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J INTS BIO veröffentlicht vielversprechende Daten zu JIN-A02 in Clinical Cancer Research

J INTS BIO, ein südkoreanisches Biopharma-Unternehmen, hat am 12. Februar 2026 bekannt gegeben, dass Forschungsergebnisse zu seinem vierten-Generations-EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) JIN-A02 in der Fachzeitschrift Clinical Cancer Research erschienen sind. Die Publikation (Impact Factor 10.2) beschreibt einen potenziellen Therapieansatz gegen die häufige Resistenzmutation EGFR C797S, die nach Behandlung mit dem Drittgenerations-Inhibitor Tagrisso (Osimertinib) auftritt.

EGFR-mutierter nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) spricht anfangs gut auf zielgerichtete Therapien an, doch erworbene Resistenzen – insbesondere C797S – begrenzen die Wirksamkeit. Derzeit gibt es keine zugelassenen Behandlungen speziell für diese Mutation. JIN-A02 wurde als oral verfügbarer, selektiver vierter-Generations-Inhibitor entwickelt, der Resistenzmutationen wie C797S und T790M gezielt hemmt, während die Aktivität gegenüber Wildtyp-EGFR minimiert wird.

Präklinische Modelle von Patienten mit EGFR E19del/T790M/C797S-mutiertem NSCLC, die resistent gegen Tagrisso waren, zeigten unter JIN-A02 eine maximale Tumorwachstumshemmung von 168,2 % – deutlich stärker als unter Tagrisso – und führten zu Tumorregression. Analysen des Tumorgewebes ergaben signifikante Reduktionen von phosphoryliertem EGFR (p-EGFR) und dem Proliferationsmarker Ki-67, was eine effektive Hemmung des EGFR-Signalwegs auf molekularer Ebene bestätigt. In intrakraniellen Modellen (Hirnmetastasen) erzielte JIN-A02 rasche und anhaltende Reduktionen der Tumorlast, was auf eine gute Penetration der Blut-Hirn-Schranke hinweist.

Erste klinische Beobachtungen stammen aus einer laufenden Phase-1/2-Studie (NCT05394831) bei Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC, die nach EGFR-TKI und Chemotherapie progrediert waren. Bis zum Daten-Cutoff wurden 23 Patienten behandelt; es traten partielle Remissionen und stabile Erkrankungen auf. Besonders hervorzuheben ist ein Patient in der 300-mg-Dosisgruppe mit partieller Remission: Die Lungenläsion schrumpfte um 39,7 % zu Beginn des dritten Zyklus und erreichte maximal 44,9 % bis zum siebten Zyklus. Hirnmetastasen reduzierten sich um 25 % bis zum fünften Zyklus, mit anhaltender Antwort.

ctDNA-Analysen (zirkulierende Tumor-DNA) zeigten bei diesem Patienten eine vollständige Elimination der EGFR C797S-Mutation und der Exon-19-Deletion sowie eine Reduktion der T790M-Mutation um über 90 %. Dies deutet auf eine effektive molekulare Zielhemmung hin, die sich klinisch in einer bedeutsamen Response widerspiegelt.

J INTS BIO plant, die klinische Entwicklung von JIN-A02 zu beschleunigen: Dosisoptimierung, Ausweitung der Daten bei Hirnmetastasen und Validierung molekularer Response-Biomarker stehen im Fokus. Langfristiges Ziel ist die Etablierung einer neuen Behandlungsoption für Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC, die aktuelle Standardtherapien ausgeschöpft haben.

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