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New York prüft zwei Gesetze zur schärferen Regulierung von KI

Der Bundesstaat New York will die Künstliche Intelligenz stärker regulieren. Zwei Gesetzentwürfe, die derzeit in der Staatsversammlung beraten werden, sehen eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte und einen dreijährigen Baustopp für neue Rechenzentren vor. Das berichtet das Onlinemagazin The Verge.

Der Entwurf „New York Fundamental Artificial Intelligence Requirements in News Act“ (NY FAIR News Act) verpflichtet Medien und Verlage, Nachrichten, die „maßgeblich durch generative KI erstellt, verfasst oder komponiert“ wurden, mit einem klaren Hinweis zu versehen. Solche Inhalte müssen zudem vor der Veröffentlichung von einer Person mit redaktioneller Verantwortung geprüft und freigegeben werden. Unternehmen sollen außerdem offenlegen, welche KI-Tools in ihren Redaktionen eingesetzt werden und wie sie in den Produktionsprozess eingebunden sind.

Die zweite Vorlage sieht ein dreijähriges Moratorium für den Neubau von Rechenzentren vor. Ziel ist es, die enormen Auswirkungen solcher Anlagen auf Stromverbrauch, Wassernutzung, Stromnetzstabilität und Umweltbelastung genauer zu untersuchen und zu regulieren. Große KI-Rechenzentren wie der Microsoft-Campus Fairwater in Wisconsin stehen zunehmend in der Kritik, weil sie enorme Energiemengen und Kühlwasser benötigen.

Beide Initiativen spiegeln eine wachsende parteiübergreifende Sorge wider: KI-Technologien entwickeln sich rasant, während gesetzliche Rahmenbedingungen in vielen Bereichen noch fehlen. Sollten die Gesetze verabschiedet werden, könnte New York zu einem Vorreiter in den USA werden.

Der Bericht von The Verge erschien am 8. Februar 2026.