„Wachsende Zahl von Hochsicherheitslabors für Krankheitserreger weltweit gibt Anlass zur Sorge“, schreibt Science, und:
„Die Zahl der Hochsicherheitslabors, in denen die tödlichsten bekannten Krankheitserreger untersucht werden, nimmt rasant zu. Eine neue Analyse warnt, dass mit der wachsenden Zahl von Laboren das Risiko einer unbeabsichtigten Freisetzung oder des Missbrauchs von Keimen wie dem Ebola- und Nipah-Virus steigt“.
Europa verfüge über die meisten Labore der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) und drei Viertel davon befänden sich in städtischen Gebieten.
Und weiter:
„Laut dem am 16. März veröffentlichten Global BioLabs Report 2023 gibt es weltweit 51 Labore der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) in 27 Ländern. Diese Labore verfügen über die höchsten Sicherheitsstandards und die Mitarbeiter tragen häufig Schutzanzüge. 51 sind ungefähr doppelt so viele wie vor etwa einem Jahrzehnt. Viele BSL-4-Labore wurden nach den Anthrax-Anschlägen in den USA im Jahr 2001 gebaut, um biologische Abwehrmaßnahmen zu entwickeln, und als Reaktion auf den Ausbruch des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) in mehreren Ländern im Jahr 2003. Drei Viertel der BSL-4-Labore befinden sich in städtischen Gebieten, wodurch im Falle des Entweichens eines Erregers mehr Menschen gefährdet sind“.
Obwohl sich die meisten Labore der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) und der Biosicherheitsstufe 3 plus (BSL-3+) in Europa und Nordamerika befinden würden, gibt es laut Sciene auch in Asien „viele dieser Einrichtungen, in denen gefährliche Krankheitserreger für Mensch und Tier untersucht werden“.
Die Zahl der BSL-4-Labore werde sich dort in den nächsten Jahren verdoppeln.

