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NIH startet wegweisendes Projekt zur Erforschung ganzheitlicher Gesundheit

Die National Institutes of Health (NIH) haben ein bahnbrechendes Forschungsprogramm gestartet, um die ganzheitliche Gesundheit des Menschen zu untersuchen und ein umfassendes Wissensnetzwerk zur gesunden physiologischen Funktion zu entwickeln. Ziel der Initiative ist es, den Menschen als Ganzes zu betrachten – anstatt nur einzelne Organe oder Körpersysteme isoliert zu analysieren – und verschiedene gesundheitsfördernde Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung zu integrieren. Solche ganzheitlichen Ansätze können mehrere miteinander verbundene Gesundheitsbereiche verbessern, darunter Herz-Kreislauf-Funktionen (z. B. Blutdruck), Stoffwechselprozesse (z. B. Glukosestoffwechsel) und Muskel-Skelett-Gesundheit (z. B. Muskelkraft).

„Die biomedizinische Forschung konzentriert sich oft auf spezifische Organe oder Krankheiten. Wir wissen jedoch viel weniger über die Gesundheit als integrierten Prozess, der den gesamten Menschen betrifft“, erklärte Dr. Helene M. Langevin, Direktorin des National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH), das das NIH-weite Programm leitet.

Mehrphasige Forschungsinitiative

Das fünfjährige Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt. Es baut auf bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie auf Programmen wie dem NIH Human Reference Atlas und dem Human BioMolecular Atlas Program (HuBMAP) auf, um die komplexe Anatomie und Funktion verschiedener Organe und Systeme in einer einzigen „Karte“ zu verknüpfen. In den kommenden Phasen sollen klinische Messwerte wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin mit zentralen physiologischen Funktionen verknüpft werden. Das Framework wird mit vorhandenen Humandaten angereichert, um letztlich ein interaktives Modell der ganzheitlichen Gesundheit zu erstellen und zu testen.

„Durch die Organisation gesunder physiologischer Funktionen in einem ganzheitlichen Wissensnetzwerk können Forscher neue Wege finden, wissenschaftliche Fragen zur Gesundheit zu beantworten“, betonte Dr. Langevin. „Angesichts der rasant wachsenden Menge an wissenschaftlichen Daten ist die Integration und Verknüpfung neuer Erkenntnisse mit bestehendem Wissen entscheidend. Das Whole Person Reference Physiome legt die Grundlage, um die Faktoren zu verstehen, die zu Gesundheitsverschlechterungen führen, und die Wege zur Wiederherstellung der Gesundheit zu identifizieren.“

Bedeutung für die Forschung

Die Initiative verspricht, die biomedizinische Forschung zu revolutionieren, indem sie einen holistischen Ansatz fördert, der die Vernetzung von Körper, Geist und Lebensstilfaktoren berücksichtigt. Anstatt Krankheiten isoliert zu behandeln, zielt das Programm darauf ab, die Mechanismen gesunder physiologischer Funktionen zu entschlüsseln und präventive Strategien zu entwickeln, die die Gesundheit nachhaltig fördern.

Weitere Informationen zum Forschungsprogramm sind auf der NIH-Website unter „NIH Research Portfolio Online Reporting Tools“ (RePORT) verfügbar: https://reporter.nih.gov/search/NHCW3mdunUCF3ULUAvilYQ/project-details/11224772#description.

Über das NCCIH und die NIH

Das National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) erforscht die Grundlagen, Sicherheit und Wirksamkeit komplementärer und integrativer Gesundheitsansätze und deren Rolle in der ganzheitlichen Gesundheitsversorgung. Die NIH, die führende medizinische Forschungsbehörde der USA, umfassen 27 Institute und Zentren und sind Teil des US-Gesundheitsministeriums. Sie fördern Grundlagenforschung, klinische Forschung und translationale Forschung, um Ursachen, Behandlungen und Heilmittel für häufige und seltene Krankheiten zu finden.