Zum Inhalt springen
Home » MHH: Innovative Therapie stoppt tödliche Hirnentzündung PML

MHH: Innovative Therapie stoppt tödliche Hirnentzündung PML

Ein Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) setzt erfolgreich fremde Immunzellen gegen das humane JC-Virus ein und heilt Schwersterkrankte.

Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine seltene, aber schwerwiegende Gehirninfektion. Sie zerstört das Hirngewebe allmählich und führt häufig innerhalb von wenigen Wochen zum Tod. Ausgelöst wird sie vom humanen Polyomavirus 2 – auch bezeichnet als John-Cunningham-(JC-)Virus. 2021 hat ein interdisziplinäres Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Professor Dr. Thomas Skripuletz, Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie, einen bahnbrechenden Weg gefunden, die Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Seitdem bietet die Klinik eine Behandlung mit neuen Abwehrzellen an, die das Virus im Körper der Betroffenen zurückdrängen können. Diese direkt isolierte allogenen virusspezifischen DIAVIS-T-Zellen stammen aus dem Blut gesunder Menschen, die mit dem Virus infiziert waren. Sie verfügen über passgenaue Abwehrzellen aus der Gruppe der weißen Blutkörperchen. Die T-Lymphozyten erkennen die angreifenden JC-Viren als körperfremd und leiten eine Immunantwort ein.