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Kanada investiert historisch hohe Summe in ESA-Programme – Boost für Space-Omics-Forschung erwartet

Kanada erhöht seine Beiträge zu Programmen der Europäischen Weltraumagentur (ESA) um 528,5 Millionen kanadische Dollar – ein zehnfacher Anstieg gegenüber früheren Investitionen. Die Ankündigung erfolgte heute auf der SpaceBound 2025 Conference durch Industrie-Ministerin Mélanie Joly. Die Mittel sollen die Entwicklung kanadischer Raumfahrttechnologien für zivile und verteidigungspolitische Zwecke vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der kanadischen Industrie stärken.

Die verstärkte Kooperation mit der ESA öffnet kanadischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen breiteren Zugang zum europäischen Markt. Jeder in ESA-Projekte investierte Dollar generiert laut Canadian Space Agency mehr als drei Dollar Folgeumsatz. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation (inklusive Quantentechnologien), Weltraumforschung sowie Positions- und Zeitbestimmung.

Für die europäisch-kanadische Space-Omics- und Biomedizin-Forschung im All ergeben sich dadurch neue Chancen: Kanadische Expertise in Genomik, Proteomik und Metabolomik unter Weltraumbedingungen könnte künftig stärker in ESA-Missionen einfließen – etwa bei Langzeitaufenthalten auf der ISS oder in Vorbereitung bemannter Mars-Missionen. Die endgültige Verteilung der kanadischen Mittel auf konkrete ESA-Programme wird auf dem ESA-Ministerrat am 26. und 27. November 2025 in Bremen beschlossen.

Die kanadische Raumfahrtbranche erwirtschaftete 2023 nach offiziellen Angaben 5,1 Milliarden Dollar Umsatz und sicherte rund 14.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Die jetzt angekündigte Investitionsoffensive unterstreicht die strategische Bedeutung des Weltraums für Wirtschaft, Sicherheit und internationale Partnerschaften Kanadas.