Eine kürzlich im Journal of the American Veterinary Medical Association ( JAVMA ) veröffentlichte Studie hat neue Erkenntnisse zur Behandlung von Katzen gewonnen, die giftigen Lilien ausgesetzt waren, und gibt Tierbesitzern, die mit dieser weit verbreiteten Haushaltsgefahr konfrontiert sind, Hoffnung.
Die Studie untersuchte den Ausgang bei 112 Katzen, die nach Lilienexposition behandelt wurden. Dabei wurden Katzen, die stationär mit intravenösen Flüssigkeiten behandelt wurden, mit Katzen verglichen, die ambulant mit subkutanen Flüssigkeiten behandelt wurden.
Entgegen früherer Annahmen stellte die Studie keinen signifikanten Unterschied in der Prävalenz von akutem Nierenversagen (AKI) zwischen stationären (46,9 %) und ambulanten (43,8 %) Patienten fest. Dies widerlegt die lange vorherrschende Annahme, dass bei Katzen, die Lilien ausgesetzt waren, immer ein Krankenhausaufenthalt mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr notwendig ist, und stellt einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis und in der Behandlung von Lilienvergiftungen bei Katzen dar, der möglicherweise die Behandlungsmöglichkeiten erweitert und die Ergebnisse für Katzenpatienten verbessert.
„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine ambulante Behandlung für einige Katzen, die Lilien ausgesetzt sind, eine sinnvolle Option sein könnte“, sagt Dr. Erica Reineke, Professorin für Notfall- und Intensivmedizin an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine und eine der Autorinnen der Studie. „Dies könnte insbesondere für Tierbesitzer mit finanziellen Einschränkungen, fehlendem Zugang zu 24-Stunden-Tierarzteinrichtungen oder anderen katzenspezifischen Faktoren relevant sein.“
