In einer neuen Studie zur Art und Weise, wie Hunde Objekte erkennen und verallgemeinern, haben Forscher der Eötvös-Lorand-Universität (Budapest) herausgefunden, dass Hunde bei der Identifizierung von Objekten der Beschaffenheit Vorrang vor der Form geben.
Für die Studie rekrutierten die Forscher 35 Hunde, die darauf trainiert wurden, ein Zielobjekt aus einer Reihe von Ablenkern zu apportieren. Während des Tests wurden den Hunden zwei Auswahlmöglichkeiten präsentiert: eine, die dem Ziel in Form und die andere in Textur entsprach.
Der Test bestand aus acht Versuchen: vier Zielversuchen, bei denen die Hunde zwischen dem trainierten Zielobjekt und einem Objekt mit ähnlicher Form oder Beschaffenheit wählen mussten, und vier Generalisierungsversuchen, bei denen die Hunde zwischen zwei Objekten wählen mussten: eines mit einer ähnlichen Form wie das Ziel, aber einer anderen Beschaffenheit, und eines mit derselben Beschaffenheit, aber einer anderen Form.
Taktile Hinweise waren für ihre endgültige Entscheidung ausschlaggebend.
Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Hunde bei der Identifizierung und Verallgemeinerung von Objekten auf unterschiedliche Sinnesmodalitäten angewiesen sind, die denen des Menschen nur bis zu einem gewissen Grad ähneln.

Credits:
ELTE Eötvös Loránd Universität
https://www.nature.com/articles/s41598-024-72244-y

