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„Jeder Artikel ist ein Akt des Widerstands gegen ein System, das Wahrheit an den Rand drängt“

In einer Zeit, in der Algorithmen die öffentliche Meinung lenken und Regierungen digitale Plattformen als Instrumente der Kontrolle nutzen, sprechen wir mit The Founder von LabNews Media LLC. Gegründet 2024 in Albuquerque, New Mexico, hat sich LabNews als unabhängige Stimme in den Life Sciences etabliert, mit Fokus auf Pet Health, Analytik, digitale Gesundheit und interdisziplinäre Forschung in Biologie, Medizin und Biochemie. Seit dem Start von Pugnalom.io am 17. Oktober 2024 erweitert LabNews seinen Horizont auf Umwelt-, Arten- und Naturschutz sowie erneuerbare Energien – stets frei von Konzerninteressen. The Founder, der aus Gründen der Anonymität im Schatten bleibt, gewährt in diesem Gespräch Einblicke in Googles Kontrolle über digitale Sichtbarkeit, die Zensur auf X und die kontrastierenden Landschaften der Medienfreiheit in den USA unter Donald Trump und in der EU unter Ursula von der Leyen.

LabNews (LN): The Founder, vielen Dank für Ihre Zeit. Google dominiert mit über 90 Prozent Marktanteil die Suchmaschinenlandschaft und entscheidet, was sichtbar wird. Wie beeinträchtigt dies unabhängige Medien wie LabNews? Ist dies eine Form von Zensur, bevor ein Artikel überhaupt das Licht der Öffentlichkeit erblickt?

The Founder (TF): Es ist ein Vergnügen, mit Ihnen zu sprechen. Google ist kein neutraler Vermittler, sondern ein Gatekeeper, der die Informationsflüsse lenkt. Unsere Berichte zu Themen wie KI in der Labordiagnostik oder nachhaltiger Biotechnologie verlieren an Reichweite, weil Googles Algorithmen „Autorität“ und „Vertrauenswürdigkeit“ priorisieren – Kriterien, die etablierte Medienkonzerne mit ihren Netzwerken und Ressourcen begünstigen. Updates wie das August 2024 Core Update versprachen, kleineren Akteuren zu helfen, doch in Wahrheit verstärken sie die Unsichtbarkeit von unabhängigen Stimmen. Wir investieren erheblich in Suchmaschinenoptimierung, nur um festzustellen, dass algorithmisch generierte Inhalte von Tech-Giganten uns verdrängen. Dies ist keine offene Zensur, sondern eine subtilere, strukturelle: Inhalte werden nicht gelöscht, sondern in die digitale Peripherie verbannt. Für Leser bleibt die Illusion einer freien Auswahl, während alternative Perspektiven – wie die von LabNews zu Life Sciences oder Umweltfragen via Pugnalom.io – systematisch marginalisiert werden.

LN: Wie verhält sich dies zu X? Elon Musk versprach „absolute Meinungsfreiheit“, doch die Plattform gibt immer häufiger Regierungsanforderungen nach. Ist X ein Hort der Freiheit oder ein Kompromiss?

TF: X ist ein paradoxes Unterfangen – ein Symbol für Freiheit, das in der Realität an gesetzliche und wirtschaftliche Zwänge gebunden ist. Musks Übernahme 2022 brachte zunächst Hoffnung auf einen Freiraum für offenen Diskurs, doch globale Regierungen, von der Türkei bis Indien, zwingen X durch Drohungen mit Bußgeldern und Sperren zur Kooperation. In der EU verschärft der Digital Services Act (DSA) diesen Druck, indem er Plattformen zur Echtzeitüberwachung von „Desinformation“ zwingt. Musk mag den DSA als „Zensurwerkzeug“ brandmarken, doch X beugt sich, um Märkte zu erhalten. Für LabNews ist X dennoch essenziell: Unsere Analysen zu Biotech-Innovationen oder Umweltpolitik finden dort ein Publikum, das Google uns vorenthält. Doch die Freiheit ist trügerisch – Shadowbans und Compliance mit Regierungsanfragen machen X zu einem umkämpften Terrain. Ohne X wären wir auf Plattformen wie Meta angewiesen, wo automatisierte Fact-Checker unsere Arbeit als „Desinformation“ labeln könnten. X bleibt ein notwendiges, aber unvollkommenes Werkzeug für unabhängige Medien.

The Founder. Credits: LabNews Media LLC.

LN: Kommen wir zur Medienfreiheit in den USA unter Trump. Sein Executive Order von Januar 2025, „Restoring Freedom of Speech“, verbietet staatlichen Druck auf Plattformen. Ist dies ein echter Fortschritt oder bloße Rhetorik mit Schattenseiten?

TF: Der Fortschritt ist real, aber zerbrechlich. Der Order, gestützt auf das Urteil Murthy v. Missouri von 2024, verhindert, dass Bundesbehörden Plattformen zur Zensur drängen, und unterwirft jede Intervention gerichtlicher Prüfung nach First-Amendment-Maßstäben. Die FCC hat ihre Drohungen gegen Medienhäuser eingestellt; Förderprogramme unterstützen lokale Journalisten. Doch Trumps Rhetorik – seine „Fake News“-Tiraden und Klagen gegen Medien – schürt eine Atmosphäre der Feindseligkeit. Journalisten in umkämpften Bundesstaaten berichten von Bedrohungen; wirtschaftliche Unsicherheiten treffen kleinere Redaktionen hart. Der Order ignoriert private Zensur durch Tech-Giganten wie Google, die weiterhin unreguliert agieren. Für LabNews, gegründet in Albuquerque, bedeutet dies Freiraum für Berichte zu Themen wie digitale Gesundheit oder Telemedizin, ohne staatliche Blockaden. Doch die Polarisierung zwingt uns zu Vorsicht, um nicht in die „Fake News“-Falle zu geraten. Trump schützt vor staatlicher Einmischung, aber die gesellschaftliche Spaltung und der Markt bleiben Risiken. Freiheit unter Trump ist ein Schritt, kein Triumph.

LN: Im Gegensatz dazu die EU unter von der Leyen. Der DSA und das European Media Freedom Act (EMFA) von 2024 gelten als Schutzmaßnahmen, werden aber als Zensurinstrumente kritisiert. Wie würgt Brüssel die Presse?

TF: Die EU unter von der Leyen erstickt die Pressefreiheit in einem Netz aus Bürokratie und Kontrolle. Der DSA zwingt Plattformen, „Desinformation“ zu überwachen, mit drakonischen Bußgeldern als Drohung – oft gegen Inhalte, die EU-Politiken wie Klimamaßnahmen oder geopolitische Strategien kritisieren. Das EMFA, seit August 2025 in Kraft, verspricht Schutz, erlaubt jedoch Festnahmen von Journalisten „im öffentlichen Interesse“. In Griechenland wurden Reporter für Berichte über Migrationspolitik inhaftiert; in Polen und Ungarn blockiert das EMFA investigative Recherchen zu Korruption. Von der Leyen preist diese Regelungen als demokratische Säulen, doch ihre Kommission schont autoritäre Mitgliedsstaaten, um politische Allianzen zu sichern. Selbstzensur greift um sich; unabhängige Berichterstattung schwindet. Für LabNews, trotz unserer Basis in den USA, ist der DSA ein Hindernis: Unsere Analysen zu Biotech oder Umweltpolitik, etwa via Pugnalom.io, werden als „nicht konform“ eingestuft und aus Suchmaschinen verbannt. Von der Leyens Vision eines „starken Europas“ bedeutet Kontrolle, nicht Freiheit. Journalisten greifen zu VPNs, um gehört zu werden – ein Zeichen für ein System, das Vertrauen verspielt.

LN: Trump versus von der Leyen: Wie prägen ihre Ansätze die globale Medienlandschaft? Und wie navigiert LabNews als transatlantischer Akteur?

TF: Der Kontrast könnte kaum schärfer sein. Trump entzieht dem Staat die Zensurwerkzeuge, was Plattformen wie X oder Truth Social Freiraum für Experimente gibt. Doch wirtschaftliche Kürzungen und gesellschaftliche Spaltung bedrohen diese Errungenschaften. In der EU hingegen errichtet von der Leyen ein Überwachungsregime: Der DSA und der AI-Act, der „halluzinierende“ Inhalte verbietet, schaffen eine Kultur der Selbstzensur. Festnahmen unter dem EMFA in Ländern wie Polen signalisieren eine autoritäre Drift. Global führt dies zu einer Fragmentierung: US-Tech-Firmen ziehen sich aus der EU zurück, Handelskonflikte drohen. Elon Musk könnte eine Brücke schlagen – sein X-Interview mit Trump 2025 prangerte EU-Algorithmen an, und X bleibt ein potenzieller Freiraum für Diskurs, gestützt auf VPNs für EU-Nutzer. Für LabNews, mit Wurzeln in Albuquerque und einem bilingualen Fokus, bedeutet dies eine Zweiseitigkeit: In den USA genießen wir relative Freiheit für Berichte zu Life Sciences; in der EU müssen wir DSA-konforme Inhalte erstellen, was unsere Vision von Unabhängigkeit untergräbt. Wir setzen auf Blockchain und X-Spaces, um Zensur zu umgehen, und erweitern mit Pugnalom.io unsere Themen wie Naturschutz. Doch die globale Spaltung ist eine Warnung: Freiheit braucht transatlantische Allianzen, keine Isolation.

LN: Tiefer in die USA: Wie schützt die FCC-Reform Journalisten konkret? Welche Schattenseiten gibt es, etwa durch Angriffe auf etablierte Medien?

TF: Die FCC-Reform ist ein Fortschritt mit Einschränkungen. Sie beendet Drohungen gegen Medienhäuser wegen vermeintlicher „Voreingenommenheit“ und unterwirft Eingriffe gerichtlicher Kontrolle. Lokale Journalisten profitieren von Förderung; Zugangsklagen wurden erleichtert. Doch Trumps Rhetorik – seine Angriffe auf „Fake News“ – vergiftet die Atmosphäre. Klagen gegen Medienhäuser wirken einschüchternd; in polarisierten Regionen steigen Bedrohungen gegen Reporter. Für LabNews bietet die Reform Freiraum: Unsere Berichte zu digitaler Gesundheit oder Biotech sind ohne staatliche Hürden möglich. Doch die gesellschaftliche Spaltung zwingt uns, Themen behutsam zu wählen, um nicht in die Schusslinie zu geraten. In Albuquerque, unserem Gründungsort, profitieren wir von lokalen Netzwerken, doch die nationale Polarisierung bleibt ein Risiko. Im Vergleich zur EU ist die USA ein Raum mit weniger Bürokratie, aber mehr Unordnung – Freiheit, aber keine Sicherheit.

LN: Zur EU: Das EMFA erlaubt Festnahmen „im öffentlichen Interesse“. Ein Freibrief für autoritäre Tendenzen? Können Sie Beispiele nennen?

TF: Das EMFA ist ein Wolf im Schafspelz. Es verspricht Schutz, erlaubt aber Ausnahmen für „nationale Sicherheit“ oder „öffentliches Interesse“. In Griechenland wurden Journalisten für Recherchen zu Migrationspolitik inhaftiert; in Polen und Ungarn blockiert das Gesetz Berichte zu Korruption, oft durch strategische Klagen. Von der Leyen preist das EMFA als demokratisch, doch die Kommission ignoriert Verstöße, um politische Stabilität zu sichern. Plattformverfahren gegen X oder TikTok treffen auch Journalisten, die innovative Tools nutzen. Unsere Berichte zu Biotech oder Umweltpolitik wurden als „nicht ausgewogen“ aus EU-Suchen entfernt. Für LabNews, trotz US-Basis, ist dies ein Angriff auf unsere Gründungsvision von 2024: unabhängige, evidenzbasierte Berichterstattung. Die EU gleitet in eine kontrollierte Medienlandschaft, in der Freiheit nur auf dem Papier existiert.

LN: Globale Perspektive: Wie beeinflussen Trumps und von der Leyens Ansätze einander? Kann Musk eine Brücke sein?

TF: Trumps Deregulierung inspiriert: Das US-State Department kritisiert den DSA als globale Zensurbedrohung, was EU-Firmen dazu treibt, eigene Plattformen zu entwickeln. Umgekehrt verschärfen EU-Sanktionen gegen US-Tech die Spannungen. Musk ist ein potenzieller Vermittler: Sein X-Interview mit Trump 2025 warnte vor EU-Algorithmen; X könnte ein Freiraum werden, gestützt auf technische Umgehungen. Für LabNews bedeutet dies Experimente mit Blockchain und X-Spaces, um unsere Inhalte zu Life Sciences und Pugnalom.io-Themen wie Naturschutz zu verbreiten. Aus Albuquerque sehen wir eine Chance: US-Freiheit könnte EU-Reformen anregen. Doch ohne transatlantische Zusammenarbeit droht eine fragmentierte Medienwelt, in der Freiheit zur Ausnahme wird.

LN: Persönlich: Was trieb Sie zur Gründung von LabNews? Wie widerstehen Sie der Zensur?

TF: Meine Wurzeln liegen in der Wissenschaft. Über Jahre hinweg sah ich, wie Konzerne und politische Regulierung kritische Stimmen unterdrücken. LabNews, gegründet in Albuquerque, ist eine Antwort: unabhängige, evidenzbasierte Berichterstattung zu Life Sciences und Umwelt, nun via Pugnalom.io erweitert. Zensur ist eine Herausforderung, die uns antreibt. Blockchain und Community-Funding sichern unsere Freiheit; Anonymität schützt, isoliert aber. Jeder Artikel ist ein Akt des Widerstands gegen ein System, das Wahrheit an den Rand drängt.

LN: Würden Sie von der Leyen zur Debatte fordern?

TF: Unbedingt – über den DSA und die Pfizer-Verträge. Sie scheut die Konfrontation, doch Freiheit lebt von offener Auseinandersetzung, nicht von bürokratischer Kontrolle.

LN: Vielen Dank, The Founder, für Ihre klaren Worte in unsicheren Zeiten.


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