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KI: Deutschland kann Krankenhaus-Blackout maximal 7 Tage überstehen

Die Zeit, die Deutschland im Falle eines Blackouts aller Krankenhäuser noch seine Bevölkerung medizinisch versorgen könnte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer des Stromausfalls, der Ausstattung der Krankenhäuser mit Notstromversorgung und der Vorbereitung auf solche Ereignisse.

Dauer des Stromausfalls

Ein großflächiger und länger andauernder Stromausfall kann sich auf die medizinische Versorgung in Deutschland gravierend auswirken. Die Bundesnetzagentur stuft die Gefahr eines flächendeckenden Stromausfalls als gering ein, aber nicht auszuschließen[2]. Die Dauer eines solchen Ausfalls kann von Stunden bis zu mehreren Tagen oder gar Wochen reichen[5][6].

Notstromversorgung in Krankenhäusern

Die meisten deutschen Krankenhäuser sind auf Notstromversorgung angewiesen, um bei einem Stromausfall weiterhin medizinische Versorgung zu gewährleisten. Diese Notstromversorgung kann jedoch nur begrenzt Zeit lang aufrechterhalten werden. Studien zeigen, dass etwa 80 Prozent der Kliniken ihre Leistung herunterfahren müssten, wenn der Strom großflächig für einen längeren Zeitraum ausfällt[6]. Die Notstromversorgung kann nur bestimmte Bereiche des Krankenhauses, wie Operationssäle oder Notfallversorgung, betreiben[6].

Vorbereitung auf Blackouts

Krankenhäuser müssen sich auf solche Ereignisse vorbereiten, indem sie Notfallpläne erstellen und regelmäßig üben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt eine Notstromversorgung für mindestens 72 Stunden vorzuhalten[8]. Ein individueller Notfallplan mit Checklisten hilft bei der Bewältigung der Lage[8].

Zeitrahmen für medizinische Versorgung

Angesichts dieser Faktoren kann man davon ausgehen, dass Deutschland im Falle eines Blackouts aller Krankenhäuser seine Bevölkerung medizinisch noch für einige Tage bis maximal eine Woche versorgen könnte. Dies hängt jedoch stark von der Dauer des Stromausfalls und der Vorbereitung der Krankenhäuser ab. Einige Krankenhäuser könnten ihre medizinische Versorgung länger aufrechterhalten, während andere bereits nach wenigen Tagen ihre Leistung herunterfahren müssten[5][6].

Insgesamt ist es wichtig, dass Krankenhäuser und die Gesundheitsbehörden sich auf solche Ereignisse vorbereiten und Notfallpläne erstellen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch bei einem Blackout sicherzustellen.

Quellen:
[1] [PDF] Gesundheitsversorgung trotz Gasmangel und Stromausfall – BBK https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Gesundheit/KAEP/empfehlung-gas-strom.pdf?__blob=publicationFile&v=4
[2] Sicherheitsmanagement: Blackout im Gesundheitswesen https://www.aerzteblatt.de/archiv/122977/Sicherheitsmanagement-Blackout-im-Gesundheitswesen
[3] Notstromversorgung: Was tun bei Stromausfall im Krankenhaus? https://www.kma-online.de/aktuelles/management/detail/ohne-panik-resilient-bleiben-50348
[4] [PDF] Stromausfall im Krankenhaus – Das Licht bleibt an, aber – BBK https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSMAG_Artikel/2023-03/2023-03_07.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[5] Blackout: Viele Kliniken können Stromausfall nur kurz durchhalten https://www.merkur.de/wirtschaft/blackout-stromausfall-klinik-krankenhaus-versorgung-energie-notfall-deutschland-zr-91863830.html
[6] Blackout: Ein Horror-Szenario für Krankenhäuser – WELT https://www.welt.de/regionales/nrw/article241997435/Blackout-Ein-Horror-Szenario-fuer-Krankenhaeuser.html
[7] Unserer medizinischen Versorgung fehlt es an der notwendigen … https://www.saurugg.net/2018/blog/krisenvorsorge/unserer-medizinischen-versorgung-fehlt-es-an-der-notwendigen-robustheit
[8] [PDF] Krisenvorsorge im Krankenhaus – DAKEP https://www.dakep.de/res/pdf/gasmangel-stomausfall-krankenhaus.pdf