Eine Studie der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Universität Jyväskylä untersuchte, wie sich eine 10-wöchige Pause vom Krafttraining auf die Maximalkraft und die Muskelgröße auswirkte. Die Studie ergab, dass eine 10-wöchige Pause nach der Hälfte von insgesamt 20 Wochen Krafttraining kaum Auswirkungen auf die Entwicklung hatte. Während der Pause blieb die Maximalkraft besser erhalten als die Muskelgröße.
In der Studie wurden die Ergebnisse eines 20-wöchigen Krafttrainings in zwei Gruppen verglichen: eine mit kontinuierlichem Training und eine mit einer 10-wöchigen Pause in der Mitte.
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Entwicklung von Maximalkraft und Muskelgröße in beiden Gruppen ähnlich waren. Der gleiche Fortschritt in beiden Gruppen war laut den Forschern darauf zurückzuführen, dass die Maximalkraft und insbesondere die Muskelgröße nach Wiederaufnahme des Trainings schnell wieder das Niveau vor der Pause erreichten.
„In den ersten Wochen nach der Pause waren die Fortschritte sehr schnell und nach nur fünf Wochen erneutem Training war das Niveau vor der Pause bereits wieder erreicht“, sagt Eeli Halonen von der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften, der seine Doktorarbeit über die Auswirkungen der Trainingspause schreibt.

Das „Muskelgedächtnis“ wird als nächstes auf zellulärer und molekularer Ebene untersucht
Das Phänomen, dass die vorherige Muskelgröße nach einer Pause schnell wieder erreicht wird, wird als „Muskelgedächtnis“ bezeichnet.
„Die physiologischen Mechanismen des Muskelgedächtnisses sind noch nicht vollständig verstanden“, sagen die leitenden Forscher Juha Hulmi und Juha Ahtiainen, „und unser nächster Schritt besteht darin, die zellulären und molekularen Veränderungen in den Muskeln, die dieses Phänomen möglicherweise erklären könnten, eingehender zu untersuchen.“
Maximalkraft bleibt besser erhalten als Muskelmasse
Die Studie ergab außerdem, dass die Maximalkraft während der Pause besser erhalten blieb als die Muskelgröße.
„Dies könnte dadurch erklärt werden, dass Veränderungen im Nervensystem möglicherweise dauerhafter sind als periphere Veränderungen in den Muskeln“, sagt Halonen.
Basierend auf dieser Studie und früheren Erkenntnissen scheint es, dass sich Fitnessstudiobesucher über gelegentliche Trainingspausen von bis zu zehn Wochen keine Sorgen machen müssen, wenn das Training ansonsten während des restlichen Jahres regelmäßig und progressiv verläuft.
Original Paper https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/sms.14739?
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