Ältere Menschen mit erhöhtem genetischem Risiko für Alzheimer (APOE 3/4 oder 4/4) haben bei hohem Fleischverzehr offenbar kein erhöhtes Risiko für kognitiven Abbau und Demenz. Das zeigt eine Langzeitstudie des Karolinska Institutet.
Bei geringem Fleischkonsum wiesen Träger dieser Gen-Varianten mehr als doppelt so hohes Demenzrisiko auf wie Personen ohne diese Risikogene. Bei den Teilnehmern mit dem höchsten Fleischkonsum – etwa 870 Gramm pro Woche – verschwand dieses erhöhte Risiko jedoch. Ein niedrigerer Anteil verarbeiteten Fleisches war zudem generell mit geringerem Demenzrisiko verbunden.
In der Studie wurden mehr als 2.100 Personen ab 60 Jahren über bis zu 15 Jahre beobachtet. Bei der genetischen Risikogruppe zeigte sich außerdem eine geringere Gesamtsterblichkeit bei höherem Verzehr unverarbeiteten Fleisches.
Die Forscher betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Weitere Interventionsstudien seien nötig, um kausale Zusammenhänge zu klären und individuell angepasste Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.
Die Studie wurde am 19. März 2026 im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlicht. Die Informationen stammen aus einer Mitteilung des Karolinska Institutet.
