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Liste aller verifizierten Geschäftsaktivitäten von Donald Trump in Russland

Basierend auf öffentlich verfügbaren und verifizierten Quellen (wie Wikipedia, Reuters, Business Insider, Foreign Policy und offiziellen Berichten wie dem Mueller-Report) hat Donald Trump über die Trump Organization seit den 1980er Jahren wiederholt versucht, Geschäftsprojekte in Russland zu entwickeln. Es wurden jedoch keine erfolgreichen Real-Estate-Projekte in Russland abgeschlossen. Die Aktivitäten beschränken sich auf Planungen, Partnerschaften, Veranstaltungen und indirekte Verbindungen durch russische Investoren in US-Projekte. Trump hat wiederholt betont, dass er „keine Geschäfte in Russland“ hat, was sich auf fehlende Eigentumsanteile bezieht, aber nicht auf die Versuche oder indirekten Einnahmen.

Die Liste ist chronologisch sortiert und enthält nur bestätigte Fakten aus zuverlässigen Quellen. Spekulationen oder unbestätigte Vorwürfe (z. B. aus dem Steele-Dossier) werden ausgeschlossen. Russische Käufer haben stark in Trump-Eigenschaften in den USA investiert (ca. 98 Millionen USD insgesamt), was als indirekte Geschäftsaktivität gilt.

1987: Erste Reise und Planung eines Trump Towers in Moskau

  • Trump besuchte Moskau auf Einladung der sowjetischen Regierung (über Intourist, eine KGB-nahe Agentur), um ein Luxus-Hotel-Projekt zu erkunden. Dies wurde in seinem Buch The Art of the Deal (1987) erwähnt. Kein Deal wurde abgeschlossen.

1996: Zweite Reise und Markenanmeldungen

  • Trump reiste nach Moskau, um ein Luxus-Residential-Projekt auf Gelände eines US-Tabakunternehmens vorzuschlagen. Er lobte das Potenzial der Stadt öffentlich. Die Trump Organization beantragte Markenrechte für Real-Estate-Entwicklungen in Russland. Kein Projekt realisiert.

2000–2010: Partnerschaft mit Bayrock Group (Felix Sater)

  • Trump kooperierte mit Bayrock Group (gegründet von russischstämmigen Immigranten, inkl. Felix Sater, der Verbindungen zu russischen Investoren hatte). Sie planten Trump Towers in Moskau, z. B. 2005 ein Projekt am Moskau-Fluss (ehemalige Bleistiftfabrik als Hochhaus). Letters of Intent wurden unterzeichnet, aber das Projekt scheiterte an Finanzierung und Genehmigungen. Bayrock half bei internationalen Trump-Projekten, aber nichts in Russland wurde gebaut.

2005: Exklusiver Deal mit Bayrock für Moskau-Projekt

  • Bayrock erhielt exklusive Rechte für ein Trump-branded Property in Moskau. Trump kündigte Pläne für 250 Millionen USD Investition in zwei Luxus-Residential-Gebäude an. Das Vorhaben kam nicht zustande.

2006: Reisen der Trump-Kinder nach Moskau

  • Donald Trump Jr. und Ivanka Trump reisten mit Felix Sater nach Moskau, um Immobilienentwicklungen zu erkunden. Keine Deals abgeschlossen, aber Kontakte zu russischen Entwicklern geknüpft.

2007: Trump Vodka-Expansion nach Russland

  • Trump versuchte, seine Vodka-Marke (Trump Super Premium Vodka) in Russland zu vermarkten – der erste Markteintritt. Die Expansion scheiterte; die Marke wurde 2011 eingestellt.

2007: Planung eines Trump International Hotels in Moskau

  • Bayrock organisierte ein potenzielles Joint Venture mit russischen Investoren für ein Trump International Hotel in Moskau. Trump bezeichnete es als „nicht-exklusiv“, um weitere Deals zu ermöglichen. Das Projekt fiel durch.

2006–2008: Markenanmeldungen für Real Estate

  • Die Trump Organization beantragte mehrere Marken in Russland für Hotels, Condos und kommerzielle Türme. Ziel: Lizenzierung des Trump-Namens. Keine Projekte folgten.

2008: Verkauf einer US-Immobilie an russischen Käufer

  • Trump verkaufte sein Palm-Beach-Anwesen „Maison de l’Amitié“ (gekauft für 41,35 Millionen USD) für 95 Millionen USD an den russischen Oligarchen Dmitry Rybolovlev. Dies war der teuerste Immobilienverkauf in den USA zu der Zeit. Keine Renovierungen rechtfertigten den Preisanstieg; es wird als potenzieller Geldwäsche-Vorfall diskutiert, aber legal abgeschlossen.

2013: Miss Universe Pageant in Moskau

  • Trump und NBC veranstalteten den Miss Universe-Wettbewerb in Moskau, organisiert von Aras Agalarov (russischer Oligarch). Die Trump Organization erhielt ca. 12,2 Millionen USD Einnahmen (Zahlungen und Lizenzgebühren). Trump twitterte: „TRUMP TOWER-MOSCOW is next.“ Dies führte zu Planungen für ein Trump Tower-Projekt mit den Agalarovs, das jedoch scheiterte.

2013–2015: Trump Tower Moscow (erste Version mit Agalarovs)

  • Nach Miss Universe planten Trump und Aras Agalarov ein Trump Tower in Moskau (Crocus City). Es gab Verhandlungen über Standorte und Finanzierung, inkl. Fragen zu Käuferdemografie. Das Projekt starb 2014 an „Deal-Fatigue“ und sanktionbedingten Marktrückgängen. Trump erhielt keine Gebühren, da nichts gebaut wurde.

2015–2016: Trump Tower Moscow (zweite Version mit Felix Sater und Michael Cohen)

  • Cohen und Sater verhandelten ein 250–300 Meter hohes Gebäude (150–250 Einheiten, Hotel, Spa). Letter of Intent mit I.C. Expert (Andrey Rozov) am 28. Oktober 2015 unterzeichnet; Trump würde 3,5 % Provision auf Verkäufe erhalten (geschätzt 50–100 Millionen USD langfristig). Verhandlungen dauerten bis Juni 2016 (während der Kampagne), inkl. E-Mails an Putins Sprecher. Cohen log später vor Kongress über das Ende (Januar 2016). Kein Deal; scheiterte an Genehmigungen und Sanktionen.

Indirekte Aktivitäten: Russische Investitionen in US-Trump-Projekte (2000er–2010er)

  • Russische Käufer (Oligarchen und Eliten) investierten ca. 98 Millionen USD in Trump-Gebäude (z. B. Florida: Trump Palace, Trump Hollywood, Sunny Isles – bekannt als „Little Moscow“). Beispiele:
  • Über 65 Einheiten in Trump World Tower (New York) an Russen verkauft (späte 1990er).
  • Vadim Gataullin (russischer Politiker) kaufte 2010 eine Wohnung in Trump Hollywood für 3,5 Millionen USD.
  • Alexander Yuzvik kaufte 2010 eine Einheit in Trump Palace für 1,3 Millionen USD.
  • Misevra (russische Firma) kaufte 2010 das Penthouse in Trump Hollywood für 6,8 Millionen USD.
  • Diese Käufe (oft bar, über LLCs) halfen Trump nach seinen 1990er-Bankrotten; Söhne gaben zu, dass „Russen einen großen Teil unserer Assets ausmachen“ (Donald Jr., 2008). Keine direkten russischen Projekte, aber signifikante Einnahmen für Trump Organization.

Weitere Notizen

  • Gesamteinschätzung: Alle Versuche, in Russland zu bauen (z. B. Türme, Hotels), scheiterten an bürokratischen Hürden, Sanktionen und fehlender Finanzierung. Trump wechselte zu Lizenzmodellen (Namensrechte), die in Russland nicht greifen. Indirekt profitierten russische Investoren von Trump-Marken in den USA, was zu Vorwürfen von Geldwäsche führte, aber keine strafrechtlichen Konsequenzen für Trump.
  • Quellenbasis: Basierend auf Mueller-Report, Senatsberichten, Reuters-Untersuchungen und Trumps eigenen Aussagen. Für aktuelle Entwicklungen (z. B. 2025-Spekulationen) gibt es keine neuen bestätigten Deals.