Diagnosen stellen ist oft kein einfaches Unterfangen für Ärzte. Neben medizinischen Symptomen müssen auch immer Faktoren wie die Lebensweise und individuelle körperliche Grundvoraussetzungen der Patienten mit einbezogen werden. In Zeiten der stetig an Bedeutung zunehmenden Technologien, liegt die Frage nahe: Kann künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin sowie der Arzt-Patienten-Kommunikation und speziell bei Diagnosen helfen oder sie gar eigenständig stellen? Und welche Erwartungen haben Patienten an KI? Luisa de Alzaga Achter, Studentin des Studiengangs International Management an der International School of Management (ISM) in München hat dieses Thema in ihrer Abschlussarbeit näher untersucht. Dazu ist jetzt eine erweiterte Publikation erschienen.
Zunächst erhoffen sie sich Orientierung und Unterstützung durch die Chatbots. Sie wünschen sich, mit Hilfe der Technologie sicher durch das komplexe Gesundheitswesen geführt zu werden, um das eigene Handeln zu bestätigen.
Eine große Rolle spielt dabei die Gebrauchstauglichkeit des Bots. Funktionalität, Qualität der Antworten, maschinelle Intelligenz und Benutzerfreundlichkeit stellen dabei zentrale Anforderungen dar. „Patienten wollen verständlicherweise ihre Krankengeschichte nicht immer wieder neu erzählen“, erläutert Luisa de Alzaga Achter. „Sie haben also die Erwartung, dass die künstliche Intelligenz mitlernt und sich die bereits eingegebenen Daten merkt.“
