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KI-Revolution in der Politik: 11,5 Millionen Pfund für evidenzbasierte Entscheidungsfindung

Ein bahnbrechendes Projekt im Wert von 11,5 Millionen Pfund soll die Art und Weise, wie politische Entscheidungsträger weltweit wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, grundlegend verändern. Die Initiative, getragen von UK Research and Innovation (UKRI), setzt auf künstliche Intelligenz (KI), um Forschungsergebnisse schneller, relevanter und zugänglicher für die Politikgestaltung zu machen.

Das Projekt mit dem Namen „Mobilisierung von Beweismitteln durch künstliche Intelligenz und benutzerinformierte Synthese“ (METIUS) zielt darauf ab, die Synthese wissenschaftlicher Beweise zu revolutionieren. Durch den Einsatz modernster KI-Technologien soll die Infrastruktur Entscheidungsträgern ermöglichen, dringende Herausforderungen in Bereichen wie Bildung, Klimawandel, Justiz und internationale Entwicklung effektiver anzugehen. Die Kombination aus KI und menschlicher Expertise wird es ermöglichen, komplexe Forschungsergebnisse schnell in verständliche und anwendbare Formate zu übersetzen.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch den Economic and Social Research Council (ESRC) und den Natural Environment Research Council (NERC) in Zusammenarbeit mit dem Department for Science, Innovation and Technology (DSIT). Ergänzt wird die Initiative durch eine internationale Kooperation, darunter eine Investition von 126 Millionen US-Dollar durch die Vereinten Nationen (UN) und andere Partner wie die Wellcome Trust und die Jacobs Foundation. Ziel dieser globalen Allianz ist es, die sogenannte „Living Evidence Synthesis“ zu fördern, die Echtzeit-Aggregation aktuellster Forschungsergebnisse, um den Fortschritt bei den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu beschleunigen.

Das METIUS-Konsortium, angeführt von der Queen’s University Belfast, umfasst renommierte Institutionen wie die Campbell Collaboration, University College London und das Pan-African Collective for Evidence. Es wird eine Reihe von Modellprojekten zu Themen wie Bildung, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit durchführen, um die globale Kapazität für evidenzbasierte Politikgestaltung zu stärken. Ein zusätzlicher „Challenge Fund“ in Höhe von 6 Millionen Pfund soll weitere Kooperationen fördern, etwa mit der Jacobs Foundation, um Bildungsergebnisse und Chancengleichheit zu verbessern.

Die Initiative adressiert ein zentrales Problem: Trotz der Fülle an wissenschaftlicher Forschung weltweit fehlt es Entscheidungsträgern oft an zeitnahen und relevanten Beweisen. Eine kürzlich vom ESRC und dem Government Office for Science beauftragte Analyse zeigt, dass allein UKRI-Investitionen 81 Prozent der priorisierten Beweislücken britischer Regierungsbehörden schließen könnten. METIUS wird diese Lücke durch innovative Tools und Prozesse schließen, die Beweise schneller und kosteneffizienter bereitstellen.

Die Investition, die am 1. Oktober 2025 startet und fünf Jahre läuft, unterstreicht Großbritanniens führende Rolle in Forschung und Innovation. Sie ist Teil der strategischen Ausrichtung von UKRI, wirtschaftliches Wachstum zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern. Durch die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und die Nutzung von KI wird das Projekt nicht nur nationale, sondern auch globale Prioritäten unterstützen, etwa durch die Beschleunigung der SDGs und die Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel und sozialer Ungleichheit.

Mit dieser Initiative setzt Großbritannien einen Meilenstein für eine evidenzbasierte Politikgestaltung und stärkt seine Position als Vorreiter in der globalen Forschungslandschaft.