Hamburg, 27. März 2025 – Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland – etwa jeder neunte Mann ist im Laufe seines Lebens betroffen. Da die Krankheit in frühen Stadien oft symptomlos bleibt, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend für den Behandlungserfolg. Die Asklepios Kliniken Hamburg setzen nun am Standort Harburg auf eine innovative Methode: das PSMA PET-CT. Diese hochmoderne Bildgebungstechnologie ermöglicht es, selbst kleinste Tumorherde präzise zu lokalisieren und die Therapie effizienter zu gestalten.
Früherkennung auf neuem Niveau
Das PSMA PET-CT kombiniert Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT), um Tumorherde ab zwei Millimetern Größe sichtbar zu machen. „Mit diesem Verfahren können wir Prostatakrebs früher erkennen als mit herkömmlichen Methoden, insbesondere bei Patienten mit hohem Risiko“, erklärt Dr. Michael Schenk, Nuklearmediziner im Asklepios MVZ Nord. Ein radioaktiver Marker bindet gezielt an das Prostata-spezifische Membranantigen (PSMA), ein Protein, das auf Prostatakrebszellen übermäßig vorkommt. Die anschließende Bildgebung zeigt selbst winzige Metastasen, wodurch Therapien schneller und präziser geplant werden können.
Mit etwa 75.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland ist der Bedarf groß. Das Asklepios Klinikum Harburg ist der einzige Standort südlich der Elbe, der diese Technologie anbietet – und einer von nur drei in Hamburg. Patienten profitieren von kurzen Wartezeiten und einer schnellen Terminvergabe.
Vernetzung und Expertise
Die Einführung des PSMA PET-CT stärkt die Zusammenarbeit der uroonkologischen Teams an den Asklepios-Standorten Altona, Barmbek, Harburg und Wandsbek. Diese behandeln die Mehrzahl der Patienten mit urologischen Krebserkrankungen in Hamburg, darunter Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs. „Unsere standortübergreifende Vernetzung und die hohe Spezialisierung unserer Teams verbessern die Behandlungsergebnisse deutlich“, betont Prof. Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie in Altona. Von der Früherkennung bis zur individuellen Therapie bieten die Kliniken eine Versorgung auf höchstem Niveau.
Mehr Chancen für Patienten
Die neue Technologie ist ein Gewinn für die Patientenversorgung. „Wir setzen auf modernste Diagnostik, um Prognosen zu optimieren“, sagt Wülfing. Die Kombination aus PSMA PET-CT und der Expertise der Asklepios-Teams verspricht, die Lebensqualität und Überlebenschancen von Prostatakrebspatienten nachhaltig zu steigern. Hamburg setzt damit einen neuen Standard in der Uro-Onkologie.
