Johnson & Johnson hat am 21. Februar 2026 neue Langzeitdaten aus der QUASAR-Long-Term-Extension-Studie vorgestellt, wonach TREMFYA® (Guselkumab) bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (UC) klinische, endoskopische und histologische Outcomes bis Woche 140 aufrechterhält. Mehr als 80 % der Patienten erreichten eine klinische Remission, über 50 % eine endoskopische Remission. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) 2026 in Stockholm präsentiert (Johnson & Johnson, 21. Februar 2026).
Die QUASAR-Studie ist ein randomisiertes, doppelblinde, placebokontrolliertes Phase-2b/3-Programm mit einer laufenden Long-Term-Extension (LTE), das die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen oder Intoleranz auf konventionelle Therapien, Biologika (TNF-Antagonisten, Vedolizumab) und/oder JAK-Inhibitoren untersucht. In der Induktionsphase erhielten Patienten 200 mg Guselkumab intravenös oder Placebo; in der Erhaltungsphase subkutan 200 mg alle 4 Wochen, 100 mg alle 8 Wochen oder Placebo. Die LTE umfasst weitere 4 Jahre Behandlung mit Bewertung von Wirksamkeit, Sicherheit und Biomarkern.
Bei Woche 140 lagen 80,8 % der Patienten in klinischer Remission (definiert als Mayo-Subscores: Stuhl frequenz 0 oder 1 ohne Zunahme, rektale Blutung 0, endoskopisch 0 oder 1). 78,6 % erreichten histo-endoskopische Mukosaverbesserung (HEMI: endoskopische plus histologische Verbesserung nach Geboes-Skala), 53,6 % endoskopische Remission (Mayo endoskopisch 0). Von denen in Remission bei Woche 44 hielten 87,5 % diese bis Woche 140 bei. Die Wirksamkeit war unabhängig von vorheriger Biologika- oder JAK-Inhibitor-Exposition; fast alle in Remission waren ?8 Wochen steroidfrei. Etwa 89 % der teilnahmeberechtigten Patienten beendeten die Behandlung bis Woche 140. Keine neuen Sicherheitsbedenken traten auf.
Die Daten unterstreichen das Potenzial von Guselkumab für dauerhafte Krankheitskontrolle bei UC, mit hoher Retention und steroidsparender Wirkung, was das Risiko für Schübe, Steroidbedarf oder Operation senken könnte. Guselkumab blockiert IL-23 und bindet an CD64 auf IL-23-produzierenden Zellen (in-vitro-Befunde). Limitationen: Die Analysen umfassen „as observed“ und Non-Responder-Imputation; Ergebnisse basieren auf einer offenen Extension ohne Randomisierung ab Erhaltung; Langzeitdaten jenseits von 140 Wochen stehen aus. Weitere Abstracts zu Guselkumab und anderen J&J-Wirkstoffen (icotrokinra, Ustekinumab) wurden bei ECCO präsentiert.
