Niedrig dosiertes Rapamycin verbessert Muskelmasse

Am 4. April 2025 wurde in Band 17, Ausgabe 4 von Aging (Aging-US)  ein neuer Forschungsartikel  mit dem Titel „ Einfluss von Rapamycin auf Sicherheits- und Gesundheitsspannenmetriken nach einem Jahr: Ergebnisse der PEARL-Studie “ veröffentlicht.

Ein Forschungsteam unter der Leitung des Erstautors Mauricio Moel und der korrespondierenden Autorin Stefanie L. Morgan von  AgelessRx  hat eine klinische Studie durchgeführt, um festzustellen, ob niedrig dosiertes, intermittierendes Rapamycin die Gesundheitsspanne bei älteren Erwachsenen sicher verbessern kann. Die Ergebnisse legen nahe, dass Rapamycin messbare Vorteile für die körperlichen Funktionen und das allgemeine Wohlbefinden bieten könnte, was sein Potenzial als sichere Intervention zur Unterstützung des gesunden Alterns unterstreicht.

Das Altern ist nach wie vor die häufigste Ursache für chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes und Demenz. Obwohl der medizinische Fortschritt die Lebenserwartung erhöht hat, leiden viele Menschen in späteren Jahren immer noch unter nachlassender Gesundheit und eingeschränkter Mobilität. Diese wachsende Kluft zwischen Lebensspanne und Gesundheitsspanne hat das Interesse an Therapien geweckt, die auf das Altern selbst abzielen. Rapamycin, ein von der FDA zugelassenes Medikament, das ursprünglich in der Transplantationsmedizin eingesetzt wurde, hat in Tierstudien aufgrund seiner Fähigkeit, altersbedingte Prozesse zu beeinflussen, Aufmerksamkeit erregt. Bis vor Kurzem waren seine Sicherheit und sein Nutzen für gesunde Menschen weitgehend unbekannt.

Die PEARL-Studie ist die bislang längste Studie zur Untersuchung des Nutzens von Rapamycin für die Langlebigkeit bei gesunden alternden Erwachsenen. Forscher begleiteten 114 Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 85 Jahren über 48 Wochen in einem randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Design. Die Teilnehmer erhielten einmal wöchentlich entweder ein Placebo oder 5 mg bzw. 10 mg eines Rapamycin-Mischpräparats. Das primäre Ziel der Studie bestand darin, Veränderungen des viszeralen Fetts zu messen, während sekundäre Ergebnisse Muskelmasse, Blutwerte und Bewertungen der Lebensqualität umfassten.

Die Studie ergab, dass niedrig dosiertes Rapamycin sicher und gut verträglich ist, wobei schwere Nebenwirkungen in allen Gruppen in ähnlichem Ausmaß berichtet wurden. Das häufigste geringfügige Problem bei Rapamycin-Anwendern waren leichte gastrointestinale Beschwerden. Während keine signifikante Reduktion des viszeralen Fetts beobachtet wurde, verzeichneten Frauen, die 10 mg Rapamycin einnahmen, einen signifikanten Muskelzuwachs und berichteten von einer Schmerzlinderung. Darüber hinaus berichteten Teilnehmerinnen, die wöchentlich 5 mg einnahmen, von einer Verbesserung ihres emotionalen Wohlbefindens und ihrer allgemeinen Gesundheit, wie validierte Umfragen zeigten.

„Unsere Ergebnisse liefern den Beweis, dass diese Rapamycin-Therapien bei Personen mit normalem Alter gut verträglich sind und nur minimale Nebenwirkungen aufweisen, wenn sie mindestens ein Jahr lang verabreicht werden.“

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