Labormedizin: DGKL setzt auf Zusammenarbeit mit Merz-Regierung

Berlin, 07. Mai 2025 – Jan Wolter, Sicherheitsexperte und Bevollmächtigter des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Labormedizin (DGKL), äußert sich im Gespräch mit MedLabPortal vorsichtig optimistisch über die Zukunft der Labormedizin unter der neuen Bundesregierung von Friedrich Merz. Trotz der fehlenden Erwähnung der Labormedizin im Koalitionsvertrag und der knappen Kanzlerwahl vertraut Wolter auf eine stabile Politik, die die Bedeutung dieser Schlüsselbranche erkennt.

Der Nationale Strategieplan der DGKL unterstreiche die Rolle der Labormedizin als kritische Infrastruktur. Er fordert nachhaltige Finanzierung, fortschrittliche Digitalisierung, KI-Nutzung, Cybersicherheit, Krisenresilienz sowie Investitionen in Forschung und Ausbildung. Entbürokratisierung und Nachhaltigkeit stehen Wolter zufolge ebenfalls im Fokus. „Labormedizin ist das Fundament moderner Medizin“, betont Wolter. „Eine kluge Politik wird dieses Potenzial nutzen.“

Wolter sieht in Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine kompetente Partnerin, deren Erfahrung im Katastrophenschutz die schnelle Anerkennung der Labormedizin fördern könnte. Die DGKL biete wissenschaftlich fundierte Expertise an, um die Politik zu unterstützen. Zur Finanzierung, insbesondere angesichts der Diskussionen um die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ), bleibt Wolter zuversichtlich: Einsparungen im Laborbereich würden die Versorgung gefährden, was allen bewusst sei.

Langfristig setze die DGKL auf Nachwuchsförderung, Forschung und Krisenresilienz. Durch konstruktiven Dialog mit der Regierung will die Gesellschaft die unverzichtbare Rolle der Labormedizin sichern. „Wir sind ein verlässlicher Partner ohne kommerzielle Interessen“, so Wolter.

Das vollständige Interview ist auf MedLabPortal abrufbar.

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