Zum Inhalt springen
Home » Mikroskop an Universitätsklinikum Marburg blickt um die Ecke

Mikroskop an Universitätsklinikum Marburg blickt um die Ecke

Seit Anfang des Jahres ist ein neues Operationsmikroskop in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Marburg im Einsatz. Das neue Operationstool ist robotisches 3D-4K-HybridVisualisierungssystem und bietet ein neues Maß an Bildschärfe. Das bedeutet: Der Operateur hat die optimalen digitalen Visualisierungsfunktionen und damit einen besonderen Blick und kann dank der neuesten 3D-Kameratechnologie in 4K kleine anatomische Marker oder Farbunterschiede im Gewebe des Patienten noch zuverlässiger erkennen.

Mittels einer 3D-Brille bietet das Gerät hochauflösende, dreidimensionale Videoübertragungen auf einen 3D-Monitor in 4K Qualität. Das ermöglicht einen deutlich ergonomischeren Einsatz für Hauptoperateur und Assistenten sowie eine sehr reelle Mitbetrachtung des OP-Eingriffs für alle weiteren involvierten Personen wie beispielsweise OP-Personal, Assistenzärzte und Studenten und bietet einmalige Schulungsmöglichkeiten.

Credits: Uniklinik Marburg

Zusätzlich kann das neue System vorher definierte Positionen auf Knopfdruck exakt anfahren und dem Operateur definierte Zoom- und Fokuseinstellungen anbieten. Ebenfalls in dem neuen System enthalten ist eine Sprachsteuerung. Diese ermöglicht die ausgewählte Systemsteuerung auf einfachster Art und Weise. Beide Funktionen zusammen ermöglichen den Anwendern die Bedienung des Gerätes ohne die Hände vom Patienten abzuwenden.

Darüber hinaus ist mit dem integrierten Mikroinspektions-Tool etwas möglich, das für ein klassisches OP-Mikroskop wie es zuvor verwendet wurde, physikalisch nicht möglich war: „Der Blick um die Ecke“. Es kann verdecktes Gewebe in den Okularen und Monitoren gezeigt werden. Mithilfe von integrierten Fluoreszenzmodulen und zu ergänzenden Fluoreszenzmedikamenten können mit bloßem Augen nicht sichtbare Tumore und Blutflüsse im Sub-Millimeterbereich visualisiert werden.