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Künstliche Intelligenz erkennt Kindesmissbrauch

Künstliche Intelligenz (KI) kann dazu beitragen, die Häufigkeit körperlicher Misshandlung von Kindern in der Notaufnahme besser zu identifizieren, wie eine neue Studie zeigt. Die Forschungsergebnisse werden auf der  Tagung der Pediatric Academic Societies (PAS) 2025 vorgestellt ,  die vom 24. bis 28. April in Honolulu stattfindet. 

Forscher nutzten ein maschinelles Lernmodell, um Fälle von Kindesmissbrauch in Notaufnahmen anhand von Diagnosecodes für Hochrisikoverletzungen und körperliche Misshandlung zu schätzen. Der Ansatz der Forscher prognostizierte die Missbrauchsraten besser als Methoden, die sich ausschließlich auf von Ärzten oder Verwaltungspersonal eingegebene Diagnosecodes stützten. Allein auf Grundlage von Missbrauchscodes kam es in durchschnittlich 8,5 % der Fälle zu Fehldiagnosen.

„Unser KI-Ansatz bietet einen klareren Einblick in Trends bei Kindesmissbrauch. Dies hilft Anbietern, Missbrauch angemessener zu behandeln und die Kindersicherheit zu verbessern“, sagte Dr. Farah Brink, Kinderärztin für Kindesmissbrauch am Nationwide Children’s Hospital und Assistenzprofessorin an der Ohio State University. „KI-gestützte Tools bergen ein enormes Potenzial, die Art und Weise zu revolutionieren, wie Forscher Daten zu sensiblen Themen wie Kindesmissbrauch verstehen und damit arbeiten.“

Die Forscher untersuchten Daten von 3.317 verletzungs- und misshandlungsbedingten Besuchen in der Notaufnahme von sieben Kinderkrankenhäusern zwischen Februar 2021 und Dezember 2022. Alle Kinder waren unter 10 Jahre alt und fast drei Viertel waren unter zwei Jahre alt.