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Menschen mit Long COVID geben Arbeit dreimal häufiger auf

Eine Studie mit mehr als 9.000 Personen, die vor der Pandemie berufstätig waren, hat ergeben, dass Menschen mit Long COVID ein dreimal höheres Risiko haben, ihr Arbeitsleben aufzugeben, als Menschen ohne COVID-Symptome.

Die Zahl der Covid-Infektionen nimmt erneut zu. Viele Menschen erholen sich zwar relativ schnell, bei anderen können jedoch bereits nach der Erstinfektion Komplikationen auftreten und die Symptome können länger als 5–12 Wochen anhalten.

Eine neue, in PLOS One veröffentlichte Studie der Universität Birmingham und der Keele University ergab nun, dass Personen, deren Long-COVID-Symptome länger als 28 Wochen anhalten – und damit über die maximale Dauer des gesetzlichen Kündigungsschutzes in Großbritannien hinausgehen –, eher ihr Arbeitsverhältnis aufgeben als Personen ohne Symptome.

Die Forscher untersuchten zwei Gruppen von Menschen mit Long COVID. Menschen, die zwischen 5 und 28 Wochen Symptome zeigten, und solche, die 29 Wochen oder länger Symptome zeigten. Diese Gruppen wurden mit jenen verglichen, die weniger als fünf Wochen lang COVID-Symptome zeigten oder überhaupt keine Symptome zeigten. Die Studie maß die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsausstiegs, einer Arbeitslosigkeit von null Stunden (Krankheitsabwesenheit), einer Arbeitszeitverkürzung und einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens am Arbeitsplatz.

Die Untersuchung ergab, dass das höchste Risiko, die Arbeit zu verlassen, bei Long-COVID-Patienten besteht, deren Symptome länger als 28 Wochen anhalten. Das Risiko, krankheitsbedingt abwesend zu sein, war in der Gruppe mit Symptomen von 5 bis 28 Wochen am höchsten und war ähnlich hoch wie bei denen, die an Short-COVID erkrankt waren.

Die Studie ergab außerdem, dass eine Long-COVID-Erkrankung nicht mit einer Verringerung der Arbeitszeit einhergeht und dass Menschen mit Long COVID 29+, sofern sie noch berufstätig sind, nicht weniger (oder mehr) arbeiten als vor der Pandemie.


https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0306122