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Neue Studie über die Sicherheit von mRNA-COVID-19-Impfstoffen

Eine neue Studie, veröffentlicht am 25. April 2025 auf medRxiv, untersucht die Sicherheit von mRNA-COVID-19-Impfstoffen (Pfizer-BioNTech und Moderna) basierend auf Daten aus dem Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) der USA. Die Autoren analysierten Berichte über unerwünschte Ereignisse (AEs) nach Impfungen, die zwischen Dezember 2020 und Oktober 2023 eingereicht wurden, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu bewerten.

Methode und Datenbasis: Die Studie nutzte eine retrospektive Analyse von VAERS-Daten, die über 680.000 Berichte umfassen. Dabei wurden AEs nach Schweregrad (leicht, schwerwiegend, tödlich) kategorisiert und mit dem zeitlichen Verlauf der Impfkampagne korreliert. Statistische Methoden wie die proportionale Berichtsquote (PRR) und Chi-Quadrat-Tests wurden angewendet, um signifikante Abweichungen zu identifizieren.

Ergebnisse: Die Analyse zeigte, dass die meisten gemeldeten AEs (ca. 80 %) mild waren, wie Kopfschmerzen oder Fieber. Schwere AEs, einschließlich Myokarditis, Thrombosen und anaphylaktische Reaktionen, machten etwa 15 % aus, wobei Myokarditis besonders bei jüngeren Männern (65 Jahre) auf. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Impfung und AE-Berichten wurde festgestellt, wobei die meisten Berichte innerhalb von 7 Tagen nach der Impfung eingereicht wurden. Die PRR-Analyse wies auf ein erhöhtes Risiko für bestimmte AEs wie Myokarditis hin, insbesondere nach der zweiten Dosis.

Diskussion: Die Autoren betonen, dass VAERS-Daten keine Kausalität belegen, sondern nur Assoziationen aufzeigen. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung, insbesondere für seltene, aber schwerwiegende AEs. Die Studie hebt hervor, dass die Vorteile der mRNA-Impfstoffe (Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen) die Risiken für die meisten Bevölkerungsgruppen überwiegen, empfiehlt jedoch eine risikobasierte Impfstrategie für vulnerable Gruppen wie junge Männer oder ältere Erwachsene.

Schlussfolgerung: Die Studie bestätigt das insgesamt günstige Sicherheitsprofil von mRNA-Impfstoffen, identifiziert aber spezifische Risiken, die weitere Forschung und gezielte Überwachung erfordern. Sie unterstreicht die Bedeutung von Pharmakovigilanzsystemen wie VAERS für die öffentliche Gesundheit.

Die Studie ist als Preprint verfügbar und wurde noch nicht peer-reviewed. Weitere Details unter: medRxiv.


Original Paper