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Immunabwehrzellebeeinflussen den Hormonhaushalt

Finnische Forscher zeigen in einer neuen Studie, dass Hypophysenmakrophagen, die in der Hirnanhangdrüse sitzenden Immunzellen, dabei helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren. Möglicherweise könnten Makrophagenzellen in Zukunft zur Behandlung endokriner Störungen eingesetzt werden, die beispielsweise zu Unfruchtbarkeit führen können.

Die Hypophyse ist eine kleine, erbsengroße endokrine Drüse, die sich an der Basis des Gehirns befindet. Die von ihr abgesonderten Hormone sind an fast allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt, wie etwa Wachstum, Fortpflanzung, Wasser-/Salzhaushalt sowie der Regulierung von Blutdruck und Stress. Ohne die von der Hypophyse produzierten Hormone ist Leben nicht möglich.

„Bisher ging man davon aus, dass die Hypophyse Nachrichten vom Rest des Körpers empfängt und die Hormonausschüttung entsprechend erhöht oder verringert.“ Tatsächlich haben Makrophagen, die Immunzellen in der Hypophyse, eine lokale Wirkung auf die Zellen, die in der Hypophyse Hormone produzieren“, sagt InFLAMES-Flaggschiffforscherin Heli Jokela vom Turku Bioscience Centre und der Universität Turku in Finnland.

Die Entfernung der Makrophagen offenbarte ihre Schlüsselrolle bei der Hormonsekretion: Wenn die Immunzellen entfernt werden, nimmt die Hormonsekretion ab.