Das Monitoring „Zusammen für Familien“ (ZuFa) Geburtsklinik 2024 des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und des Deutschen Krankenhausinstituts zeigt eine wachsende psychosoziale Belastung junger Familien infolge mangelnder Deutschkenntnisse. In der bundesweiten Befragung von Geburtskliniken mit über 300 Geburten jährlich gaben 76 % der Kliniken an, dass der Anteil belasteter Familien gestiegen ist. Bei 15 % der Familien sahen Klinikmitarbeitende die gesunde Kindesentwicklung als gefährdet – fast doppelt so viele wie 2017 (8 %).

Besonders häufig wurden Verständigungsschwierigkeiten durch mangelnde Deutschkenntnisse (25 %, 2017: 17 %) und psychische Erkrankungen der Eltern (11 %, 2017: 8 %) genannt. Zwei Drittel der Kliniken haben Lotsendienste eingeführt, die Familien in passende Unterstützungsangebote vermitteln. Diese verbessern laut 80 % der Kliniken die Vermittlung und erhöhen die Zufriedenheit von Personal und Eltern.

Die Ergebnisse der Vollerhebung (Rücklauf: 48 %, 256 Kliniken) werden am 9. September 2025 auf einer Online-Konferenz vorgestellt. Das NZFH, gefördert vom Bundesministerium für Familie, unterstützt Geburtskliniken mit Qualitätskriterien für Lotsendienste, um belastete Familien frühzeitig zu unterstützen.