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Neues Raman-Mikroskop an HS Bielefeld eröffnet Forschungswege

Bielefeld, 29. April 2025 – Ein hochmodernes Raman-Mikroskop an der Hochschule Bielefeld (HSBI) ermöglicht präzise Analysen von Molekularstrukturen und eröffnet neue Forschungsperspektiven. Das mit DFG-Mitteln finanzierte Gerät, ein WITec Alpha300 apyron, nutzt drei Laser, um Materialeigenschaften durch Lichtwechselwirkungen sichtbar zu machen.

Forschende untersuchen damit unter anderem die Entwicklung vollständig recycelbarer Kunststoffe mit hoher Leistungsfähigkeit sowie den Einsatz von RNA-basierten Nanopartikeln für biologischen Pflanzenschutz. Silikat-Nanopartikel mit schwammartiger Oberfläche dienen als Träger für RNA, die Schädlinge gezielt bekämpfen, indem sie deren Abwehrmechanismen stimulieren. Die Technologie, inspiriert von RNA-Impfstoffen gegen Covid-19, wird auf ihre Übertragbarkeit geprüft.

Das Mikroskop, das pixelweise Raman-Spektren erstellt, filtert gestreutes Licht und analysiert molekulare Vibrationen. Es arbeitet nicht-destruktiv, erlaubt Echtzeit-Analysen und ist besonders geeignet für biologische Proben, da Laserlicht Wasser durchdringt. Verschiedene HSBI-Forschungsgruppen, darunter die AG Textile Technologien und die AG Kunststofftechnik, nutzen das Gerät für Projekte wie die Optimierung nachhaltiger Materialien.

Die Raman-Mikroskopie gewinnt an Bedeutung, bleibt aber weniger standardisiert als andere Methoden. Dennoch sehen Experten großes Potenzial für Anwendungen in Forschung und Industrie, von Pflanzenschutz bis zur Materialentwicklung.