Die metronomische Chemotherapie (MC) entwickelt sich zu einer bahnbrechenden Behandlungsmethode für pädiatrische Neuroblastome und bietet eine zugänglichere und besser beherrschbare Option für Kinder mit Hochrisiko- und rezidivierenden/refraktären Formen der Krankheit. Dieser innovative Ansatz könnte die Versorgung revolutionieren, insbesondere in ressourcenarmen Umgebungen, in denen traditionelle Behandlungen oft unerreichbar sind. Eine kürzlich veröffentlichte umfassende Übersicht untersucht die Entwicklung, klinischen Anwendungen und Aussichten der MC und beleuchtet ihr Potenzial, die Ergebnisse zu verbessern und gleichzeitig die Toxizität zu reduzieren.
Das Neuroblastom ist der häufigste extrakraniale solide Tumor bei Kindern. Fast 50 % der Fälle werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, oft mit Metastasen. Trotz Fortschritten in der Behandlung sind die Überlebensraten bei Hochrisiko- und rezidiviertem/refraktärem Neuroblastom nach wie vor düster, und Optionen wie autologe Stammzelltransplantation und Immuntherapie sind in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen häufig nicht verfügbar. Angesichts dieser harten Realitäten besteht ein dringender Bedarf an alternativen, zugänglicheren Therapien wie der metronomischen Chemotherapie (MC), um die Überlebensaussichten dieser Kinder zu verbessern.
Am 10. Dezember 2024 veröffentlichte ein Forscherteam des Kinderkrankenhauses der Medizinischen Universität Chongqing eine umfassende Übersicht (DOI: 10.1002/pdi3.2512) in Pediatric Discovery , in der das Potenzial der MC bei der Behandlung von pädiatrischen Neuroblastomen beschrieben wird. Die Studie bietet eine eingehende Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von MC sowie seiner potenziellen Rolle als Erhaltungstherapie und in rezidivierenden/refraktären Situationen und bietet neue Hoffnung für Kinder, die dringend wirksame Behandlungen benötigen.
Die Studie befasst sich mit den Mechanismen von MC als therapeutische Strategie und betont seine Fähigkeit, über längere Zeiträume hinweg konstante Arzneimittelspiegel bei reduzierter Toxizität aufrechtzuerhalten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chemotherapieschemata mit hoher Dosierung verwendet MC niedrig dosierte Wirkstoffe wie Cyclophosphamid und Etoposid, oft in Kombination mit nicht-chemotherapeutischen Wirkstoffen wie Celecoxib und Thalidomid. Frühe Studien haben vielversprechende Ergebnisse berichtet, wobei die Krankheitskontrollraten bis zu 45 % erreichten, insbesondere bei Hochrisikopatienten. Eines der bemerkenswertesten Merkmale von MC ist seine Wirksamkeit in ressourcenarmen Regionen, in denen der Zugang zu fortschrittlichen Behandlungen wie autologer Stammzelltransplantation oder Immuntherapie oft nicht möglich ist. Die Studie hebt auch einen wachsenden Trend hervor, MC mit Immuntherapie und gezielten Behandlungen wie Nivolumab und Pazopanib zu kombinieren, um seine therapeutischen Wirkungen zu verstärken. Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse hat die Variabilität der Medikamentenkombinationen, Dosierungen und Behandlungspläne in den verschiedenen Studien die Erstellung standardisierter Protokolle behindert. Die Identifizierung prädiktiver Biomarker und die Optimierung der Behandlungsschemata bleiben unerlässlich, um das volle Potenzial von MC auszuschöpfen.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/pdi3.2512
